Schutz der Afrikanischen Wildhunde in Äthiopien (2026): Aktueller Stand
Afrikanische Wildhunde sind in Äthiopien stark gefährdet und ausgesprochen selten. Historische Nachweise gibt es aus mehreren Regionen, doch verlässliche aktuelle Bestandsdaten sind weiterhin begrenzt. Zu den Schutzprioritäten gehören der Schutz von Landschaften, die Prävention von Krankheiten, die Erholung der Beutetierbestände, die Verringerung von Konflikten und eine verbesserte Erfassung im Gelände.

Kurzantwort: Der Afrikanische Wildhund (Lycaon pictus) ist als stark gefährdet eingestuft; vermutlich leben weltweit weniger als 7.000 Tiere in freier Wildbahn. In Äthiopien wurden Afrikanische Wildhunde unter anderem in Gambela, Mago, Omo, Nechisar und im Fincha’a–Dindessa-Tal gemeldet. Die verfügbaren Nachweise erlauben jedoch keine verlässliche nationale Bestandsschätzung für 2026. Die Schutzmaßnahmen des Landes hängen daher davon ab, festzustellen, wo noch überlebensfähige Gruppen vorkommen, und die zusammenhängenden Lebensräume, Beutetiere und Gemeinden zu schützen, von denen sie abhängig sind.
Zuletzt im August 2026 überprüft. Schutzdaten ändern sich – die neuesten Zahlen finden Sie in den zitierten Quellen.
Warum der Schutz Afrikanischer Wildhunde in Äthiopien wichtig ist
Afrikanische Wildhunde gehören zu den am stärksten gefährdeten großen Raubtieren Afrikas. Sie sind äußerst soziale Hundeartige, die in Rudeln gemeinsam leben, jagen und Welpen aufziehen. Ihre geringe Populationsdichte und ihr weitläufiges Verhalten erschweren die Erfassung. Zugleich macht ihre Abhängigkeit von großen, zusammenhängenden Landschaften sie besonders anfällig für die Zerschneidung von Lebensräumen.
Äthiopien ist von Bedeutung, weil das Land eine große Vielfalt an Lebensräumen umfasst, in denen Afrikanische Wildhunde nachgewiesen wurden – von Savannen und Buschland bis hin zu Bergregionen. Eine historische Untersuchung von James R. Malcolm und Claudio Sillero-Zubiri dokumentierte Meldungen aus sechs geografischen Regionen Äthiopiens, darunter den Gambela-Nationalpark, den Mago-Nationalpark, den Omo-Nationalpark, den Nechisar-Nationalpark, die Provinz Ilubabor und das Fincha’a–Dindessa-Tal. Dieselbe Untersuchung nannte außerdem Nachweise aus der weiteren äthiopischen Landschaft, warnte jedoch davor, Meldungen und historische Beobachtungen automatisch als Beleg für eine aktuelle, überlebensfähige Population zu werten.
Die mögliche Präsenz der Art in Äthiopien ist auch deshalb bemerkenswert, weil das Land international eher für seinen endemischen Äthiopischen Wolf bekannt ist, einen weiteren bedrohten Hundeartigen. Afrikanische Wildhunde und Äthiopische Wölfe sind unterschiedliche Arten mit unterschiedlichen ökologischen Anforderungen. Ihre Verwechslung kann zu fehlerhaften Wildtiermeldungen und falschen Schutzprioritäten führen. Sillero-Zubiris langjährige Arbeit im Ethiopian Wolf Conservation Programme sowie Malcolms Felderfahrung mit Afrikanischen Wildhunden lieferten wichtige fachliche Grundlagen für die Interpretation der äthiopischen Nachweise.
Der aktuelle Wissensstand ist weiterhin lückenhaft. Die Large Carnivore Survey of Ethiopia ist eine Zusammenarbeit zwischen der Ethiopian Wildlife Conservation Authority (EWCA) und der Wildlife Conservation Research Unit (WildCRU) der University of Oxford. Sie untersucht Löwen, Leoparden, Geparden und Afrikanische Wildhunde und erfasst zudem Daten zu Hyänen und größeren Beutetieren, sofern diese mit den untersuchten Arten zusammen vorkommen. Diese Grundlagenarbeit ist unverzichtbar: Bevor Schutzverantwortliche eine Erholung messen können, benötigen sie belastbare Informationen über Verbreitung, Rudelvorkommen, Gefahren und die Eignung der Lebensräume.
Die wichtigsten Gefahren für Afrikanische Wildhunde in Äthiopien
Verlust und Zerschneidung von Lebensräumen
Die Zerschneidung von Lebensräumen gilt als wichtigste langfristige Gefahr für Afrikanische Wildhunde. Zerschnittene Landschaften verkleinern den verfügbaren Raum für Rudel, unterbrechen die Wanderung zwischen geeigneten Gebieten und erhöhen die Wahrscheinlichkeit des Kontakts mit Straßen, Nutztieren und Haushunden. Da Wildhunde natürlicherweise in geringer Dichte vorkommen und große Gebiete durchstreifen, schützt eine Parkgrenze allein möglicherweise nicht den gesamten Lebensraum eines Rudels.
Für Äthiopien bedeutet das, dass die Schutzplanung über isolierte Schutzgebiete hinausblicken muss. Die historischen äthiopischen Nachweise stammen aus weit voneinander entfernten Landschaften, doch die hier zugrunde liegende Forschung belegt nicht, dass diese Gebiete derzeit zusammenhängende oder überlebensfähige Wildhundpopulationen beherbergen. Eine verantwortungsvolle Einschätzung für 2026 sollte zwischen einem bestätigten ansässigen Rudel, einem gelegentlichen Nachweis und einer unbestätigten Meldung unterscheiden.
Mensch-Wildtier-Konflikte und Verluste bei Nutztieren
Wildhunde können in Konflikt mit Viehhirten und anderen Nutztierhaltern geraten, wenn Rudel durch vom Menschen geprägte Landschaften ziehen. Vergeltungstötungen nach Angriffen auf Nutztiere sind in anderen Teilen des Verbreitungsgebiets eine bekannte Gefahr; auch WildCRU nennt Mensch-Wildtier-Konflikte als bedeutende Bedrohung. Die für diesen Artikel vorliegenden äthiopischen Daten beziffern weder die landesweiten Nutztierverluste noch Vergeltungstötungen, daher kann keine nationale Zahl zu Vorfällen genannt werden.
Konfliktprävention ist nachhaltiger, als sich ausschließlich auf die Durchsetzung von Vorschriften zu verlassen. Zu den Maßnahmen können ein besserer Schutz von Nutztieren, die Ermittlung von Wanderrouten, eine schnelle Weitergabe von Sichtungsmeldungen und eine echte Beteiligung der lokalen Bevölkerung an Entscheidungen über Wildtiere gehören. Diese Ansätze entsprechen der umfassenderen Schutzarbeit für große Raubtiere, doch ihre Wirksamkeit in Äthiopien muss durch lokale Beobachtung belegt und darf nicht einfach vorausgesetzt werden.
Krankheiten durch Haushunde
Tollwut und das Canine Distemper Virus können Afrikanische Wildhunde gefährden, insbesondere dort, wo sich Wildrudel mit ungeimpften Haushunden überschneiden. Krankheitsausbrüche sind für kleine oder isolierte Populationen besonders gefährlich, da ein einziges Ereignis einen großen Teil eines Rudels auslöschen kann und anschließend zu wenige Tiere für eine Erholung verbleiben.
Die Krankheitsprävention muss daher den Wildtierschutz mit der öffentlichen Gesundheit und der Veterinärmedizin verbinden. Impfungen von Haushunden, verantwortungsvolle Hundehaltung, Krankheitsüberwachung und eine schnelle Meldung von Fällen in der Umgebung von Schutzgebieten können das Übertragungsrisiko senken. Die verfügbare Forschung benennt die Krankheitsgefahr klar, liefert jedoch weder eine Zahl der 2026 in Äthiopien geimpften Hunde noch eine landesweite Zahl von Krankheitsausbrüchen bei Wildhunden.
Rückgang der Beutetiere, Schlingen und Wilderei
Afrikanische Wildhunde sind auf gesunde Beutetierbestände angewiesen. WildCRU nennt den durch Wilderei verursachten Rückgang der Beutetiere als eine aufkommende Bedrohung für die Art. Weniger Beute kann Rudel dazu zwingen, größere Entfernungen zurückzulegen, wodurch sie stärker Menschen, Nutztieren, Straßen und konkurrierenden Raubtieren ausgesetzt sind.
Schlingen und gezielte Verfolgung gelten auch in anderen Schutzprogrammen für Afrikanische Wildhunde in Afrika als bekannte Gefahren. Die vorliegenden äthiopischen Quellen enthalten jedoch weder eine landesweite Zahl von Schlingen noch eine Wildereiquote oder eine bestätigte Gesamtzahl der in Äthiopien getöteten Wildhunde. Es wäre daher irreführend, eine numerische Wildereistatistik für das Land zu nennen. Die Daten sprechen dafür, illegale Jagd, den Rückgang der Beutetiere und unzureichend kontrollierten Zugang als Schutzrisiken zu behandeln, die ortsspezifisch untersucht werden müssen.
Klimawandel und Umweltbelastungen
WildCRU führt den Klimawandel als eine der aufkommenden Gefahren für Afrikanische Wildhunde auf. In der Praxis könnten veränderte Niederschläge, Wasserverfügbarkeit, Vegetation und Beutetierverteilung die Landschaften verändern, durch die sich Rudel bewegen. Die vorliegende Forschung beziffert weder klimabedingte Verluste bei Wildhunden in Äthiopien noch weist sie einen direkten landesweiten Trend nach. Schutzverantwortliche sollten daher Klimabeobachtung mit der Verfolgung von Rudeln, Beutetiererhebungen und Beobachtungen der Gemeinden verbinden, statt Projektionen als gemessenen Bestandsrückgang darzustellen.
Was wird zum Schutz der Afrikanischen Wildhunde unternommen?
Landesweite Erhebungen und evidenzbasierte Planung
Die Large Carnivore Survey of Ethiopia bietet den klarsten forschungsbasierten Rahmen, der in den vorliegenden Quellen genannt wird. EWCA und WildCRU untersuchen Afrikanische Wildhunde gemeinsam mit anderen großen Raubtieren und Beutetierarten. Das ist wichtig, weil der Schutz von Wildhunden nicht allein anhand von Sichtungen geplant werden kann. Erhebungen müssen klären, ob die Tiere dauerhaft ansässig sind, möglichst Wurf- oder Rudelgebiete bestimmen, die Eignung der Lebensräume bewerten und Gefahren sowohl in Schutzgebieten als auch auf von Gemeinden genutzten Flächen erfassen.
Der umfassendere Ansatz von WildCRU für Afrikanische Wildhunde umfasst Bestandsüberwachung, aktualisierte Informationen zum Verbreitungsgebiet und regionale Schutzstrategien für das östliche, westliche, zentrale und nördliche Afrika. Für Äthiopien könnten bessere Daten klären, ob das Land eine überlebende Population, gelegentlich zuwandernde Tiere oder mehrere kleine, voneinander getrennte Gruppen beherbergt. Bis diese Arbeit veröffentlichte nationale Ergebnisse liefert, ist die genaueste Beschreibung, dass es in Äthiopien historische und gemeldete Nachweise gibt, der aktuelle Status jedoch ungewiss ist.
Schutzgebiete und Landschaftsschutz
Zu den gemeldeten Orten gehören die Nationalparks Gambela, Mago, Omo und Nechisar. Diese Gebiete sollten nicht automatisch als garantierte Reiseziele für die Beobachtung Afrikanischer Wildhunde beworben werden: Die vorliegenden Quellen bestätigen in keinem dieser Gebiete aktuell ansässige, an Menschen gewöhnte Rudel oder verlässliche Sichtungen.
Der Schutz von Nationalparks kann dennoch dazu beitragen, Beute, Deckung und offene Lebensräume für große Raubtiere zu erhalten. Ebenso wichtig sind wirksame Grenzen, ausreichende Kapazitäten der Ranger, ökologische Überwachung und die Zusammenarbeit mit den angrenzenden Gemeinden. Der Ratgeber von SafariFind zum Schutz der Nationalparks Äthiopiens bietet zusätzlichen Kontext dazu, wie das Management von Schutzgebieten in den nationalen Naturschutz eingebettet ist.
Regionale Schutzstrategien und spezialisierte Organisationen
Afrikanische Wildhunde bewegen sich über Verwaltungsgrenzen hinweg. Daher profitiert Äthiopiens Schutzplanung von regionaler Koordination. WildCRU war an regionalen Schutzstrategien für Afrikanische Wildhunde im östlichen Afrika und an der Aktualisierung von Verbreitungskarten der Art für die Arbeit an der Roten Liste der IUCN beteiligt. Die IUCN Save Our Species African Wildlife Initiative, die von der Europäischen Union kofinanziert wird und von 2017 bis 2027 läuft, zählt Afrikanische Wildhunde zu den bedrohten großen Raubtieren, deren Schutz sie in ganz Afrika unterstützen will.
Wiedereinführung und Umsiedlung: ein Instrument, keine Abkürzung
Wiedereinführungen und Umsiedlungen wurden andernorts zum Schutz Afrikanischer Wildhunde eingesetzt. Das African Wild Dog Range Expansion Project des Endangered Wildlife Trust hat seit 1998 gemeinsam mit der Wild Dog Advisory Group Wiedereinführungen im südlichen Afrika umgesetzt. Auch African Parks hat Umsiedlungen von Wildhunden als Teil der ökologischen Wiederherstellung in anderen afrikanischen Schutzgebieten beschrieben.
Gemeindebasierter Naturschutz und die Rolle des Tourismus
Die Beteiligung der Gemeinden ist für den Schutz Afrikanischer Wildhunde entscheidend, da sich Rudel über die Grenzen formaler Schutzgebiete hinaus bewegen können. Programme zur Verringerung von Mensch-Wildtier-Konflikten sollen Nutztierverluste und Vergeltungstötungen reduzieren, während Maßnahmen zur Gesundheit von Haushunden sowohl Menschen als auch Wildtieren zugutekommen können. In Kenia hat die Naturschutzforschung GPS-Halsbänder an Wildhunden, Haushunden und Rindern mit der Untersuchung von Krankheiten, Viehverlusten durch Raubtiere und den Reaktionen von Viehhirten verbunden. Äthiopien benötigt lokal entwickelte Nachweise derselben Art, statt ein Modell eines anderen Landes ohne Anpassung zu übernehmen.
Gemeindeschutzgebiete können den Wildtierschutz mit lokalen Prioritäten verbinden, wenn Zuständigkeiten, Vorteile und Verantwortlichkeiten klar geregelt sind. Die Übersicht von SafariFind über das Modell der Gemeindeschutzgebiete in Äthiopien bietet zusätzlichen Hintergrund zu diesem Ansatz. Für Afrikanische Wildhunde im Besonderen berichtet die vorliegende Forschung weder über Tourismuseinnahmen in Äthiopien noch über Beschäftigungszahlen oder bestätigte Bestandszuwächse durch Gemeindeschutzgebiete. Solche Ergebnisse sollten daher nicht behauptet werden.
Tourismus kann einen Beitrag leisten, wenn Einnahmen transparent dem Naturschutz und den Gemeinden zugutekommen und Besuche weder Wurfhöhlen, Zuchtrudel noch empfindliche Lebensräume stören. Reisende sollten in Äthiopien nicht allein deshalb mit einer Sichtung Afrikanischer Wildhunde rechnen, weil aus einem Park historische Nachweise vorliegen. Eine verantwortungsvolle Wildtiersafari sollte eine korrekte Vermittlung, schonende Beobachtung und die Unterstützung von Veranstaltern in den Vordergrund stellen, die erklären können, wohin die Gebühren fließen. Reisende können über SafariFind naturschutzorientierte Safaris buchen, sollten jedoch vor der Zahlung die Schutzversprechen und lokalen Partnerschaften des Veranstalters prüfen.
Erfolge und Rückschläge: Was die Daten wirklich zeigen
| Bereich der Nachweise | Was die Forschung stützt | Was weiterhin unbekannt ist |
|---|---|---|
| Globaler Status | Weltweit leben vermutlich weniger als 7.000 Afrikanische Wildhunde in freier Wildbahn; die Art ist stark gefährdet. | Die vorliegenden Quellen verwenden unterschiedliche globale Schätzungen. Die Zahlen sollten daher als Schätzwerte und nicht als präzise Zählung verstanden werden. |
| Verbreitung in Äthiopien | Historische und gemeldete Nachweise umfassen Gambela, Mago, Omo, Nechisar, Ilubabor und Fincha’a–Dindessa. | Die vorliegende Forschung enthält keine verlässliche nationale Bestandsschätzung für 2026. |
| Erfassungskapazität | EWCA und WildCRU untersuchen Afrikanische Wildhunde im Rahmen einer landesweiten Erhebung zu großen Raubtieren. | Veröffentlichte äthiopische Ergebnisse, Rudelzahlen und Trenddaten werden hier nicht genannt. |
| Wichtigste Gefahren | Lebensraumzerschneidung, Mensch-Wildtier-Konflikte, Krankheiten, Rückgang der Beutetiere, Wildereidruck und Klimawandel sind anerkannte Risiken. | Die vorliegende Forschung beziffert die durch diese Gefahren verursachte Sterblichkeit in Äthiopien nicht. |
| Instrumente des Naturschutzes | Überwachung, Krankheitsprävention, Management von Schutzgebieten, Einbindung der Gemeinden und sorgfältig geplante Umsiedlungen sind etablierte Ansätze. | Hier ist weder ein Ergebnis der Freilassung äthiopischer Wildhunde noch ein bestätigtes nationales Erholungsergebnis dokumentiert. |
Der zentrale Rückschlag im Naturschutz ist nicht unbedingt ein nachgewiesener Rückgang eines gemessenen äthiopischen Bestands, sondern der Mangel an aktuellen, systematischen Informationen. Der Kontext von WildCRU vor Beginn des Projekts deutete darauf hin, dass es in Äthiopien möglicherweise weniger als 200 Afrikanische Wildhunde gibt. Diese Aussage beruhte jedoch auf begrenzten, zufälligen Daten und ist keine Zählung für 2026. Sie sollte als Warnung vor möglicher Seltenheit und nicht als aktuelle offizielle Gesamtzahl verwendet werden.
Der deutlichste Fortschritt ist institutioneller Art: EWCA und WildCRU haben einen speziellen Erhebungsrahmen für große Raubtiere geschaffen, während internationale Schutzstrategien die Notwendigkeit anerkennen, Afrikanische Wildhunde in ganzen Landschaften statt in isolierten Fragmenten zu schützen. Die nächste Prüfung besteht darin, ob die Überwachung aus Nachweisen wiederholbare Belege für Rudelvorkommen, Gefahren und Bestandstrends macht.
Wie Reisende verantwortungsvoll helfen können
- Wählen Sie verlässliche Veranstalter. Fragen Sie, ob ein Safarianbieter aktuelle, überprüfbare Nachweise für Afrikanische Wildhunde am Reiseziel besitzt. Ein alter Nachweis ist keine Garantie für eine Sichtung.
- Unterstützen Sie den lokalen Naturschutz. Bevorzugen Sie Reisen, bei denen Parkgebühren, Vorteile für Gemeinden, Unterstützung von Rangern oder Wildtiermonitoring transparent erklärt werden. Vermeiden Sie Aussagen, die sich keiner benannten Organisation oder keinem konkreten Programm zuordnen lassen.
- Respektieren Sie den Abstand zu Wildtieren. Bitten Sie niemals darum, mit einem Fahrzeug zu einer Wurfhöhle zu fahren, den Weg eines Rudels zu blockieren oder Tiere für Fotos zu verfolgen.
- Schützen Sie Krankheitsbarrieren. Befolgen Sie die Hinweise zum Kontakt mit Haustieren und Wildtieren und füttern oder berühren Sie keine Wildtiere.
- Melden Sie Beobachtungen verantwortungsvoll. Teilen Sie ungewöhnliche Sichtungen den Parkbehörden oder anerkannten Forschungsteams mit, statt den Standort von Wurfhöhlen öffentlich zu verbreiten.
- Erweitern Sie Ihr Naturschutzinteresse. Der Schutz Afrikanischer Wildhunde hängt mit dem Schutz von Beutetieren, Lebensraumkorridoren, den Lebensgrundlagen von Gemeinden und der Krankheitsbekämpfung zusammen. Die Unterstützung von Maßnahmen für andere äthiopische Raubtiere, darunter der Äthiopische Wolf und der Gepard, kann das gesamte Schutzsystem stärken.
Der Schutz Afrikanischer Wildhunde in Äthiopien im Jahr 2026 lässt sich am besten als Herausforderung beim Aufbau einer belastbaren Datengrundlage und beim Schutz ganzer Landschaften beschreiben. Die Art ist aus mehreren Regionen Äthiopiens historisch dokumentiert, doch ihre aktuelle Häufigkeit und Verbreitung bleiben ungewiss. Der Schutz zusammenhängender Lebensräume, die Verringerung des Kontakts mit Haushunden und Nutztieren, der Erhalt der Beutetierbestände sowie die Unterstützung des EWCA–WildCRU-Monitorings bieten den glaubwürdigsten Weg, die Zukunft der Art in Äthiopien zu verstehen und möglicherweise zu verbessern.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es Afrikanische Wildhunde in Äthiopien?
Afrikanische Wildhunde wurden in mehreren Regionen Äthiopiens gemeldet, darunter Gambela, Mago, Omo, Nechisar, Ilubabor und das Fincha’a–Dindessa-Tal. Die vorliegende Forschung bestätigt jedoch weder eine verlässliche nationale Bestandsschätzung für 2026 noch einen garantierten Ort für Beobachtungen.
Wie ist der Schutzstatus des Afrikanischen Wildhunds?
Der Afrikanische Wildhund gilt als stark gefährdet. Weltweit leben vermutlich weniger als 7.000 Tiere in freier Wildbahn.
Wie viele Afrikanische Wildhunde gibt es noch in Äthiopien?
Die vorliegende Forschung enthält keine verlässliche Bestandsschätzung für Äthiopien im Jahr 2026. WildCRU berichtete früher, dass begrenzte zufällige Daten auf weniger als 200 Tiere hindeuteten. Das ist jedoch keine aktuelle Zählung.
Was sind die größten Gefahren für Afrikanische Wildhunde in Äthiopien?
Zu den wichtigsten bekannten Gefahren gehören die Zerschneidung von Lebensräumen, Mensch-Wildtier-Konflikte, Tollwut und Staupe, der durch Wilderei verursachte Rückgang der Beutetiere, Schlingen und der Klimawandel.
Kann ich Afrikanische Wildhunde auf einer Wildtiersafari in Äthiopien sehen?
Sichtungen sollten nicht vorausgesetzt werden. Zwar gibt es historische Nachweise aus mehreren Parks und Regionen Äthiopiens, doch die vorliegende Forschung nennt kein Reiseziel mit verlässlichen, an Menschen gewöhnten Afrikanischen Wildhunden.
Warum sind Krankheiten für Afrikanische Wildhunde gefährlich?
Tollwut und Staupe können von Haushunden auf Wildrudel übertragen werden. Ausbrüche sind für kleine oder isolierte Populationen besonders ernst, da sie viele Tiere auf einmal töten können.
Wie wirkt sich die Zerschneidung von Lebensräumen auf Afrikanische Wildhunde aus?
Die Zerschneidung verringert zusammenhängende Flächen, unterbricht Wanderungen und erhöht den Kontakt mit Straßen, Nutztieren, Haushunden und Menschen. Wildhunde sind besonders gefährdet, weil sie große Gebiete durchstreifen und in geringer Dichte vorkommen.
Führt Äthiopien 2026 Afrikanische Wildhunde wieder ein?
Die vorliegende Forschung dokumentiert für 2026 kein äthiopisches Programm zur Wiedereinführung oder Freilassung Afrikanischer Wildhunde. Umsiedlungen werden andernorts eingesetzt, doch jede Freilassung in Äthiopien würde Bewertungen von Lebensraum, Beutetieren, Krankheiten, Genetik und Gemeinden erfordern.
Wie können Touristen den Schutz Afrikanischer Wildhunde in Äthiopien unterstützen?
Wählen Sie Veranstalter, die transparent über Naturschutz und Gemeinden informieren, befolgen Sie Regeln für eine schonende Wildtierbeobachtung, teilen Sie keine Standorte von Wurfhöhlen und unterstützen Sie seriöse Park- oder Forschungsprogramme.
Welche Organisation untersucht Afrikanische Wildhunde in Äthiopien?
Die Large Carnivore Survey of Ethiopia ist eine Zusammenarbeit zwischen der Ethiopian Wildlife Conservation Authority und der Wildlife Conservation Research Unit der University of Oxford, kurz WildCRU.
V2Ui.sources
- African Wild Dogs Return to Matusadona National Park After Decades of Local Extinction(official)
- Recent records of African wild dogs (Lycaon pictus) from Ethiopia
- African wild dogs - WildCRU
- Large carnivore survey of Ethiopia - WildCRU
- The effect of protected areas on pathogen exposure in endangered African wild dog (Lycaon pictus) populations(official)
- African Wild Dogs return to Malawi(official)
- SOS African Wildlife Initiative
- African Wild Dogs Return to Matusadona National Park After Decades of Local Extinction(official)
- Protecting the pack: African wild dog conservation in Kenya
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