Rothschild-Giraffenschutz in Eswatini (2026)
Rothschild-Giraffen leben derzeit nicht in Eswatini; im Land gibt es Südliche Giraffen (über 400 Tiere in 11 Schutzgebieten). Rothschild-Giraffen, die in Uganda und Kenia vorkommen, zählten 2026 etwa 2.098 Tiere und sind als potenziell gefährdet eingestuft.

Kurzantwort: Rothschild-Giraffen und Eswatini
Rothschild-Giraffen (Giraffa camelopardalis rothschildi) kommen in Eswatini nicht vor. Diese Art ist in Ostafrika auf Uganda und Kenia beschränkt. 2026 lebten dort schätzungsweise noch 2.098 Tiere in freier Wildbahn, darunter weniger als 1.468 ausgewachsene Exemplare. Der Giraffenschutz in Eswatini konzentriert sich stattdessen auf die Südliche Giraffe (Giraffa giraffa), eine eigenständige Art, die ab 1965 wieder im Land angesiedelt wurde. Diese Unterscheidung ist für eine präzise Naturschutzplanung und für Safari-Reisende wichtig, die in Afrika verschiedene Giraffenarten beobachten möchten.
Warum das wichtig ist: Giraffentaxonomie und Naturschutz 2026
Im August 2025 erkannte die International Union for the Conservation of Nature (IUCN) offiziell vier Giraffenarten an – eine bedeutende taxonomische Neubewertung, die die Prioritäten im Naturschutz grundlegend verändert hat. Zuvor wurden Giraffen als eine einzige Art mit mehreren Unterarten betrachtet. Durch diese Aktualisierung gelten Rothschild-Giraffen nun als eigenständige Art mit spezifischen Gefährdungen, Lebensraumansprüchen und Erholungspotenzialen, die sich von anderen Populationen unterscheiden.
Rothschild-Giraffen haben von gezielten Schutzmaßnahmen in ihrem ostafrikanischen Verbreitungsgebiet profitiert. Einst als gefährdet eingestuft, wurde ihr Status auf „potenziell gefährdet“ herabgestuft. Dies spiegelt eine tatsächliche Bestandserholung wider, die durch Umsiedlungen, Maßnahmen gegen Wilderei und die Ausweitung von Schutzgebieten in Uganda und Kenia ermöglicht wurde. Dennoch bleibt dieser Fortschritt fragil: Die Population von etwa 2.098 Tieren, darunter weniger als 1.468 ausgewachsene Exemplare, ist weiterhin durch Lebensraumverlust, klimatische Belastungen und Wilderei gefährdet.
Für Eswatini lenkt der taxonomische Wandel von 2025 den Naturschutzfokus auf die Art der Südlichen Giraffe – eine eigene Erfolgsgeschichte des Naturschutzes. Seit 1965, als zwei Südliche Giraffen aus Südafrika in das Mlilwane Wildlife Sanctuary gebracht wurden, hat das Land eine wild lebende Giraffenpopulation nach ihrem lokalen Aussterben wieder aufgebaut. Dieser parallele Erfolg zeigt, wie gezielte Wiederansiedlungen und der Schutz ganzer Landschaften Großsäuger selbst nach einem lokalen Aussterben zurückbringen können.
Rothschild-Giraffen: Verbreitung, Status und Herausforderungen des Naturschutzes
Rothschild-Giraffen haben ein eng begrenztes Verbreitungsgebiet in Uganda und Kenia und sind daher besonders anfällig für regionale Gefährdungen. Sie zeichnen sich durch große, dunkle und klar abgegrenzte Flecken auf dem Fell aus und können statt der üblichen drei oder vier bis zu fünf „Hörner“ (Ossikone) entwickeln. Mitte der 2010er-Jahre wurde geschätzt, dass etwa 1.500 Tiere in freier Wildbahn überlebt hatten. Die UNEP/CMS-Bewertung von 2026 bezifferte den Bestand auf etwa 2.098 Tiere – ein Zeichen für eine moderate Erholung, aber auch für die anhaltende Gefährdung der Art.
Zu den wichtigsten Herausforderungen zählen:
- Fragmentierung des Lebensraums: Die Schutzgebiete, in denen Rothschild-Giraffen leben, sind weiterhin klein und isoliert. Dadurch werden die genetische Vielfalt und der Genfluss zwischen den Populationen eingeschränkt.
- Wilderei und Verletzungen durch Schlingfallen: Save Giraffes Now dokumentierte 2023 in Uganda zahlreiche schwere Verletzungen von Giraffen durch Schlingen, die nicht auf herkömmliche Wundbehandlungen ansprachen. Dies offenbarte neue Lücken im Tierschutz innerhalb der Naturschutzarbeit.
- Klimaschwankungen: Dürren und unregelmäßige Niederschläge beeinträchtigen das Nahrungsangebot und die Wasserquellen in den Savannen Ostafrikas.
- Mensch-Wildtier-Konflikte: Wachsende Siedlungen und Gemeinschaften von Viehhaltern konkurrieren mit Giraffenherden um Land und Wasser.
Trotz dieser Gefährdungen gehören Rothschild-Giraffen zu nur zwei Giraffenarten, deren Status auf der Roten Liste der IUCN in den vergangenen Jahren verbessert wurde. Dies ist ein Beleg für die nachhaltige Zusammenarbeit afrikanischer Regierungen, NGOs und internationaler Naturschutzorganisationen.
Eswatinis Programm für Südliche Giraffen: Ein paralleles Naturschutzmodell
Obwohl Rothschild-Giraffen in Eswatini nicht vorkommen, bietet das eigene Giraffenschutzprogramm des Königreichs – mit Schwerpunkt auf der Art der Südlichen Giraffe – wichtige Erkenntnisse für die Wiederherstellung der afrikanischen Tierwelt. Während eines Ausbruchs der Rinderpest im Jahr 1896 starben die Südlichen Giraffen in Eswatini aus. Ab 1965 wurde die Art erfolgreich wieder angesiedelt, als zwei Tiere aus dem südafrikanischen Lowveld in das Mlilwane Wildlife Sanctuary umgesiedelt wurden.
Ausgehend von dieser Gründerpopulation wurden Giraffen anschließend auch im Hlane Royal National Park und in kleineren privaten Schutzgebieten im ganzen Land angesiedelt. 2026 lebten über 400 Südliche Giraffen in 11 verschiedenen Schutzgebieten in Eswatini. Dies stellt einen stetigen, messbaren Anstieg dar und zeigt, dass die Wiederansiedlung von Großsäugern möglich ist, wenn sie durch sichere Schutzgebiete und Partnerschaften mehrerer Interessengruppen unterstützt wird.
Die Giraffe Conservation Foundation (GCF) arbeitet mit Big Game Parks und anderen lokalen Partnern zusammen, um den Giraffenschutz in Eswatini durch den Aufbau von Partnerschaften, die Erfassung des Populationsstatus und die Planung künftiger Maßnahmen zu stärken. Diese Arbeit ist Teil einer umfassenderen regionalen Strategie: Im gesamten südlichen Afrika leben viele Giraffen und andere Wildtiere in privat geführten Schutzgebieten. Programme zur Wiederverwilderung und Umsiedlung von Wildtieren sollen zunehmend die genetische Vielfalt erhöhen und fragmentierte Populationen miteinander verbinden.
Der weltweite Rückgang der Giraffen: Kontext und Ausmaß
Sowohl Rothschild-Giraffen als auch die Südlichen Giraffen in Eswatini sind Teil einer umfassenderen Krise des Giraffenrückgangs in Afrika. In den vergangenen 35 Jahren ist die Gesamtzahl der Giraffen deutlich zurückgegangen; in Regionen, die einst als ideale Lebensräume galten, sind die Populationen um bis zu 95 % geschrumpft. Insgesamt haben Giraffen in den letzten drei Jahrhunderten fast 90 % ihres historischen Verbreitungsgebiets verloren. In sieben afrikanischen Ländern sind Giraffen inzwischen ausgestorben.
1985 streiften schätzungsweise 155.000 Giraffen durch die afrikanischen Savannen. Bis 1999 war diese Zahl auf über 140.000 gesunken. 2016 lebten schätzungsweise noch 97.500 Giraffen aller Arten und Unterarten in freier Wildbahn. Diese Entwicklung verdeutlicht, warum selbst moderate Bestandserholungen – wie die Herabstufung der Rothschild-Giraffe von „gefährdet“ auf „potenziell gefährdet“ – große Aufmerksamkeit und dauerhaft gesicherte Finanzierung verdienen.
Partnerschaften und Organisationen im Naturschutz
Giraffe Conservation Foundation (GCF): Die GCF ist die weltweit einzige NGO, die sich ausschließlich dem Schutz von Giraffen widmet. Sie leitet das Programm für Südliche Giraffen in Eswatini und unterstützt Regierungen und Partner in ganz Afrika fachlich. 2026 baut die GCF ihre institutionellen Kapazitäten in Eswatini weiter aus und stärkt die Partnerschaften mit Big Game Parks, der wichtigsten Naturschutzbehörde für die Schutzgebiete des Königreichs.
Save Giraffes Now: Save Giraffes Now wurde 2019 gegründet und ist die zweitgrößte NGO der Welt, die sich ausschließlich dem Giraffenschutz widmet. Die Organisation hat praxisnahe Innovationen entwickelt, darunter verbesserte Behandlungsprotokolle für Schlingenverletzungen bei Giraffen in Uganda. Ihre Arbeit umfasst Lebensraumschutz, Maßnahmen gegen Wilderei, Umsiedlungen und die Einbindung lokaler Gemeinschaften in Ost- und Südafrika.
Big Game Parks (Eswatini): Diese Organisation verwaltet den Hlane Royal National Park und weitere Schutzgebiete in Eswatini. Big Game Parks ist der wichtigste Umsetzungspartner für den Schutz und das Monitoring der Südlichen Giraffen im Land und arbeitet eng mit der GCF und internationalen Partnern zusammen, um den langfristigen Fortbestand der Population zu sichern.
African Fund for Endangered Wildlife (AFEW Kenya): AFEW Kenya betreibt das Giraffe Centre in Nairobi, eine führende Einrichtung für den Schutz und die Aufklärung über Rothschild-Giraffen. Das Zentrum spielt eine zentrale Rolle bei der Rettung und Zucht von Rothschild-Giraffen und hat seine Reichweite durch den Junior Giraffe Club und die Veranstaltungen zur World Giraffe Week erweitert.
Bestandsentwicklung: Eswatini im Vergleich zum Verbreitungsgebiet der Rothschild-Giraffe
| Population / Region | Status 2026 | Entwicklung | Wichtige Hinweise |
|---|---|---|---|
| Eswatini (Südliche Giraffe) | Über 400 Tiere in 11 Schutzgebieten | Stetiger Anstieg seit 1965 | Aus Südafrika wiederangesiedelt; unterstützt von GCF und Big Game Parks |
| Rothschild-Giraffe (Uganda & Kenia) | Etwa 2.098 Tiere; weniger als 1.468 ausgewachsene Exemplare | Erholt sich (Herabstufung von „gefährdet“ auf „potenziell gefährdet“) | Gefährdet durch Lebensraumfragmentierung und Wilderei; konzentriert in Schutzgebieten |
| Alle Giraffenarten (ganz Afrika) | Etwa 97.500 Tiere | Rückläufig (gegenüber 155.000 im Jahr 1985) | Fast 90 % des historischen Verbreitungsgebiets verloren; in 7 afrikanischen Ländern ausgestorben |
Gefährdungen für Rothschild-Giraffen und regionale Giraffenpopulationen
Lebensraumverlust und Fragmentierung: Das schnelle Bevölkerungswachstum, die Ausweitung der Landwirtschaft und Veränderungen der Landnutzung gehören weiterhin zu den größten Gefährdungen für Giraffen in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet. In Ostafrika, wo Rothschild-Giraffen noch vorkommen, sind Schutzgebiete oft klein und isoliert. Dadurch wird der natürliche Genfluss verhindert und das Aussterberisiko isolierter Populationen erhöht.
Wilderei und illegale Tötungen: Giraffen werden wegen ihres Fleisches, ihrer Häute und ihrer Knochen gejagt, die in der traditionellen Medizin verwendet werden. In Uganda sind Giraffen besonders anfällig für Verletzungen durch Schlingen; Save Giraffes Now dokumentierte Fälle, in denen herkömmliche Wundbehandlungen erfolglos blieben. Verbesserte Protokolle zur Behandlung von Schlingenverletzungen werden derzeit erprobt und weiterentwickelt.
Klimaschwankungen: Dürren und unvorhersehbare Niederschlagsmuster beeinträchtigen das Nahrungs- und Wasserangebot. Es wird erwartet, dass der Klimawandel diesen Druck verstärkt, insbesondere in den halbtrockenen Ökosystemen Ostafrikas, in denen Rothschild-Giraffen auf schmale Lebensraumkorridore angewiesen sind.
Mensch-Wildtier-Konflikte: Giraffen beschädigen gelegentlich Nutzpflanzen und konkurrieren mit Vieh um Weide- und Buschland. Dies kann die örtliche Toleranz gegenüber Wilderei fördern und die Unterstützung der Bevölkerung für den Naturschutz schwächen.
Was die Naturschutzmaßnahmen bewirken
Bestandserholung durch Umsiedlungen: Das Programm für Südliche Giraffen in Eswatini zeigt, dass strategische Umsiedlungen aus genetisch gesunden Quellpopulationen ausgestorbene oder lokal verschwundene Populationen wiederaufbauen können. Die heute über 400 Tiere in Eswatini stammen von lediglich zwei Gründertieren ab – ein anschauliches Beispiel für die Wirkung intensiven Managements und sicherer Schutzgebiete.
Verbesserung des Status der Rothschild-Giraffe: Die IUCN-Bewertung von 2025, durch die Rothschild-Giraffen von „gefährdet“ auf „potenziell gefährdet“ herabgestuft wurden, spiegelt die kontinuierlichen Naturschutzbemühungen in Uganda und Kenia wider. Zu den wichtigsten Faktoren zählen:
- Ausweitung und besserer Schutz wichtiger Lebensräume (z. B. Murchison Falls National Park in Uganda)
- Patrouillen gegen Wilderei und eine bessere Durchsetzung des Wildtierschutzrechts
- Aufklärung der Bevölkerung und Unterstützung beim Lebensunterhalt, um Anreize für Wilderei zu verringern
- Umsiedlung von Giraffen zwischen Schutzgebieten zur Erhöhung der genetischen Vielfalt
Verbesserte tiermedizinische Versorgung: Die Arbeit von Save Giraffes Now an Protokollen für Schlingenverletzungen ist eine wichtige Innovation in der praktischen Naturschutzmedizin. Diese Fortschritte werden in Schutzprogrammen in Ost- und Südafrika weitergegeben und verbessern die Überlebenschancen verletzter Giraffen.
Institutionelle Partnerschaften: Die Zusammenarbeit zwischen GCF, Big Game Parks, nationalen Regierungen und lokalen Gemeinschaften in Eswatini schafft ein Modell für langfristigen Naturschutz auf Landschaftsebene. Solche Partnerschaften erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Schutzmaßnahmen über politische und wirtschaftliche Zyklen hinweg erfolgreich bleiben.
Tourismus und Unterstützung durch lokale Gemeinschaften
Wildtiertourismus ist ein entscheidender Finanzierungsmechanismus für den Giraffenschutz in Eswatini und im gesamten südlichen Afrika. Besucher des Hlane Royal National Park und anderer Schutzgebiete leisten einen direkten Beitrag zu Rangergehältern, Maßnahmen gegen Wilderei und zur Pflege des Lebensraums. Safari-Veranstalter und Unterkunftsanbieter in privaten Schutzgebieten finanzieren den Naturschutz durch Pachtzahlungen und Naturschutzabgaben.
Verantwortungsvoller Tourismus schafft zudem wirtschaftliche Vorteile für lokale Gemeinschaften und stärkt dadurch die Unterstützung für den Schutz der Tierwelt. Wenn der Giraffenschutz direkt Schulen, Gesundheitsversorgung und Projekte zur Sicherung des Lebensunterhalts in den umliegenden Gemeinden finanziert, geht der Druck durch Wilderei meist zurück und die langfristigen Naturschutzergebnisse verbessern sich.
Reisende, die über naturschutzorientierte Veranstalter auf SafariFind eine Wildtiersafari buchen, können prüfen, ob ihre Ausgaben verifizierte Schutzprogramme, Forschung und die Entwicklung lokaler Gemeinschaften unterstützen. Das Vorkommen von Giraffen – Rothschild-Giraffen in Ostafrika ebenso wie Südliche Giraffen in Eswatini – hängt davon ab, dass dieser wirtschaftliche Anreiz zum Schutz erhalten bleibt.
Herausforderungen und Rückschläge
Rothschild-Giraffen bleiben gefährdet: Trotz der Herabstufung ist die Population von etwa 2.098 Tieren, darunter weniger als 1.468 ausgewachsene Exemplare, weiterhin durch Lebensraumverlust und den Klimawandel bedroht. Das enge Verbreitungsgebiet der Art bedeutet, dass bereits eine schwere Dürre oder ein Krankheitsausbruch einen schnellen Rückgang auslösen könnte.
Finanzierungslücken: Der Giraffenschutz erhält weniger internationale Fördermittel und Forschungsaufmerksamkeit als größere, charismatische Großtiere wie Elefanten und Nashörner – obwohl die Bestände stärker zurückgegangen sind. Diese Ungleichheit bei der Finanzierung schränkt Forschung, Rangerausbildung und Programme zur Einbindung lokaler Gemeinschaften ein.
Unsicherheiten durch den Klimawandel: Prognosen zeigen, dass der Klimawandel die Verschlechterung der Lebensräume und den Wassermangel in den Giraffengebieten verstärken wird. Dadurch könnten die erzielten Fortschritte durch die Ausweitung von Schutzgebieten und Umsiedlungen möglicherweise wieder zunichtegemacht werden.
Der umfassendere Naturschutzkontext in Eswatini: Die staatlichen Schutzgebiete Eswatinis umfassen nur etwa 5 % der Landesfläche. Private Schutzgebiete und weitere wirksame Naturschutzmaßnahmen (OECMs), die im Rahmen des Projekts Strengthening the National Protected Areas System (SNPAS) zertifiziert wurden, haben zwar die Naturschutzfläche vergrößert, doch die Fragmentierung der Landschaft bleibt ein begrenzender Faktor für Großsäugerpopulationen.
Prioritäten bei Forschung und Monitoring
Die Partnerschaft der Giraffe Conservation Foundation mit Big Game Parks in Eswatini konzentriert sich darauf, den Status, die genetische Vielfalt und die langfristige Überlebensfähigkeit der Population Südlicher Giraffen besser zu verstehen. Dazu gehören Bestandserfassungen, genetische Probenahmen und Lebensraumanalysen als Grundlage für Managemententscheidungen.
Bei Rothschild-Giraffen konzentriert sich die laufende Forschung auf:
- das genetische Management fragmentierter Populationen zur Erhaltung der Vielfalt
- die Identifizierung und den Schutz von Lebensraumkorridoren, um sichere Wanderungen zwischen Schutzgebieten zu ermöglichen
- die Bewertung der Klimaanfälligkeit, um künftige Veränderungen des Verbreitungsgebiets und der Wasserverfügbarkeit zu modellieren
- die Einstellungen lokaler Gemeinschaften und die Dynamik der Wilderei zur Verbesserung von Strategien gegen Wilderei
Institutionen wie die University of Western University haben ihre Forschungskapazitäten im Bereich Giraffen ausgebaut. Forschende führen neben anderen Wildtierstudien Feldarbeiten zu Giraffenpopulationen in Eswatini und Südafrika durch.
Wie Reisende den Giraffenschutz verantwortungsvoll unterstützen können
Bei naturschutzakkreditierten Veranstaltern buchen: Wählen Sie Safari-Veranstalter, die von Naturschutzorganisationen wie GCF oder Save Giraffes Now zertifiziert oder empfohlen werden. Vergewissern Sie sich, dass ein Teil Ihrer Safarigebühr direkt Maßnahmen gegen Wilderei, den Schutz von Lebensräumen oder Gemeinschaftsprogramme finanziert.
Schutzgebiete und Conservancies besuchen: Der Hlane Royal National Park und private Schutzgebiete in Eswatini sind auf Eintrittsgelder und Einnahmen aus Unterkünften angewiesen. Mit Ihrem Besuch finanzieren Sie Rangereinsätze, die Instandhaltung der Infrastruktur und das Monitoring der Tierwelt.
Informieren und Wissen teilen: Der Giraffenschutz ist auf öffentliche Aufmerksamkeit angewiesen. Machen Sie sich mit dem Unterschied zwischen Giraffenarten und -unterarten vertraut – Rothschild-Giraffen in Ostafrika und Südliche Giraffen in Eswatini – und teilen Sie dieses Wissen, um eine informierte Unterstützung des Naturschutzes aufzubauen.
Giraffenschutzorganisationen unterstützen: Organisationen wie die Giraffe Conservation Foundation und Save Giraffes Now nehmen Spenden, Mitgliedsbeiträge und Patenschaften an. Selbst kleine Beiträge finanzieren Forschung, tiermedizinische Versorgung und Bildungsarbeit in den Gemeinschaften.
Den Konsum von Wildtierprodukten reduzieren: Kaufen Sie keine Produkte aus Giraffenteilen wie Knochen, Häuten oder traditionellen Heilmitteln. Die Nachfrage nach diesen Produkten verstärkt den Druck durch Wilderei, insbesondere in Ostafrika, wo Rothschild-Giraffen konzentriert vorkommen.
Für den Schutz von Lebensräumen eintreten: Unterstützen Sie Maßnahmen zur Ausweitung von Schutzgebieten, zur Stärkung der Bekämpfung von Wilderei und zur Einbindung der Klimaanpassung in die Naturschutzplanung. Die Erholung der Giraffenbestände erfordert ein Engagement auf Landschaftsebene, das über die Grenzen der Schutzgebiete hinausgeht.
Ausblick: 2026 und darüber hinaus
Die taxonomische Neubewertung der Giraffen durch die IUCN im Jahr 2025 und ihre Einteilung in vier Arten markieren einen Wendepunkt für Naturschutzforschung und -politik. Rothschild-Giraffen, die nun offiziell als eigenständige Art anerkannt und auf „potenziell gefährdet“ herabgestuft wurden, stellen einen echten Erfolg des Naturschutzes dar – bleiben jedoch gefährdet und auf kontinuierliche Maßnahmen angewiesen.
In Eswatini wird das Programm für Südliche Giraffen unter der Leitung von GCF und Big Game Parks weiter ausgebaut. Bestandsziele, Lebensraumanalysen und Pläne für das genetische Management werden die nächste Phase der Erholung bestimmen. Ziel ist eine nachhaltige, sich selbst reproduzierende Population in mehreren staatlichen und privaten Schutzgebieten.
Der Giraffenschutz in Afrika steht 2026 für die zunehmende Erkenntnis, dass die Erholung von Großtierbeständen eine Zusammenarbeit vieler Bereiche erfordert: Schutzgebiete, private Reservate, konsequente Maßnahmen gegen Wilderei, die Einbindung lokaler Gemeinschaften, Klimaanpassung und nachhaltiger Tourismus. Die Populationen der Rothschild-Giraffe und der Südlichen Giraffe in Eswatini liegen zwar geografisch weit auseinander, veranschaulichen aber beide diesen integrierten Ansatz und geben Anlass zur Hoffnung, dass der Rückgang der Giraffen gestoppt und umgekehrt werden kann.
Zuletzt im August 2026 geprüft. Naturschutzdaten ändern sich – die neuesten Zahlen finden Sie in den zitierten Quellen.
Häufig gestellte Fragen
Warum gibt es in Eswatini keine Rothschild-Giraffen?
Rothschild-Giraffen kommen in Ostafrika ausschließlich in Uganda und Kenia vor und haben Eswatini nie auf natürliche Weise besiedelt. Das Giraffenschutzprogramm in Eswatini konzentriert sich auf die Art der Südlichen Giraffe, die ab 1965 erfolgreich wieder angesiedelt wurde. Rothschild-Giraffen sind eine eigenständige Art mit besonderen Lebensraumansprüchen und einer eigenen Verbreitung.
Welche Giraffenarten leben in Eswatini?
In Eswatini leben Südliche Giraffen (Giraffa giraffa), nicht Rothschild-Giraffen. Heute gibt es über 400 Südliche Giraffen in 11 verschiedenen Schutzgebieten des Landes, darunter im Hlane Royal National Park und im Mlilwane Wildlife Sanctuary. Diese Population wurde ab 1965 aus Südafrika wiederangesiedelt und ist seitdem stetig gewachsen.
Wie viele Rothschild-Giraffen leben noch in freier Wildbahn?
2026 lebten schätzungsweise noch 2.098 Rothschild-Giraffen in freier Wildbahn, darunter weniger als 1.468 ausgewachsene Tiere. Dies stellt eine Erholung gegenüber dem Status „gefährdet“ dar; 2025 wurden sie von „gefährdet“ auf „potenziell gefährdet“ herabgestuft. Dennoch bleibt die Population durch die Fragmentierung der Lebensräume und den Druck durch Wilderei in Uganda und Kenia gefährdet.
Was ist die Giraffe Conservation Foundation und was tut sie in Eswatini?
Die Giraffe Conservation Foundation (GCF) ist die weltweit einzige NGO, die sich ausschließlich dem Giraffenschutz widmet. In Eswatini arbeitet die GCF mit Big Game Parks und anderen lokalen Partnern zusammen, um den Status der Population Südlicher Giraffen zu erfassen, Naturschutzpartnerschaften aufzubauen und künftige Giraffenschutzprojekte in den staatlichen und privaten Schutzgebieten des Landes zu unterstützen.
Wie kehrten die Südlichen Giraffen nach ihrem Aussterben nach Eswatini zurück?
Die Südlichen Giraffen waren während eines Rinderpestausbruchs im Jahr 1896 in Eswatini ausgestorben. 1965 wurden zwei Tiere aus dem südafrikanischen Lowveld in das Mlilwane Wildlife Sanctuary gebracht. Aus dieser Gründerpopulation wurden Giraffen später in den Hlane Royal National Park und weitere Schutzgebiete umgesiedelt. So entstand bis 2026 ein Bestand von über 400 Tieren an 11 Standorten.
Was sind die größten Gefahren für Rothschild-Giraffen?
Zu den wichtigsten Gefahren gehören der Verlust und die Fragmentierung von Lebensräumen durch die Ausweitung der Landwirtschaft und das Bevölkerungswachstum, Wilderei und Verletzungen durch Schlingen, klimatische Schwankungen mit Auswirkungen auf Nahrung und Wasser sowie Mensch-Wildtier-Konflikte. Das begrenzte Verbreitungsgebiet der Rothschild-Giraffe in Uganda und Kenia macht die Population besonders anfällig für regionale Störungen.
Kann ich Rothschild-Giraffen auf einer Safari in Eswatini sehen?
Nein, Rothschild-Giraffen kommen in Eswatini nicht vor. Besucher können jedoch Südliche Giraffen auf Safaris im Hlane Royal National Park und in anderen Schutzgebieten Eswatinis beobachten. Wer Rothschild-Giraffen sehen möchte, muss nach Ostafrika reisen, insbesondere nach Uganda oder Kenia, wo die Art unter anderem in Schutzgebieten wie dem Murchison Falls National Park vorkommt.
Warum wurden Giraffen 2025 in vier Arten aufgeteilt?
Im August 2025 erkannte die IUCN offiziell vier Giraffenarten an, statt wie zuvor eine Art mit mehreren Unterarten. Diese Neubewertung beruht auf neuen genetischen und evolutionären Erkenntnissen und ermöglicht differenziertere, artspezifische Schutzstrategien, die die besonderen Gefahren und Lebensraumansprüche in den verschiedenen Regionen Afrikas berücksichtigen.
Welche Organisationen führen den Giraffenschutz in Ostafrika an?
Zu den wichtigsten Organisationen gehören die Giraffe Conservation Foundation (GCF), die regionale Maßnahmen koordiniert, Save Giraffes Now, die zweitgrößte auf Giraffen spezialisierte NGO der Welt, sowie der African Fund for Endangered Wildlife (AFEW Kenya), der das Giraffe Centre in Nairobi betreibt. Diese Organisationen arbeiten mit den nationalen Wildtierbehörden in Uganda, Kenia und anderen Ländern zusammen, um Rothschild-Giraffen und weitere Giraffenarten zu schützen.
Wie können Touristen den Giraffenschutz in Eswatini unterstützen?
Reisende können den Giraffenschutz unterstützen, indem sie Safaris bei naturschutzakkreditierten Veranstaltern buchen, Schutzgebiete wie den Hlane Royal National Park besuchen, dessen Eintrittsgelder Maßnahmen gegen Wilderei und die Lebensraumpflege finanzieren, sich über Giraffenarten informieren und dieses Wissen weitergeben, an GCF oder Save Giraffes Now spenden und auf Wildtierprodukte verzichten. Einnahmen aus dem Tourismus sind entscheidend für die Finanzierung von Rangereinsätzen und Naturschutzprogrammen lokaler Gemeinschaften.
V2Ui.sources
- Rothschild Giraffe Conservation South Africa 2026 — SafariFind
- Southern Giraffe Conservation in Eswatini — Giraffe Conservation Foundation
- Four Giraffe Species Officially Recognised in Major Conservation Reclassification — IUCN
- Saving the Rothschild Giraffe in Kenya — InfoNile
- Giraffe — Wikipedia
- Save Giraffes Now — Official Website
- Visiting the Giraffe Manor—Saving Daisy Rothschild — Artists for Conservation
- Endangered and Threatened Wildlife and Plants; Listing the Giraffe — U.S. Federal Register(official)
- Eswatini — Wikipedia
- Junior Giraffe Club Events — Official Website
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