Kurzantwort: Impfbestimmungen für Schweizer Reisende nach Botswana
Erforderlich: Eine Gelbfieberbescheinigung ist nur erforderlich, wenn Sie sich innerhalb der letzten 10 Tage vor der Einreise in einem Gelbfieber-Endemiegebiet aufgehalten haben oder ein solches Gebiet im Transit durchqueren (einschliesslich langer Flughafentransits mit Passieren einer Einreisekontrolle).
Dringend empfohlen: Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus sowie Malariaprophylaxe (abhängig von den besuchten Regionen und der Jahreszeit).
Routine-Auffrischungen: Masern-Mumps-Röteln (MMR), Polio, Tetanus-Diphtherie sowie alle weiteren Impfungen, die gemäss Schweizer Impfplan fällig sind.
Wenn Sie ohne Zwischenstopps in Endemiegebieten direkt aus der Schweiz einreisen, ist keine Gelbfieberimpfung erforderlich. Viele reisemedizinische Beratungsstellen empfehlen sie jedoch vorsorglich angesichts der Tierwelt Botswanas und der Nähe zu Risikogebieten.
Gelbfieberbescheinigung: Einreisebestimmungen und Transitvorschriften
Botswana verlangt von allen Reisenden ab einem Alter von 1 Jahr, die aus Ländern mit Gelbfieberübertragungsrisiko einreisen oder durch solche Länder gereist sind, einen Nachweis über eine Gelbfieberimpfung. Diese Regel gilt auch für Flughafentransits von mehr als 12 Stunden, bei denen Sie eine Einreisekontrolle passieren.
Da die Schweiz kein Gelbfieber-Endemiegebiet ist, benötigen Schweizer Staatsangehörige bei direkter Einreise aus der Schweiz keine Gelbfieberbescheinigung für die Einreise nach Botswana. Wenn Ihre Reise jedoch einen Zwischenstopp oder Anschluss in einem Endemiegebiet umfasst – etwa Angola, Benin, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Kongo, Demokratische Republik Kongo, Côte d'Ivoire, Äquatorialguinea, Gabun, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kenia, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Togo oder Uganda –, benötigen Sie einen Impfnachweis.
Wichtig: Die Gelbfieberbescheinigung ist seit dem 11. Juli 2016 lebenslang gültig; Auffrischungsimpfungen sind in den meisten Ländern nicht mehr erforderlich oder anerkannt. Wenn Sie Ihre Gelbfieberimpfung vor 2016 erhalten haben, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob eine erneute Impfung für die Einreise ratsam ist, da einige Grenzbeamte ältere Bescheinigungen während der Übergangsphase möglicherweise nicht anerkennen.
Wenn der Gelbfieberimpfstoff aus medizinischen Gründen kontraindiziert ist, kann Ihr Arzt eine Impfbefreiung ausstellen. Beachten Sie jedoch, dass Grenzbehörden solche Befreiungen möglicherweise nicht anerkennen. Besprechen Sie dieses Risiko daher vor der Reise mit Ihrem Arzt.
Empfohlene Impfungen für Schweizer Reisende
Auch wenn eine Gelbfieberimpfung nicht vorgeschrieben ist, werden vor einer Reise nach Botswana die folgenden Impfungen dringend empfohlen:
| Impfstoff | Empfehlung | Zeitpunkt | Hinweise |
|---|
| Hepatitis A | Für die meisten Reisenden dringend empfohlen | Mindestens 4 Wochen vor der Abreise (2 Dosen im Abstand von 6–12 Monaten) | Das Risiko ist für alle Reisenden hoch, insbesondere bei Besuchen kleinerer Städte oder ländlicher Gebiete. |
| Typhus | Für die meisten Reisenden dringend empfohlen | Mindestens 2–4 Wochen vor der Abreise | Besonders wichtig bei Aufenthalten bei Freunden oder Verwandten sowie bei Besuchen ländlicher Gebiete. |
| Tetanus-Diphtherie-Polio (TPD) | Routine-Auffrischung empfohlen | Auffrischungsstatus mit Ihrem Arzt klären | Stellen Sie sicher, dass Ihr Schweizer Impfplan aktuell ist. |
| Hepatitis B | Für einige Reisende empfohlen | 3 Dosen über 6 Monate (oder beschleunigtes Impfschema möglich) | Erwägen Sie die Impfung, wenn ein Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten möglich ist oder Sie länger als 6 Monate bleiben. |
| Tollwut | Für bestimmte Aktivitäten erwägen | Mindestens 2–4 Wochen vor der Abreise | Empfohlen für Langzeitreisende, Personen mit geplanten Freizeitaktivitäten (z. B. Tierfotografie) oder beruflichem Kontakt zu Tieren. |
| COVID-19 | Empfohlen | Aktuelle Vorgaben der Schweiz und Botswanas beachten | Prüfen Sie vor der Abreise die aktuellen Einreisebestimmungen, da sich die Vorgaben ändern können. |
Vereinbaren Sie mindestens 6–8 Wochen vor Ihrer Abreise einen Termin in einer reisemedizinischen Beratungsstelle. Schweizer Impf- und Reiseberatungsstellen (etwa solche, die kantonalen Gesundheitsämtern oder privaten Spezialisten für Reisemedizin angeschlossen sind) können auf Grundlage Ihrer Reiseroute, bisherigen Impfungen und gesundheitlichen Situation individuelle Empfehlungen geben.
Malaria: Risikogebiete, Prophylaxe und Vorbeugung
Malaria kommt in Teilen Botswanas endemisch vor, das Risiko unterscheidet sich jedoch je nach Region und Jahreszeit erheblich. Es gibt keinen Malariaimpfstoff, aber Malariamedikamente können bei korrekter Einnahme eine Infektion verhindern.
Malariarisikogebiete und Jahreszeiten
Ein überwiegend durch Plasmodium falciparum verursachtes Malariarisiko besteht von November bis Mai/Juni in den nördlichen Teilen Botswanas: in den Distrikten Bobirwa, Boteti, Chobe, Ngamiland, Okavango und Tutume.
Gaborone (die Hauptstadt) ist malariafrei und erfordert keine Malariaprophylaxe.
Wenn Sie während der Hochrisikosaison das Chobe Game Reserve, das Okavango-Delta oder andere nördliche Regionen besuchen, wird eine Malariaprophylaxe dringend empfohlen. Auch in der Trockenzeit (Juni–Oktober) sollten Sie sich in allen Regionen vor Mückenstichen schützen.
Möglichkeiten der Malariaprophylaxe
Sprechen Sie 6 Wochen vor der Reise mit Ihrem Arzt, um anhand Ihrer individuellen Reiseroute das passende Prophylaxeschema festzulegen. Für Botswana werden folgende Optionen empfohlen:
- Atovaquon-Proguanil (Malarone®)
- Doxycyclin
- Mefloquin
Die Prophylaxe muss vor der Einreise begonnen, während des Aufenthalts täglich (oder je nach Medikament wöchentlich) eingenommen und nach der Abreise aus dem Malariarisikogebiet 4 Wochen lang fortgeführt werden. Nicht jedes Schema ist für alle Reisenden geeignet. Ihr Arzt berücksichtigt Ihre Krankengeschichte, Allergien und die konkreten Regionen, die Sie besuchen möchten.
Schutz vor Mückenstichen
Unabhängig von der Einnahme eines Malariamedikaments ist der Schutz vor Mückenstichen unerlässlich:
- Verwenden Sie auf unbedeckter Haut und Kleidung ein Insektenschutzmittel mit DEET (20–30 %), Icaridin oder IR3535.
- Tragen Sie langärmlige Oberteile und lange Hosen, besonders in der Morgen- und Abenddämmerung, wenn Mücken am aktivsten sind.
- Schlafen Sie unter einem mit Insektizid behandelten Moskitonetz, insbesondere in ländlichen Gebieten.
- Vermeiden Sie Aktivitäten im Freien zu den Hauptzeiten der Mückenaktivität (von der Abend- bis zur Morgendämmerung).
Weitere Gesundheitsrisiken und Vorbeugung
Durch Zecken übertragene Krankheiten
Wenn Sie campen oder im Busch wandern möchten, sollten Sie sich vor Zeckenstichen schützen, da diese Afrikanisches Zeckenbissfieber und andere gefährliche Krankheiten übertragen können:
- Tragen Sie helle Kleidung, die den Körper gut bedeckt.
- Kontrollieren Sie Ihren Körper und Ihre Gliedmassen nach Wanderungen im Busch.
- Entfernen Sie Zecken umgehend mit einer Pinzette (nah an der Haut fassen und gleichmässig herausziehen).
- Vermeiden Sie es, Zecken zu zerquetschen, da dadurch Infektionen übertragen werden können.
Anthrax
In Botswana kommt es gelegentlich zu Anthrax-Ausbrüchen unter Wildtieren. Berühren Sie keine toten Tiere oder Tierkadaver. Wenn Sie vermuten, mit Anthrax in Kontakt gekommen zu sein, suchen Sie umgehend ärztlichen Rat.
Bilharziose
Der Bilharziose-Parasit dringt beim Kontakt mit Süsswasser durch die Haut in den menschlichen Körper ein. Vermeiden Sie zum Schutz vor einer Infektion das Schwimmen oder Waten in Seen und Bächen in Botswana.
Reisedurchfall und Lebensmittel- bzw. Wasserhygiene
Reisedurchfall kommt in Botswana häufig vor. Achten Sie sorgfältig auf Lebensmittel- und Wasserhygiene:
- Trinken Sie nur Wasser aus Flaschen sowie abgekochtes oder chloriertes Wasser.
- Vermeiden Sie rohe oder nicht vollständig gegarte Lebensmittel.
- Schälen Sie Obst und Gemüse selbst.
- Essen Sie nur heisse, frisch zubereitete Speisen.
Gesundheitsdokumente und Reiseversicherung
Impfbescheinigung (ICVP)
Wenn Sie eine Gelbfieberimpfung erhalten, lassen Sie sich von einer zugelassenen Gelbfieberimpfstelle ein International Certificate of Vaccination or Prophylaxis (ICVP) ausstellen. In der Schweiz werden Gelbfieberimpfungen nur an ausgewiesenen Reiseimpfstellen und von kantonalen Gesundheitsbehörden durchgeführt. Bewahren Sie Ihre ICVP während der Reise zusammen mit Ihrem Reisepass auf.
Reiseversicherung (dringend empfohlen)
Eine Reiseversicherung ist für die Einreise nach Botswana nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird jedoch dringend empfohlen. Die medizinische Versorgung ist in grösseren Städten Botswanas gut, in ländlichen Gebieten jedoch eingeschränkt. Private Krankenhäuser behandeln Sie nicht ohne Zahlungsnachweis, und die Kosten können hoch sein.
Stellen Sie sicher, dass Ihre Versicherung Folgendes abdeckt:
- Medizinische Evakuierung nach Südafrika oder in die Schweiz (bei schweren Notfällen in abgelegenen Gebieten unerlässlich)
- Notfallbehandlung und stationäre Aufnahme
- Rückführung im Falle einer schweren Erkrankung oder des Todes
- Stornierung und Abbruch der Reise
Notrufnummer in Botswana: 997 (bitten Sie um einen Krankenwagen).
Medikamente: Was Sie einpacken müssen und Vorschriften
Verschreibungspflichtige Medikamente
Nehmen Sie ausreichend verschreibungspflichtige Medikamente für die gesamte Reise sowie einen zusätzlichen Vorrat mit. In den öffentlichen Gesundheitseinrichtungen Botswanas herrscht weitverbreiteter Medikamentenmangel. Packen Sie Medikamente in ihren Originalbehältern mit Etikett und deutlich sichtbarem Namen ein.
Rezeptfreie Medikamente
Der rechtliche Status und die Vorschriften für einige in der Schweiz verschriebene oder gekaufte Medikamente können in Botswana anders sein. Gängige rezeptfreie Medikamente (Paracetamol, Ibuprofen, Antihistaminika, Antazida) sind in Apotheken in Gaborone und anderen grösseren Städten im Allgemeinen erhältlich, in ländlichen Gebieten ist die Verfügbarkeit jedoch nicht garantiert. Erwägen Sie die Mitnahme von:
- Medikamenten gegen Durchfall (z. B. Loperamid)
- Antihistaminika gegen Allergien und Insektenstiche
- Paracetamol oder Ibuprofen gegen Schmerzen und Fieber
- Medikamenten gegen Übelkeit
- Persönlich benötigten Medikamenten (z. B. gegen Höhenkrankheit, wenn Aktivitäten in grosser Höhe geplant sind)
Malariaprophylaxe und Postexpositionsprophylaxe (PEP)
Wenn eine Malariaprophylaxe empfohlen wird, lösen Sie das Rezept noch vor der Abreise in der Schweiz ein. Wenn Sie Aktivitäten mit möglichem Tollwutkontakt planen (Tierfotografie, Camping in abgelegenen Gebieten), besprechen Sie die Postexpositionsprophylaxe (PEP) mit Ihrem Arzt und erwägen Sie, ein Rezept oder Informationen zum Zugang zu einer PEP in Botswana mitzunehmen.
Gesundheitseinrichtungen und Notfalldienste in Botswana
Qualität und Verfügbarkeit
Die Gesundheitsversorgung in Botswana ist in grösseren Städten (Gaborone, Francistown, Maun) im Allgemeinen gut, in ländlichen Gebieten sind medizinische Einrichtungen und Kommunikationsmöglichkeiten jedoch eingeschränkt. Die private Gesundheitsversorgung ist vom Mangel weitgehend nicht betroffen; in öffentlichen Einrichtungen herrschte 2025 ein weitverbreiteter Mangel an Medikamenten und Versorgungsgütern.
- Gaborone: Das Princess Marina Hospital (öffentlich) sowie mehrere private Kliniken und Krankenhäuser bieten eine gute medizinische Versorgung.
- Ländliche und abgelegene Gebiete: Es gibt nur einfache Kliniken; schwere medizinische Fälle müssen möglicherweise nach Südafrika oder in die Schweiz evakuiert werden.
Kosten und Zahlung
Private Krankenhäuser behandeln Sie nicht ohne Zahlungsnachweis, und die Kosten können hoch sein. Öffentliche Krankenhäuser nehmen Sie nur dann als Notfallpatienten auf, wenn Sie vollständig versichert sind. Für ambulante Behandlungen müssen Sie im Voraus bezahlen. Stellen Sie sicher, dass Sie über eine ausreichende Auslandskrankenversicherung und verfügbare finanzielle Mittel verfügen, um die Kosten für medizinische Behandlungen im Ausland und eine Rückführung zu decken.
Notfallkontakt
Notrufnummer: 997 (fordern Sie einen Krankenwagen an). Kontaktieren Sie unverzüglich Ihre Versicherung, wenn Sie zur Behandlung an eine medizinische Einrichtung überwiesen werden.
Verschreibungspflichtige Medikamente in Botswana
Apotheken in grösseren Städten führen gängige Medikamente, die Verfügbarkeit ist jedoch unvorhersehbar. Bringen Sie alle verschreibungspflichtigen Medikamente aus der Schweiz mit; verlassen Sie sich nicht darauf, sie in Botswana zu erhalten.
Checkliste vor der Abreise für Schweizer Reisende
- Vereinbaren Sie 6–8 Wochen vor der Abreise (mindestens 4 Wochen vorher) einen Termin in einer reisemedizinischen Beratungsstelle.
- Überprüfen Sie, ob Ihre Routineimpfungen (MMR, Polio, Tetanus-Diphtherie) gemäss dem Schweizer Impfplan aktuell sind.
- Lassen Sie die empfohlenen Impfungen durchführen (Hepatitis A, Typhus; Gelbfieber bei Transit durch Endemiegebiete).
- Besorgen Sie sich eine Malariaprophylaxe, wenn Sie von November bis Mai/Juni nördliche Regionen besuchen.
- Holen Sie Ihre ICVP (Gelbfieberbescheinigung) ab, falls Sie geimpft wurden.
- Schliessen Sie eine umfassende Reiseversicherung mit Deckung für medizinische Evakuierungen ab.
- Packen Sie alle verschreibungspflichtigen Medikamente in ihren Originalbehältern mit Etikett ein.
- Packen Sie rezeptfreie Medikamente ein (gegen Durchfall, Allergien, Schmerzen und Übelkeit).
- Nehmen Sie eine Kopie Ihrer Reiseversicherungsunterlagen und der Notfallnummern mit.
- Prüfen Sie die Visabestimmungen für Schweizer Staatsangehörige und stellen Sie sicher, dass Ihr Reisepass über das Abreisedatum hinaus noch 6 Monate gültig ist und 3 leere Seiten enthält.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über persönliche gesundheitliche Beschwerden oder Medikamente, die durch eine Reise nach Botswana beeinflusst werden könnten.
Zuletzt geprüft im Juli 2026 – bestätigen Sie die Angaben vor der Reise immer anhand offizieller Quellen. Diese Informationen stellen keine medizinische oder rechtliche Beratung dar. Wenden Sie sich für eine individuelle Gesundheitsberatung an Ihren Arzt und eine reisemedizinische Beratungsstelle.
Häufig gestellte Fragen
Siehe den FAQ-Abschnitt unten.
Häufig gestellte Fragen
Benötigen Schweizer Staatsangehörige für die Einreise nach Botswana eine Gelbfieberimpfung?
Nur wenn Sie innerhalb der letzten 10 Tage aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen oder ein solches Gebiet im Transit durchquert haben oder bei einem Aufenthalt von mehr als 12 Stunden während eines Transits in einem Endemiegebiet eine Einreisekontrolle passieren. Bei direkter Einreise aus der Schweiz ist keine Gelbfieberbescheinigung erforderlich. Viele reisemedizinische Beratungsstellen empfehlen sie angesichts der Tierwelt Botswanas und der Nähe zu Risikogebieten jedoch vorsorglich.
Welche Impfungen werden Schweizer Reisenden nach Botswana empfohlen?
Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus sowie Routine-Auffrischungen (Tetanus-Diphtherie-Polio, MMR) werden dringend empfohlen. Hepatitis B und Tollwut werden abhängig von Aktivitäten und Aufenthaltsdauer für einige Reisende empfohlen. Wenden Sie sich 6–8 Wochen vor der Abreise an eine reisemedizinische Beratungsstelle, um eine individuelle Beratung zu erhalten.
Besteht in Botswana Malariarisiko und brauche ich ein Malariamedikament?
Ja, in den nördlichen Regionen (Chobe, Okavango, Bobirwa, Boteti, Ngamiland, Tutume) besteht von November bis Mai/Juni Malariarisiko. Gaborone ist malariafrei. Wenn Sie während der Übertragungssaison Risikogebiete besuchen, wird eine Malariaprophylaxe dringend empfohlen. Sprechen Sie 6 Wochen vor der Reise mit Ihrem Arzt, um die beste Option auszuwählen (Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin oder Mefloquin).
Wie lange ist eine Gelbfieberbescheinigung gültig?
Seit dem 11. Juli 2016 ist die Gelbfieberbescheinigung lebenslang gültig; Auffrischungsimpfungen sind nicht mehr erforderlich. Wenn Sie die Impfung jedoch vor 2016 erhalten haben, sollten Sie mit Ihrem Arzt über eine erneute Impfung sprechen, da einige Grenzbeamte ältere Bescheinigungen während der Übergangsphase möglicherweise nicht anerkennen.
Kann ich in Botswana verschreibungspflichtige Medikamente kaufen, wenn meine Vorräte aufgebraucht sind?
Apotheken in Gaborone und grösseren Städten führen einige Medikamente, die Verfügbarkeit ist jedoch unvorhersehbar und Medikamentenmangel weitverbreitet. Bringen Sie alle verschreibungspflichtigen Medikamente aus der Schweiz in ihren Originalbehältern mit Etikett mit; verlassen Sie sich nicht darauf, sie in Botswana zu erhalten.
Ist eine Reiseversicherung für die Einreise nach Botswana vorgeschrieben?
Nein, eine Reiseversicherung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen. In ländlichen Gebieten ist die medizinische Versorgung eingeschränkt, private Krankenhäuser verlangen eine Vorauszahlung und schwere Fälle müssen möglicherweise nach Südafrika oder in die Schweiz evakuiert werden. Stellen Sie sicher, dass Ihre Versicherung medizinische Evakuierungen, Notfallbehandlungen und Rückführungen abdeckt.
Wie lautet die Notrufnummer in Botswana?
Die Notrufnummer lautet 997; bitten Sie um einen Krankenwagen. Kontaktieren Sie unverzüglich Ihre Versicherung, wenn Sie zur Behandlung an eine medizinische Einrichtung überwiesen werden.
Bestehen in Botswana Gesundheitsrisiken durch Tiere oder Insekten?
Ja. Beim Camping oder Wandern im Busch besteht das Risiko durch Zecken übertragener Krankheiten. Tragen Sie schützende Kleidung und suchen Sie sich nach Aktivitäten im Freien nach Zecken ab. Gelegentliche Anthrax-Ausbrüche betreffen Wildtiere – berühren Sie keine toten Tiere. Bilhar||||schiose-Parasiten können beim Kontakt mit Süsswasser durch die Haut eindringen; vermeiden Sie das Schwimmen in Seen und Bächen. Malariaübertragende Mücken sind während der Regenzeit in den nördlichen Regionen aktiv.
Sollte ich mich vor der Reise nach Botswana gegen Tollwut impfen lassen?
Eine Tollwutimpfung wird Langzeitreisenden und Personen empfohlen, die Freizeitaktivitäten planen (Tierfotografie, Camping in abgelegenen Gebieten) oder beruflich mit Tieren zu tun haben. Wenn Sie von einem Tier gebissen oder gekratzt werden, suchen Sie umgehend medizinische Hilfe. Besprechen Sie die Präexpositionsprophylaxe vor der Abreise mit Ihrem Arzt.
Welche Gesundheitsmassnahmen sollte ich treffen, um Reisedurchfall zu vermeiden?
Trinken Sie nur Wasser aus Flaschen sowie abgekochtes oder chloriertes Wasser; vermeiden Sie rohe oder nicht vollständig gegarte Lebensmittel; schälen Sie Obst und Gemüse selbst; essen Sie nur heisse, frisch zubereitete Speisen. Erwägen Sie, für den Fall einer Erkrankung ein Mittel gegen Durchfall (z. B. Loperamid) mitzunehmen.
Wann sollte ich einen Termin in einer reisemedizinischen Beratungsstelle vereinbaren?
Vereinbaren Sie den Termin mindestens 6–8 Wochen vor der Abreise (mindestens 4 Wochen vorher). So bleibt genügend Zeit, damit Impfungen mit mehreren Dosen (z. B. die Hepatitis-A-Impfserie) ihre Wirkung entfalten und eine Malariaprophylaxe verschrieben und vor der Reise begonnen werden kann.
Werden Routineimpfungen aus der Schweiz in Botswana anerkannt?
Ja, Routineimpfungen gemäss dem Schweizer Impfplan (MMR, Polio, Tetanus-Diphtherie) werden anerkannt. Stellen Sie sicher, dass Ihre Auffrischungsimpfungen aktuell sind, indem Sie vor der Reise Ihren Arzt konsultieren oder Ihren Impfausweis überprüfen.