Kurzantwort: Impfbestimmungen für deutsche Reisende nach Madagaskar
Eine Gelbfieberimpfung ist nur erforderlich, wenn Sie aus einem Land mit Gelbfieberübertragungsrisiko einreisen oder dort länger als 12 Stunden auf der Durchreise waren – nicht allein deshalb, weil Sie Madagaskar besuchen, da das Land selbst keine Gelbfieberzirkulation aufweist. Wenn Sie direkt aus Deutschland oder über Länder ohne Gelbfieberrisiko fliegen, ist eine Gelbfieberbescheinigung keine gesetzliche Einreisevoraussetzung. Die CDC empfiehlt die Impfung aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht für Reisen nach Madagaskar.
Eine Malariaprophylaxe ist jedoch unerlässlich: Malaria tritt in ganz Madagaskar außer in Antananarivo auf, und gegen Chloroquin resistente Parasiten sind weit verbreitet. Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus sowie die Standardimpfungen (Diphtherie, Tetanus, Polio, MMR und Masern) werden den meisten Reisenden ebenfalls dringend empfohlen.
Planen Sie Ihre Impfungen mindestens 8 Wochen vor der Abreise mit einer reisemedizinischen Beratungsstelle, da manche Impfungen mehrere Dosen oder bestimmte Abstände erfordern.
Gelbfieberbescheinigung: Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Wann ist eine Gelbfieberbescheinigung erforderlich?
Die Einreisebestimmungen Madagaskars verlangen einen Nachweis über eine Gelbfieberimpfung (als International Certificate of Vaccination or Prophylaxis, ICVP) nur von Reisenden ab 9 Monaten, die aus einem Land mit Risiko einer Gelbfiebervirusübertragung einreisen oder dort länger als 12 Stunden auf der Durchreise waren. Da Deutschland kein Gelbfieber-Endemiegebiet ist, benötigen deutsche Staatsangehörige bei einem Direktflug aus Deutschland keine Gelbfieberbescheinigung.
Wenn Ihre Reiseroute jedoch einen Aufenthalt von mehr als 12 Stunden in einem Gelbfieber-Endemiegebiet umfasst (beispielsweise in West- oder Zentralafrika), müssen Sie bei der Einreise nach Madagaskar eine gültige Gelbfieberbescheinigung vorlegen – auch wenn Sie den Flughafen während des Transits nicht verlassen.
Gültigkeit und zeitlicher Ablauf der Bescheinigung
Eine Gelbfieberbescheinigung wird 10 Tage nach der Impfung gültig und ist gemäß den Internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO seit dem 11. Juli 2016 lebenslang gültig. Auffrischungsimpfungen werden von keinem Land mehr verlangt. Eine Bescheinigung von einer früheren Reise bleibt daher unbegrenzt gültig.
Falls Sie die Impfung benötigen, sollten zwischen der Impfung und Ihrer Reise nach Madagaskar mindestens 10 Tage liegen, damit der Schutz wirksam werden kann.
Medizinische Ausnahmegenehmigungen und Gegenanzeigen
Wenn eine Gelbfieberimpfung aus medizinischen Gründen kontraindiziert ist (z. B. bei schweren Allergien, Immunsuppression oder Schwangerschaft), kann Ihr Arzt eine medizinische Ausnahmebescheinigung ausstellen. Grenzbehörden akzeptieren solche Bescheinigungen jedoch möglicherweise nicht immer. In Gelbfieberrisikogebieten sollten Sie sich bei fehlender Impfung daher besonders konsequent vor Mückenstichen schützen.
Empfohlene Impfungen für Reisen nach Madagaskar
Die CDC, die WHO und reisemedizinische Behörden empfehlen deutschen Staatsangehörigen, die nach Madagaskar reisen, die folgenden Impfungen. Vereinbaren Sie mindestens 8 Wochen vor der Abreise einen Termin in einer reisemedizinischen Praxis.
| Impfung | Empfehlung | Zeitpunkt und Hinweise |
|---|
| Hepatitis A | Für die meisten Reisenden dringend empfohlen | 2-Dosen-Impfserie (0 und 6–12 Monate). Schützt vor verunreinigten Lebensmitteln und Wasser. |
| Typhus | Dringend empfohlen, insbesondere für ländliche Gebiete oder Aufenthalte bei einheimischen Familien | Einmalige Impfung (2 Jahre Schutz) oder Schluckimpfung (5 Jahre Schutz, Kühlung erforderlich). |
| Polio (IPV) | Eine Auffrischungsimpfung für Erwachsene empfohlen | Madagaskar ist anfällig für Polioausbrüche; stellen Sie sicher, dass Ihr Impfschutz aktuell ist. |
| Tollwut | Empfohlen, insbesondere bei längeren Aufenthalten, Reisen in ländliche Gebiete oder Aktivitäten mit Tierkontakt | Die Präexpositionsprophylaxe umfasst 3 Dosen (0, 7, 21–28 Tage). Besprechen Sie dies abhängig von Ihren Aktivitäten mit Ihrem Arzt. |
| Standard: dTP (Diphtherie, Tetanus, Pertussis) | Impfschutz aktuell halten | Auffrischung alle 10 Jahre. Überprüfen Sie Ihren Status in Ihrem deutschen Impfpass. |
| Standard: MMR (Masern, Mumps, Röteln) | Impfschutz aktuell halten | 2 Dosen erforderlich; überprüfen Sie Ihren Impfpass. |
| Standard: COVID-19 | Aktueller Impfschutz empfohlen | Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Einreisebestimmungen. |
| Hepatitis B | Für die meisten Reisenden empfohlen | 3-Dosen-Impfserie (0, 1, 6 Monate). Erwägen Sie die Impfung, wenn ein Kontakt mit Blut oder sexuelle Kontakte möglich sind. |
| Chikungunya | Für Reisen in ländliche Gebiete oder längere Aufenthalte erwägen | Seit Mitte 2025 ist ein aktiver Chikungunya-Ausbruch in Mahajanga, Toamasina und Antsirabe bestätigt; konsequenter Mückenschutz ist unerlässlich. |
Impfzeitplan für deutsche Reisende
- 8 Wochen vor der Abreise: Vereinbaren Sie einen Termin zur reisemedizinischen Beratung. Einige Impfungen (z. B. Hepatitis A und Typhus) erfordern 2 Dosen im Abstand von mehreren Wochen.
- 4–6 Wochen vorher: Lassen Sie sich die ersten Dosen von Impfungen mit mehreren Dosen verabreichen.
- 2–4 Wochen vorher: Schließen Sie die zweiten Dosen ab und lassen Sie sich Einzeldosis-Impfungen verabreichen (z. B. Typhus oder, falls erforderlich, Gelbfieber).
- 10 Tage vorher: Falls eine Gelbfieberimpfung erforderlich ist, stellen Sie sicher, dass sie mindestens 10 Tage vor der Abreise erfolgt ist.
Malaria: Risikogebiete, Prophylaxe und Vorbeugung
Wer benötigt eine Malariaprophylaxe?
Alle Reisenden nach Madagaskar außer Personen, die sich ausschließlich in Antananarivo (der Hauptstadt) aufhalten, benötigen eine medikamentöse Malariaprophylaxe. Außerhalb der Hauptstadt tritt Malaria ganzjährig in allen Regionen Madagaskars auf und wird durch Anopheles-Mücken übertragen. Die Parasiten sind gegen Chloroquin resistent, weshalb veraltete Medikamente unwirksam sind.
Empfohlene Medikamente gegen Malaria
Ihr Reisemediziner verschreibt abhängig von Ihrer Reiseroute, Krankengeschichte und Aufenthaltsdauer eines der folgenden Medikamente:
- Atovaquon/Proguanil (Malarone): Täglich mit einer Mahlzeit einnehmen. 1–2 Tage vor dem Betreten eines Malariagebiets beginnen, während des Aufenthalts täglich einnehmen und 7 Tage nach Verlassen des Gebiets fortsetzen. Geeignet für kurze Reisen mit häufigen Aktivitäten. Im Allgemeinen gut verträglich.
- Doxycyclin: Täglich auf nüchternen Magen einnehmen (1 Stunde vor oder 2 Stunden nach dem Essen). 1–2 Tage vorher beginnen, während des Aufenthalts fortsetzen und 4 Wochen nach dem Verlassen des Gebiets weiter einnehmen. Für längere Reisen kostengünstig, erfordert jedoch Sonnenschutz und Vorsichtsmaßnahmen für den Magen.
- Mefloquin: Einmal wöchentlich einnehmen, 1–2 Wochen vor der Reise beginnen und 4 Wochen nach dem Verlassen des Gebiets fortsetzen. Geeignet für Personen, die keine täglichen Medikamente vertragen; bei manchen Menschen können jedoch neuropsychiatrische Nebenwirkungen auftreten.
- Tafenoquin (Krintafel): Option mit Einzeldosis (einmal vor der Reise, anschließend je nach Darreichungsform wöchentlich oder monatlich). Vor der Anwendung ist ein Screening auf G6PD-Mangel erforderlich.
Besprechen Sie diese Möglichkeiten 4–6 Wochen vor der Reise mit Ihrem Arzt, damit gegebenenfalls genügend Zeit für Untersuchungen (z. B. ein G6PD-Screening) bleibt.
Persönlicher Schutz vor Mückenstichen
Malariamedikamente allein reichen nicht aus. Kombinieren Sie die Chemoprophylaxe mit konsequenten Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen:
- Insektenschutzmittel: Verwenden Sie EPA-registrierte Mittel mit DEET (20–30 %), Icaridin, IR3535, Zitroneneukalyptusöl (OLE) oder Para-Menthan-3,8-diol (PMD). Tragen Sie sie auf unbedeckte Haut und Kleidung auf.
- Moskitonetze: Schlafen Sie unter einem mit Insektizid behandelten Moskitonetz, insbesondere in ländlichen Gebieten.
- Kleidung: Tragen Sie langärmlige Oberteile und lange Hosen, besonders in der Dämmerung, wenn Mücken am aktivsten sind.
- Permethrinbehandlung: Behandeln Sie Kleidung, Stiefel und Ausrüstung vor der Reise mit Permethrin (0,5 %); der Schutz hält mehrere Waschgänge.
- Klimaanlage und Fliegengitter: Übernachten Sie nach Möglichkeit in klimatisierten Unterkünften oder Unterkünften mit Fliegengittern.
Weitere Gesundheitsrisiken und Vorbeugung
Pest (saisonales Risiko)
Die Pest ist in Madagaskar endemisch und tritt von September bis April saisonal verstärkt auf. Es gibt keine Impfung. Der Schutz beruht darauf, den Kontakt mit infizierten Tieren und Flohstichen zu vermeiden: Verwenden Sie Insektenschutzmittel, meiden Sie tote Tiere und suchen Sie während oder nach der Reise sofort ärztliche Hilfe auf, wenn Fieber, geschwollene Lymphknoten oder Atemwegssymptome auftreten.
Wasser- und Lebensmittelsicherheit
Leitungswasser in Madagaskar ist nicht zum Trinken geeignet. Trinken Sie ausschließlich abgekochtes oder abgefülltes Wasser und verzichten Sie auf Eis in Getränken. Hepatitis A und Typhus werden über Wasser und Lebensmittel übertragen; Impfungen und sorgfältige Lebensmittelhygiene sind unerlässlich. Vermeiden Sie rohes Gemüse, nicht vollständig gegartes Fleisch und Straßenessen, sofern Sie nicht von den Hygienestandards überzeugt sind.
Weitere durch Mücken übertragene Krankheiten
Dengue und Chikungunya kommen in Madagaskar vor. Gegen Dengue gibt es keine Impfung; die Verfügbarkeit eines Chikungunya-Impfstoffs ist unterschiedlich. Der beste Schutz ist die Vermeidung von Mückenstichen (siehe oben).
Schistosomiasis und andere Parasiten
Schistosomiasis (ein durch Wasser übertragener Parasit) kommt in Madagaskar vor. Vermeiden Sie das Schwimmen in Flüssen, Seen oder unbehandelten Gewässern. Tragen Sie in ländlichen Gebieten Schuhe, um Hakenwürmer und andere durch den Boden übertragene Parasiten zu vermeiden.
Höhenkrankheit
Beim Trekking in den Bergregionen Madagaskars besteht das Risiko einer Höhenkrankheit. Steigen Sie langsam auf, trinken Sie ausreichend und sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Symptome und Strategien zur Akklimatisierung.
Gesundheitsdokumente und Reiseversicherung
Was Sie mitnehmen sollten
Stellen Sie vor der Abreise sicher, dass Sie Folgendes dabeihaben:
- International Certificate of Vaccination or Prophylaxis (ICVP, „gelber WHO-Impfpass“): Nehmen Sie die Originalbescheinigung mit, wenn Sie gegen Gelbfieber geimpft wurden. Bewahren Sie eine Kopie bei Ihrem Reisepass auf.
- Impfpass: Bringen Sie Ihren deutschen Impfpass oder eine beglaubigte Kopie mit, aus der Standard- und Reiseimpfungen hervorgehen.
- Rezept für Malariamedikamente: Führen Sie Ihr Rezept und die Medikamente in der Originalverpackung mit.
- Unterlagen zur Reisekrankenversicherung: Dazu gehören Versicherungsdetails, Notfallkontaktnummern und ein Nachweis des Versicherungsschutzes.
- Ärztliches Schreiben (bei Mitnahme von Spritzen/Nadeln): Wenn Sie wegen einer chronischen Erkrankung Injektionen benötigen, führen Sie ein Schreiben Ihres Arztes mit, das Ihren medizinischen Bedarf erläutert.
Reisekrankenversicherung (dringend empfohlen)
Das Gesundheitssystem Madagaskars ist außerhalb von Antananarivo eingeschränkt; komplizierte Operationen werden nach Mauritius, Südafrika oder Réunion überwiesen. Eine umfassende Reisekrankenversicherung mit Kostenübernahme für medizinische Evakuierungen ist unerlässlich. Stellen Sie sicher, dass Ihre Police Folgendes abdeckt:
- Notfallbehandlung und Krankenhausaufenthalt
- Medizinische Evakuierung und Rückführung nach Deutschland
- Malariabehandlung und Schutz bei Tropenkrankheiten
- Apotheken- und Arztkosten
Prüfen Sie den Versicherungsschutz vor der Abreise und bewahren Sie die Versicherungsunterlagen griffbereit auf.
Medikamente: Was Sie nach Madagaskar mitnehmen dürfen
Verschreibungspflichtige Medikamente
Der rechtliche Status und die Verfügbarkeit von Medikamenten in Madagaskar unterscheiden sich von Deutschland. Führen Sie alle verschreibungspflichtigen Medikamente (einschließlich Malariamedikamenten, Insulin oder Herzmedikamenten) in der Originalverpackung mit, auf der Ihr Name deutlich vermerkt ist. Nehmen Sie mehr mit, als Sie vermutlich benötigen, da Nachschub möglicherweise nicht erhältlich ist. Ein Schreiben Ihres deutschen Arztes, das Ihre Erkrankung und Medikamente erklärt, ist empfehlenswert.
Rezeptfreie Medikamente für die Reiseapotheke
- Behandlung von Reisedurchfall: Elektrolytlösungen zur oralen Rehydrierung, Loperamid (Imodium) oder ein von Ihrem Arzt verschriebenes Antibiotikum (z. B. Azithromycin).
- Schmerzen und Fieber: Paracetamol oder Ibuprofen
- Antihistaminikum: Gegen Allergien und Juckreiz nach Insektenstichen
- Antazidum: Bei Verdauungsbeschwerden
- Antibiotische Salbe und sterile Verbände: Für Schnitt- und Wundverletzungen
- Sonnencreme: LSF 30+, insbesondere bei Einnahme von Doxycyclin (Risiko einer erhöhten Lichtempfindlichkeit)
- Erste-Hilfe-Set: Einschließlich steriler Spritzen und Nadeln (medizinische Hilfsmittel sind in Madagaskar knapp).
Beschränkungen für Medikamente
Einige in Deutschland legale Medikamente können in Madagaskar verboten oder eingeschränkt sein. Fragen Sie vor dem Einpacken ungewöhnlicher Medikamente Ihre reisemedizinische Beratungsstelle oder die deutsche Botschaft in Madagaskar.
Gesundheitseinrichtungen und Notfallkontakte in Madagaskar
Qualität der medizinischen Versorgung
Umfassende medizinische Einrichtungen gibt es nur in Antananarivo und einigen anderen größeren Städten und dort ausschließlich in privaten Kliniken. Sterile chirurgische Materialien (Spritzen, Nadeln und Nahtmaterial) sind häufig knapp. Bei einer schweren Erkrankung oder Verletzung kann eine Evakuierung nach Mauritius, Südafrika oder Réunion erforderlich sein – deshalb ist eine Reiseversicherung mit medizinischer Evakuierung so wichtig.
Notrufnummern
- Rettungsdienst: Rufen Sie mit dem Mobiltelefon 117 oder über das Festnetz 17 an und fordern Sie einen Krankenwagen an.
- Wenden Sie sich sofort an Ihren Reiseversicherer, wenn Sie medizinische Versorgung benötigen.
Englischsprachige Ärzte finden
Das britische Foreign, Commonwealth & Development Office (FCDO) führt eine Liste medizinischer Anbieter in Madagaskar, bei denen einige Mitarbeiter Englisch sprechen. Informieren Sie sich auf der FCDO-Website oder kontaktieren Sie vor der Reise Ihre Botschaft.
Vor der Reise: Abschließende Gesundheitscheckliste
- ☐ Vereinbaren Sie 8 Wochen vor der Abreise einen Termin zur reisemedizinischen Beratung bei einem Arzt oder einer reisemedizinischen Praxis mit Erfahrung in Madagaskar.
- ☐ Überprüfen Sie Ihre Standardimpfungen: Stellen Sie sicher, dass dTP, MMR, COVID-19 und Polio aktuell sind.
- ☐ Lassen Sie sich empfohlene Reiseimpfungen geben: Hepatitis A, Typhus, Tollwut (bei geplanten längeren Aufenthalten oder Tierkontakt) und Gelbfieber (wenn Ihre Reiseroute Endemiegebiete umfasst).
- ☐ Besorgen Sie sich 4–6 Wochen vor der Reise ein Rezept für Malariamedikamente und beginnen Sie die Prophylaxe wie angeordnet (in der Regel 1–2 Tage vor dem Betreten eines Malariagebiets).
- ☐ Schließen Sie eine umfassende Reisekrankenversicherung mit Kostenübernahme für medizinische Evakuierungen ab.
- ☐ Packen Sie ein Erste-Hilfe-Set mit Insektenschutzmittel, Sonnencreme, sterilen Hilfsmitteln und rezeptfreien Medikamenten.
- ☐ Führen Sie Ihre Impfnachweise mit: ICVP (bei Gelbfieberimpfung), Impfpass und eine Kopie Ihres Rezepts für Malariamedikamente.
- ☐ Prüfen Sie die Einreisebestimmungen: Bestätigen Sie Visa- und Impfnachweisanforderungen auf dem offiziellen Einwanderungsportal Madagaskars (visa.gov.mg).
- ☐ Melden Sie sich bei Ihrer Botschaft an: Bei einem Aufenthalt von mehr als 60 Tagen registrieren Sie sich bei der deutschen Botschaft in Madagaskar.
Ihre Safariplanung mit der Gesundheitsvorsorge verbinden
Wenn Sie eine Madagaskar-Safari planen, beeinflusst Ihre Reiseroute – unabhängig davon, ob Sie abgelegene Nationalparks besuchen oder in Antananarivo bleiben – direkt die erforderlichen Gesundheitsmaßnahmen. In ländlichen und bewaldeten Gebieten steigt das Risiko für Malaria und Pest. Beginnen Sie daher mit der Malariaprophylaxe, sobald Sie eine Malariazone betreten, und schützen Sie sich konsequent vor Mückenstichen. Weitere Informationen zur Reiseplanung finden Sie in unserem vollständigen Ratgeber zu den Einreisebestimmungen für Madagaskar und im Madagaskar-Visumratgeber für deutsche Staatsangehörige.
Auf SafariFind können Sie Safari-Pakete und gesundheitsbewusste Reiseveranstalter vergleichen. Viele Anbieter integrieren Gesundheitsinformationen und malaria-sichere Unterkünfte in ihre Reiseprogramme.
Zuletzt im Juli 2026 geprüft – bestätigen Sie die Angaben vor der Reise immer anhand offizieller Quellen. Gesundheitsanforderungen und Krankheitsrisiken können sich ändern. Lassen Sie sich von Ihrem reisemedizinischen Anbieter beraten und prüfen Sie für die neuesten Empfehlungen die CDC Traveler View für Madagaskar sowie die Website des deutschen Auswärtigen Amts.
Häufig gestellte Fragen
Benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Madagaskar eine Gelbfieberimpfung?
Nur wenn Sie aus einem Land mit Gelbfieberübertragungsrisiko einreisen oder dort länger als 12 Stunden auf der Durchreise waren. Bei einer direkten Reise aus Deutschland ist keine Gelbfieberbescheinigung erforderlich, da Deutschland kein Endemiegebiet ist und auch in Madagaskar selbst kein Gelbfieber zirkuliert. Wenn Ihre Route jedoch einen Zwischenstopp in West- oder Zentralafrika umfasst, benötigen Sie einen Impfnachweis.
Besteht für deutsche Reisende in Madagaskar Malariarisiko?
Ja, Malaria tritt ganzjährig in allen Regionen Madagaskars außer in Antananarivo (der Hauptstadt) auf. Alle Reisenden außerhalb der Hauptstadt benötigen eine Malariaprophylaxe. Die Parasiten sind gegen Chloroquin resistent, weshalb veraltete Medikamente unwirksam sind. Beginnen Sie 1–2 Tage vor dem Betreten einer Malariazone mit der Prophylaxe und setzen Sie sie je nach Medikament 4–7 Tage nach dem Verlassen fort.
Welches Malariamedikament sollte ich für Madagaskar einnehmen?
Ihr Reisemediziner verschreibt abhängig von Ihrer Reiseroute und Ihrem Gesundheitszustand eine von vier Möglichkeiten: Atovaquon/Proguanil (Malarone, für kurze Reisen), Doxycyclin (kostengünstig bei längeren Aufenthalten), Mefloquin (wöchentliche Einnahme) oder Tafenoquin (Einzeldosis, erfordert ein G6PD-Screening). Besprechen Sie die Optionen 4–6 Wochen vor der Reise, damit genügend Zeit für erforderliche Untersuchungen bleibt.
Wie lange vor der Reise sollte ich mich für Madagaskar impfen lassen?
Vereinbaren Sie mindestens 8 Wochen vor der Abreise einen Termin zur reisemedizinischen Beratung. Einige Impfungen (z. B. Hepatitis A und Tollwut) erfordern mehrere Dosen im Abstand von mehreren Wochen. Die Gelbfieberimpfung muss, falls erforderlich, mindestens 10 Tage vor der Reise verabreicht werden, damit der Schutz wirksam wird.
Welche Standardimpfungen sollte ich vor einer Reise nach Madagaskar überprüfen?
Stellen Sie sicher, dass Ihr Impfschutz gegen dTP (Diphtherie, Tetanus, Pertussis), MMR (Masern, Mumps, Röteln), Polio und COVID-19 aktuell ist. Überprüfen Sie Ihren deutschen Impfpass. Eine Polio-Auffrischung wird empfohlen, da Madagaskar anfällig für Ausbrüche ist.
Ist eine Hepatitis-A-Impfung für Madagaskar erforderlich?
Eine Hepatitis-A-Impfung wird dringend empfohlen, insbesondere wenn Sie bei einheimischen Familien übernachten, ländliche Gebiete besuchen oder Straßenessen essen möchten. Die Impfung umfasst 2 Dosen im Abstand von 6–12 Monaten, beginnen Sie daher frühzeitig. Hepatitis A wird durch verunreinigte Lebensmittel und Wasser übertragen.
Benötige ich für eine Madagaskar-Safari eine Tollwutimpfung?
Eine Tollwutimpfung wird bei längeren Aufenthalten (mehr als 3 Wochen), Reisen in ländliche Gebiete und Aktivitäten mit möglichem Tierkontakt (z. B. Wildtierarbeit) empfohlen. Die Präexpositionsprophylaxe umfasst 3 Dosen (an Tag 0, 7 und 21–28). Besprechen Sie dies abhängig von Ihrer konkreten Reiseroute und Ihren Aktivitäten mit Ihrem Reisemediziner.
Welche Reisekrankenversicherung sollte ich für Madagaskar abschließen?
Eine umfassende Reisekrankenversicherung mit Kostenübernahme für medizinische Evakuierungen ist unerlässlich, da die medizinische Versorgung außerhalb von Antananarivo eingeschränkt ist und schwere Fälle nach Mauritius oder Südafrika ausgeflogen werden. Stellen Sie sicher, dass Ihre Police Notfallbehandlungen, Apothekenkosten und die Rückführung nach Deutschland abdeckt. Prüfen Sie die Versicherungsdetails vor der Abreise.
Kann ich in Madagaskar Leitungswasser trinken?
Nein, Leitungswasser ist in Madagaskar nicht sicher. Trinken Sie ausschließlich abgekochtes oder abgefülltes Wasser und verzichten Sie auf Eis in Getränken. Deshalb werden Impfungen gegen Typhus und Hepatitis A empfohlen – diese Krankheiten werden durch verunreinigtes Wasser und Lebensmittel übertragen.
Was gehört in meine Reiseapotheke für Madagaskar?
Packen Sie Insektenschutzmittel (DEET 20–30 %), Sonnencreme (LSF 30+), sterile Spritzen und Nadeln, antibiotische Salbe, Verbandsmaterial, Mittel gegen Reisedurchfall, ein Antihistaminikum, Schmerzmittel und ein Antazidum ein. Medizinische Hilfsmittel sind in Madagaskar knapp. Nehmen Sie daher mehr mit, als Sie vermutlich benötigen.
Gibt es in Madagaskar derzeit einen Chikungunya-Ausbruch?
Ja, seit Mitte 2025 ist ein aktiver Chikungunya-Ausbruch in Mahajanga, Toamasina und Antsirabe bestätigt. Es gibt keine Impfung; der Schutz beruht auf der Vermeidung von Mückenstichen (Insektenschutzmittel, Moskitonetze, lange Kleidung und mit Permethrin behandelte Ausrüstung).
Wie erhalte ich für Madagaskar eine Gelbfieberbescheinigung?
Wenden Sie sich an eine zugelassene reisemedizinische Praxis oder ein Gelbfieberimpfzentrum (in Deutschland bieten dies viele reisemedizinische Praxen und bestimmte Ärzte an). Sie erhalten ein International Certificate of Vaccination or Prophylaxis (ICVP, den „gelben WHO-Impfpass“), das lebenslang gültig ist. Die Impfung muss mindestens 10 Tage vor der Reise verabreicht werden. Bewahren Sie die Originalbescheinigung bei Ihrem Reisepass auf.