Schnelle Antwort: Benötigen österreichische Staatsbürger Impfungen für Namibia?
Gelbfieberzertifikat: Nur erforderlich, wenn Ihre Reiseroute einen Transit oder Zwischenaufenthalt von mehr als 12 Stunden in einem Land mit Gelbfieber-Übertragungsrisiko umfasst (z. B. Äthiopien, Kenia, Uganda). Österreich ist kein Gelbfiebergebiet, daher ist bei einer direkten Reise aus Österreich kein Impfnachweis für die Einreise erforderlich.
Empfohlene Impfungen: Hepatitis A, Typhus, Polio-Auffrischimpfung und Malariaprophylaxe (je nach Region und Jahreszeit).
Zeitplanung: Die Gelbfieberimpfung muss mindestens 10 Tage vor der Ankunft verabreicht werden; die meisten anderen Reiseimpfungen sollten 4–6 Wochen vor der Abreise abgeschlossen sein.
Gelbfieberzertifikat: Einreisebestimmungen und Transitregeln
Benötige ich für die Einreise aus Österreich nach Namibia ein Gelbfieber-Impfzertifikat?
Nein, wenn Sie direkt von Österreich nach Namibia reisen, ohne durch Länder mit Gelbfieberrisiko zu reisen. Österreich ist kein Gelbfiebergebiet, und Namibia verlangt von Reisenden aus nicht endemischen Ländern bei direkter Einreise keinen Impfnachweis.
Ja, wenn Ihre Route ein Land mit Gelbfieberrisiko umfasst. Namibia verlangt von Reisenden ab 9 Monaten einen Nachweis über eine Gelbfieberimpfung (in Form eines Internationalen Impf- oder Prophylaxezertifikats – ICVP, auch „Gelber Impfpass“ genannt), wenn sie:
- aus einem Land mit Gelbfieber-Übertragungsrisiko ankommen ODER
- mehr als 12 Stunden durch ein solches Land reisen (einschließlich Zwischenaufenthalten, bei denen Sie aus Gründen wie einer Unterkunft oder aus anderen Gründen die Einreisekontrolle passieren).
Zu den häufigen Ländern mit Gelbfieberrisiko auf Routen zwischen Europa und Namibia gehören Äthiopien, Kenia, Uganda und andere Länder südlich der Sahara.
Gültigkeit der Gelbfieberimpfung und Regeln für Auffrischungen
Seit 2016 hat die Weltgesundheitsorganisation die Pflicht zur Gelbfieber-Auffrischimpfung aus den Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) gestrichen. Eine einmalige Gelbfieberimpfung ist nun lebenslang für die geimpfte Person gültig – eine Auffrischung ist nicht erforderlich.
Ihr ICVP (Gelber Impfpass) muss:
- von einer autorisierten Gelbfieber-Impfstelle oder einem zugelassenen Impfzentrum ausgestellt sein
- mindestens 10 Tage vor der Ankunft in Namibia verabreicht worden sein (der Aufbau der Immunität dauert etwa 10 Tage)
- bei der Grenzkontrolle mitgeführt werden – es handelt sich um ein offizielles Reisedokument
Was ist, wenn ich nicht geimpft werden kann?
Wenn bei Ihnen eine medizinische Gegenanzeige vorliegt (z. B. schwere Ei-Allergie, Immunsuppression oder Schwangerschaft im ersten Trimester), kann Ihr Arzt eine medizinische Ausnahmebescheinigung ausstellen. Diese muss im offiziellen Abschnitt „Medical Contraindications to Vaccination“ des ICVP ausgefüllt, vom Impfarzt unterschrieben und datiert werden. Zusätzlich ist ein unterschriebenes Befreiungsschreiben auf dem Briefpapier der Klinik erforderlich, in dem die Gegenanzeigen eindeutig genannt werden.
Wichtig: Bei medizinischen Ausnahmebescheinigungen liegt die Entscheidung bei Namibia. Obwohl die US-Botschaft darauf hinweist, dass medizinische Ausnahmen der einzige akzeptable Grund für eine fehlende Impfung sind, sollten Sie beim Gesundheits- und Sozialministerium Namibias oder Ihrer Reiseklinik bestätigen, ob Ihre Bescheinigung bei der Einreise akzeptiert wird.
Wenn Sie ohne gültiges Zertifikat und ohne medizinische Ausnahmebescheinigung durch ein Land mit Gelbfieberrisiko reisen, können Sie bei der Ankunft in Namibia für bis zu 6 Tage unter Quarantäne gestellt werden.
Empfohlene Impfungen für österreichische Reisende nach Namibia
Zusätzlich zu Gelbfieber empfehlen die CDC und reisemedizinische Anbieter die folgenden Impfungen für die meisten Namibia-Reisenden, insbesondere bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten, kleineren Städten oder bei engem Kontakt mit der lokalen Bevölkerung:
| Impfung | Empfehlung | Zeitpunkt und Hinweise |
|---|
| Hepatitis A | Für die meisten Reisenden empfohlen | 2-Dosen-Serie (0 und 6–12 Monate). Die erste Dosis vor der Abreise; die zweite kann nach der Rückkehr verabreicht werden. Schützt vor verunreinigten Lebensmitteln und Wasser. |
| Typhus | Für die meisten Reisenden empfohlen, besonders bei Besuchen ländlicher Gebiete oder beim Essen lokaler Speisen | Einmalige Impfung (wirkt 2 Jahre) oder Schluckimpfung (wirkt 5 Jahre, Kapseln müssen eingenommen und gekühlt werden). 1–4 Wochen vor der Abreise verabreichen. |
| Polio | Auffrischung für die meisten Erwachsenen empfohlen | Wegen des weltweiten Anstiegs der Fallzahlen wird eine zusätzliche Auffrischimpfung für Erwachsene empfohlen. Prüfen Sie, ob Ihre reguläre Impfserie aus der Kindheit vollständig ist. |
| Hepatitis B | Bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit Einheimischen erwägen | 3-Dosen-Serie (0, 1, 6 Monate). Lassen Sie sich von einem reisemedizinischen Anbieter zu Ihrem individuellen Risiko beraten. |
| Tollwut | Bei bestimmten Aktivitäten erwägen (Arbeit mit Wildtieren, Abenteuerreisen, abgelegene Gebiete) | Präexpositionsprophylaxe: 3 Dosen (an den Tagen 0, 7, 21). Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt abhängig von den geplanten Aktivitäten und der Aufenthaltsdauer. |
| Routineimpfungen | Auf aktuellen Stand bringen | Masern/Mumps/Röteln (MMR), Diphtherie/Tetanus/Keuchhusten (DTP), Influenza. Lassen Sie Ihren Impfstatus vor der Reise von Ihrem Hausarzt prüfen. |
| Cholera | Optional; für manche Reisende mit erhöhtem Risiko empfohlen | In einigen Regionen wurden lokale Fälle gemeldet. Besprechen Sie dies mit einer Reiseklinik, wenn Sie längere Aufenthalte in betroffenen Gebieten planen oder besondere Risikofaktoren haben. |
Impfzeitpunkt: Wann sollten Sie Termine vereinbaren?
Planen Sie Ihren Besuch in einer reisemedizinischen Praxis 4–6 Wochen vor der Abreise. So bleibt ausreichend Zeit für:
- die Gelbfieberimpfung (muss mindestens 10 Tage vor der Reise verabreicht werden)
- die Impfserien gegen Hepatitis A und B (Abstände zwischen den Dosen)
- Typhus und andere Impfungen
- die Besprechung der Malariaprophylaxe (siehe unten)
- die Behandlung möglicher Nebenwirkungen vor Ihrem Flug
Wenden Sie sich rechtzeitig an Ihren Hausarzt oder eine spezialisierte Reiseklinik (z. B. in Wien oder anderen größeren österreichischen Städten), um einen Termin zu vereinbaren – besonders in der Hauptreisezeit.
Malaria: Risikogebiete, Prophylaxe und Vorbeugung
Wo besteht in Namibia Malariarisiko?
Malaria wird vor allem in Nord- und Nordostnamibia übertragen, insbesondere während der Regenzeit (November–April). Im zentralen Hochland, in den Küstengebieten und im Süden ist das Risiko gering oder nicht vorhanden.
Zu den Hochrisikogebieten gehören:
- Caprivi-Zipfel (Nordosten)
- Region Zambezi (Nordosten)
- Teile der nördlichen kommunalen Gebiete
Beliebte Safari-Ziele wie der Etosha-Nationalpark (zentraler Norden) weisen je nach Jahreszeit und genauem Standort ein mittleres bis niedriges Risiko auf. Wenn Sie eine Namibia-Safari in der Hauptsaison (Mai–Oktober) planen, ist das Malariarisiko deutlich geringer als während der Regenmonate.
Benötige ich Malariamedikamente?
Ob eine Malariaprophylaxe erforderlich ist, hängt ab von:
- Ihrer Reiseroute: Wenn Sie nur Windhoek, die Küste, das zentrale Hochland oder den Etosha-Nationalpark in der Trockenzeit besuchen, ist eine Prophylaxe möglicherweise nicht erforderlich. Bei längeren Aufenthalten im Norden oder Nordosten, besonders von November–April, wird sie dringend empfohlen.
- Ihren individuellen Risikofaktoren: Schwangerschaft, kleine Kinder, Immunsuppression und eine frühere Malariainfektion erhöhen das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs.
- Ihrer Reiseart: Längere Aufenthalte, Aktivitäten im Freien bei Sonnenaufgang oder in der Dämmerung sowie Unterkünfte in ländlichen Gebieten erhöhen das Expositionsrisiko.
Lassen Sie sich von einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt zu Ihrer konkreten Reiseroute und Ihrem persönlichen Gesundheitszustand beraten. Häufige Optionen für europäische Reisende sind Atovaquon-Proguanil (Malarone®), Doxycyclin oder Mefloquin – abhängig von Resistenzmustern und Verträglichkeit.
Malariaprävention: Mückenstiche vermeiden
Auch bei Einnahme einer Prophylaxe ist der Schutz vor Mückenstichen unerlässlich:
- Verwenden Sie Insektenschutzmittel: Tragen Sie ein DEET-haltiges Mittel (20–30 % Konzentration) auf unbedeckte Haut und Kleidung auf, besonders bei Sonnenaufgang und in der Dämmerung, wenn Malariamücken am aktivsten sind.
- Tragen Sie schützende Kleidung: Besonders abends lange Ärmel, lange Hosen und Socken.
- Schlafen Sie unter einem Moskitonetz: Verwenden Sie ein imprägniertes Moskitonetz, wenn Ihre Unterkunft keine zuverlässige Klimaanlage oder Fliegengitter hat.
- Wählen Sie Ihre Unterkunft sorgfältig: Übernachten Sie in Zimmern mit Fliegengittern oder Klimaanlage. Wenn Sie Namibia-Safari-Lodges nach Preis-Leistungs-Verhältnis vergleichen, achten Sie darauf, dass Unterkünfte in Malariagebieten über Mückenschutz und Klimaanlage verfügen.
Malariawarnung 2026: Namibia meldete Anfang 2026 ein deutliches Wiederaufflammen der Malaria, mit fast 30,000 bis April dokumentierten Fällen. Dies unterstreicht die Bedeutung von Prophylaxe und konsequentem Mückenschutz, besonders bei Reisen in endemische Gebiete.
Gesundheitsdokumente und Reiseversicherung
Welche Dokumente sollten Sie mitführen?
Bereiten Sie vor der Abreise Folgendes vor:
- Internationales Impf- oder Prophylaxezertifikat (ICVP / „Gelber Impfpass“): Ausgestellt von einer autorisierten Gelbfieber-Impfstelle. Dieses offizielle Reisedokument ist gegebenenfalls bei der namibischen Grenzkontrolle erforderlich.
- Impfpass oder ähnlicher Impfnachweis: Eine Kopie Ihres österreichischen Impfpasses als Referenz, auch wenn der Gelbe Impfpass das offizielle Einreisedokument ist.
- Kopien von Rezepten: Schriftliche Rezepte oder Arztbriefe für alle mitgeführten Medikamente (insbesondere Malariamedikamente, Insulin oder kontrollierte Substanzen).
- Unterlagen zur Reisekrankenversicherung: Versicherungsnummer, Notfallkontakte und Angaben zum Versicherungsschutz (siehe unten).
- Zusammenfassung der Krankengeschichte: Ein kurzes Dokument (auf Englisch) mit Angaben zu chronischen Erkrankungen, Allergien und aktuellen Medikamenten für den Fall, dass Sie dringend medizinisch behandelt werden müssen.
Reisekrankenversicherung: Versicherungsschutz für medizinische Evakuierung
Österreich hat mit Namibia kein Sozialversicherungsabkommen. Eine Reisekrankenversicherung mit Schutz für medizinische Evakuierungen wird dringend empfohlen.
Warum ein Evakuierungsschutz wichtig ist:
- Die medizinische Versorgung ist in Windhoek und größeren Städten besser als in abgelegenen Safari-Gebieten.
- Schwere Erkrankungen oder Verletzungen in abgelegenen Regionen können eine Evakuierung nach Südafrika oder Europa erforderlich machen.
- Die meisten privaten Gesundheitsdienstleister in Namibia verlangen eine Vorauszahlung in bar; die Versicherung erstattet die Kosten später.
Stellen Sie sicher, dass Ihre Versicherung Folgendes abdeckt:
- medizinische Evakuierung in eine geeignete Einrichtung (falls erforderlich auch per Ambulanzflugzeug)
- dringende medizinische Behandlung (Krankenhausaufenthalt, Operation)
- Rücktransport nach Österreich, falls erforderlich
- Ihre geplanten Aktivitäten (Safari, Wandern, Wassersport)
Kontaktieren Sie Ihren Versicherer vor der Buchung Ihrer Reise, um den Versicherungsschutz und mögliche Ausschlüsse zu bestätigen.
Medikamentenbestimmungen und Packliste
Medikamente nach Namibia mitnehmen
Namibias Einfuhrbestimmungen für Medikamente zur persönlichen Verwendung sind im Allgemeinen großzügig. Beachten Sie dennoch folgende Hinweise:
- Bewahren Sie Medikamente in der Originalverpackung auf, auf der Ihr Name und die Dosierung deutlich angegeben sind.
- Führen Sie für verschreibungspflichtige Medikamente ein ärztliches Schreiben oder Rezept mit, insbesondere für kontrollierte Substanzen (z. B. Benzodiazepine und Opioide).
- Deklarieren Sie alle Medikamente beim Zoll, falls Sie dazu aufgefordert werden.
- Prüfen Sie vor der Reise die österreichischen und namibischen Vorschriften für eingeschränkte Substanzen. Einige in Österreich legale Medikamente können in Namibia Beschränkungen unterliegen.
Checkliste für Gesundheits- und Reiseapotheke
Packen Sie Folgendes ins Hand- und Aufgabegepäck:
- Malariaprophylaxe: Die vollständige verschriebene Kur sowie einige zusätzliche Dosen für den Fall von Reiseverzögerungen
- Erste-Hilfe-Grundausstattung: Pflaster, antiseptische Tücher, Schmerzmittel (Paracetamol oder Ibuprofen), Antihistaminikum und Mittel gegen Durchfall
- Sonnenschutz: Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+), Lippenbalsam, Sonnenbrille und Hut (Namibia hat jährlich etwa 300 Sonnentage)
- Insektenschutzmittel: DEET-haltig (20–30 %) oder eine Alternative auf Picaridin-Basis
- Persönliche Medikamente: Vollständiger Vorrat plus Reserve in den Originalbehältern
- Elektrolytsalze: Bei Durchfall oder hitzebedingten Beschwerden
- Medikamente gegen Reisedurchfall: Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten (z. B. Loperamid oder Azithromycin als Reserve)
- Blasenversorgung: Wenn Sie Wanderungen oder lange Safarifahrten planen
- Kopien Ihrer Rezepte und die Kontaktdaten Ihres Arztes
Gesundheitseinrichtungen und Notfallversorgung in Namibia
Medizinische Einrichtungen in Namibia
Die Qualität der Gesundheitsversorgung unterscheidet sich je nach Ort deutlich:
- Windhoek: Private Krankenhäuser und Kliniken bieten einen guten Standard. Das Windhoek Central Hospital ist die wichtigste öffentliche Einrichtung.
- Größere Städte (Swakopmund, Walvis Bay, Oshakati): Grundlegende Einrichtungen sind vorhanden; schwere Fälle werden möglicherweise nach Windhoek überwiesen.
- Abgelegene Gebiete und Safari-Lodges: Begrenzte medizinische Versorgung. Die meisten Safari-Lodges stehen per Funk mit den Notfalldiensten in Verbindung und können bei Bedarf eine Evakuierung per Flugzeug organisieren. Bestätigen Sie vor der Buchung die medizinischen Notfallverfahren Ihrer Lodge.
Wenn Sie eine Selbstfahrer- oder geführte Safari planen, informieren Sie sich über die nächstgelegene medizinische Einrichtung und stellen Sie sicher, dass Ihre Reiseversicherung Evakuierungen abdeckt.
Notfallkontakte
- Notruf Namibia: Wählen Sie 211 (Polizei) oder kontaktieren Sie sofort Ihre Lodge beziehungsweise Unterkunft
- Österreichische Botschaft in Pretoria, Südafrika: Zuständig für konsularische Unterstützung österreichischer Staatsbürger in der Region. Notrufnummer: +43 1 90 115 4411 (Bürgerservice des österreichischen Außenministeriums, 24/7)
- Notfallnummer der Reiseversicherung: Halten Sie die Notfallnummer Ihres Versicherers griffbereit
Apotheken und Verfügbarkeit von Medikamenten
Apotheken in Windhoek und größeren Städten führen gängige Medikamente. Dennoch gilt:
- Bringen Sie alle wichtigen Medikamente aus Österreich mit (Marken können anders heißen oder nicht erhältlich sein).
- Verschreibungspflichtige Medikamente sind ohne Rezept eines örtlichen Arztes möglicherweise schwer zu bekommen.
- Die Preise können höher sein als in Österreich.
Gesundheitscheckliste vor der Abreise
Erledigen Sie vor Ihrer Abreise aus Österreich Folgendes:
- 4–6 Wochen vorher: Vereinbaren Sie einen Termin in einer reisemedizinischen Praxis (Hausarzt oder spezialisierte Reiseklinik).
- 4–6 Wochen vorher: Besprechen Sie Ihre Reiseroute mit Ihrem Arzt und lassen Sie sich, falls erforderlich, gegen Gelbfieber impfen (mindestens 10 Tage vor der Reise).
- 2–4 Wochen vorher: Schließen Sie die übrigen empfohlenen Impfungen ab (Hepatitis A/B, Typhus, Polio-Auffrischung).
- 2–4 Wochen vorher: Besorgen Sie sich bei entsprechender Empfehlung ein Rezept für die Malariaprophylaxe.
- 2 Wochen vorher: Bestätigen Sie, dass Ihre Reisekrankenversicherung aktiv ist und Ihre Aktivitäten abdeckt.
- 1 Woche vorher: Prüfen Sie, ob Ihr ICVP (Gelber Impfpass) vollständig ausgefüllt und unterschrieben ist; packen Sie alle Medikamente und Gesundheitsdokumente ein.
- Vor der Abreise: Registrieren Sie sich über Reiseregistrierung.at bei der österreichischen diplomatischen Vertretung, damit die Botschaft Sie im Notfall kontaktieren kann.
Ausführliche Informationen zu den Visabestimmungen finden Sie in unserem Ratgeber zu Namibia-Visa für österreichische Staatsbürger.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Österreichische Staatsbürger benötigen bei direkter Reise nach Namibia keine Gelbfieberimpfung, müssen jedoch einen Impfnachweis mitführen, wenn sie länger als 12 Stunden durch Länder mit Gelbfieberrisiko reisen.
- Hepatitis A, Typhus und eine Polio-Auffrischung werden den meisten Reisenden empfohlen.
- Bei Reisen nach Nord- oder Nordostnamibia sowie während der Regenzeit sind Malariaprophylaxe und konsequenter Mückenschutz unerlässlich.
- Eine Reisekrankenversicherung mit medizinischem Evakuierungsschutz wird dringend empfohlen.
- Planen Sie Ihre reisemedizinischen Termine 4–6 Wochen vor der Abreise.
- Die Gelbfieberimpfung muss mindestens 10 Tage vor der Ankunft verabreicht werden und ist lebenslang gültig.
Zuletzt geprüft im Juli 2026 – Bestätigen Sie die aktuellen Impf- und Einreisebestimmungen vor Ihrer Reise immer beim Gesundheits- und Sozialministerium Namibias, Ihrem Hausarzt oder einer reisemedizinischen Praxis, da sich Vorschriften ändern können.
Häufig gestellte Fragen
Benötigen österreichische Staatsbürger für die Einreise nach Namibia ein Gelbfieber-Impfzertifikat?
Nein, wenn Sie direkt von Österreich nach Namibia reisen. Österreich ist kein Gelbfiebergebiet. Umfasst Ihre Reiseroute jedoch einen Transit oder Zwischenaufenthalt von mehr als 12 Stunden in einem Land mit Gelbfieber-Übertragungsrisiko (z. B. Äthiopien, Kenia, Uganda), verlangt Namibia von Reisenden ab 9 Monaten einen Nachweis über eine Gelbfieberimpfung.
Wie lange vor der Reise sollte ich mich gegen Gelbfieber impfen lassen?
Mindestens 10 Tage vor der Ankunft in Namibia. Nach der Impfung dauert es etwa 10 Tage, bis sich die Immunität entwickelt. Planen Sie Ihren Termin in einer reisemedizinischen Praxis 4–6 Wochen vor der Abreise, damit genügend Zeit für alle empfohlenen Impfungen bleibt.
Ist für eine Reise nach Namibia eine Gelbfieber-Auffrischimpfung erforderlich?
Nein. Seit 2016 hat die Weltgesundheitsorganisation die Pflicht zur Gelbfieber-Auffrischimpfung abgeschafft. Eine einmalige Gelbfieberimpfung ist lebenslang für die geimpfte Person gültig. Eine Auffrischung ist nicht erforderlich, außer Ihr Arzt empfiehlt sie aus anderen Gründen.
Welche Impfungen werden österreichischen Reisenden nach Namibia empfohlen?
Die CDC empfiehlt den meisten Reisenden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, eine Polio-Auffrischung sowie Routineimpfungen (Masern, Mumps, Röteln, Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Influenza). Bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit Einheimischen wird Hepatitis B empfohlen. Eine Tollwut-Präexpositionsprophylaxe kommt bei bestimmten Aktivitäten infrage (Arbeit mit Wildtieren, abgelegene Gebiete, Abenteuerreisen).
Benötige ich für Namibia Malariamedikamente?
Eine Malariaprophylaxe wird empfohlen, wenn Sie Nord- oder Nordostnamibia (Caprivi-Zipfel, Region Zambezi) besuchen oder während der Regenzeit (November–April) reisen. Wenn Sie in Windhoek, an der Küste oder im zentralen Hochland bleiben oder den Etosha-Nationalpark während der Trockenzeit besuchen, ist eine Prophylaxe möglicherweise nicht erforderlich. Lassen Sie sich von einem reisemedizinischen Arzt zu Ihrer konkreten Route und Ihrem Risiko beraten.
Welches Mückenschutzmittel ist für Namibia am besten geeignet?
Verwenden Sie ein DEET-haltiges Insektenschutzmittel mit einer Konzentration von 20–30 % auf unbedeckter Haut und Kleidung, besonders bei Sonnenaufgang und in der Dämmerung, wenn Malariamücken am aktivsten sind. Tragen Sie abends lange Ärmel, lange Hosen und Socken. Wenn Ihre Unterkunft keine Klimaanlage hat, verwenden Sie ein imprägniertes Moskitonetz.
Benötige ich für Namibia eine Reisekrankenversicherung?
Ja, sie wird dringend empfohlen. Österreich hat mit Namibia kein Sozialversicherungsabkommen. Die medizinische Versorgung ist in Windhoek und größeren Städten besser als in abgelegenen Safari-Gebieten. Ihre Versicherung sollte medizinische Evakuierungen, Notfallbehandlungen und den Rücktransport nach Österreich abdecken. Die meisten Gesundheitsdienstleister in Namibia verlangen eine Vorauszahlung in bar.
Darf ich meine verschreibungspflichtigen Medikamente nach Namibia mitnehmen?
Ja, zur persönlichen Verwendung. Bewahren Sie die Medikamente in der Originalverpackung auf, auf der Ihr Name und die Dosierung deutlich angegeben sind. Führen Sie für verschreibungspflichtige Medikamente, insbesondere kontrollierte Substanzen, ein ärztliches Schreiben oder Rezept mit. Deklarieren Sie alle Medikamente beim Zoll, falls Sie dazu aufgefordert werden, und prüfen Sie vor der Reise die österreichischen und namibischen Vorschriften für eingeschränkte Substanzen.
Was soll ich tun, wenn ich in Namibia krank oder verletzt werde?
Kontaktieren Sie in abgelegenen Gebieten sofort Ihre Lodge oder Unterkunft. In Städten sollten Sie eine private Klinik oder ein Krankenhaus aufsuchen; Windhoek verfügt über die besten medizinischen Einrichtungen. Wenden Sie sich für konsularische Unterstützung an die Notfallnummer der österreichischen Botschaft (+43 1 90 115 4411). Stellen Sie sicher, dass Ihre Reiseversicherung Evakuierungen abdeckt, da schwere Fälle möglicherweise per Flugzeug nach Südafrika oder Europa gebracht werden müssen.
Gibt es im Etosha-Nationalpark Malaria?
Der Etosha-Nationalpark liegt im zentralen Norden Namibias, einem Gebiet mit mittlerem Malariarisiko. Während der Trockenzeit (Mai–Oktober) ist das Risiko geringer als während der Regenzeit (November–April). Lassen Sie sich von einem reisemedizinischen Arzt beraten, ob für Ihre konkreten Reisedaten und Aktivitäten eine Prophylaxe erforderlich ist.
Was ist, wenn bei mir eine medizinische Gegenanzeige gegen die Gelbfieberimpfung vorliegt?
Ihr Arzt kann im offiziellen ICVP-Formular eine medizinische Ausnahmebescheinigung ausstellen, die unterschrieben und datiert sein muss. Zusätzlich ist ein unterschriebenes Befreiungsschreiben auf dem Briefpapier der Klinik erforderlich, in dem die Gegenanzeigen eindeutig genannt werden. Die Entscheidung über medizinische Ausnahmebescheinigungen liegt jedoch bei Namibia. Bestätigen Sie beim Gesundheits- und Sozialministerium Namibias oder Ihrer Reiseklinik, ob Ihre Bescheinigung bei der Einreise akzeptiert wird. Ohne gültiges Zertifikat oder eine gültige Ausnahmebescheinigung können Sie für bis zu 6 Tage unter Quarantäne gestellt werden.
Wo kann ich mich in Österreich gegen Gelbfieber impfen lassen?
Nur autorisierte Gelbfieber-Impfstellen dürfen das ICVP (den Gelben Impfpass) ausstellen. Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder eine reisemedizinische Praxis in Wien oder Ihrer Stadt, um eine Überweisung zu erhalten. Das österreichische Gesundheitsministerium kann eine Liste anerkannter Impfstellen bereitstellen. Vereinbaren Sie Ihren Termin 4–6 Wochen vor der Abreise, da die Termine während der Hauptreisezeit schnell vergeben sein können.