Schnelle Antwort: Impfanforderungen für Schweizer Reisende nach Tansania
Als Schweizer Staatsangehöriger benötigen Sie bei einer direkten Reise nach Tansania keinen Nachweis über eine Gelbfieberimpfung, da die Schweiz nicht als Gelbfiebergebiet gilt. Wenn Ihre Reiseroute jedoch einen Aufenthalt von mehr als 12 Stunden in einem Land mit Gelbfieberrisiko umfasst, beispielsweise Uganda, Teile Westafrikas oder andere betroffene Länder, müssen Sie bei der tansanischen Einwanderungsbehörde ein gültiges Gelbfieberzertifikat vorlegen. Neben Gelbfieber empfehlen Schweizer Experten für Reisemedizin Hepatitis A, Typhus und Malariaprophylaxe dringend. Planen Sie Ihre Impfungen mindestens 4–6 Wochen vor der Abreise in einer Schweizer reisemedizinischen Praxis.
Gelbfieber: Einreisebestimmungen und Transitregeln
Tansania selbst weist nur ein geringes potenzielles Gelbfieberrisiko auf und wird von der WHO nicht als Gelbfiebergebiet eingestuft. Daher ist bei einer direkten Reise von der Schweiz nach Tansania kein Impfnachweis für die Einreise erforderlich.
Wichtige Regel für Schweizer Reisende mit Umsteigeverbindungen: Wenn Ihre Reise einen Transit oder Zwischenstopp von mehr als 12 Stunden in einem Land umfasst, in dem Gelbfieber endemisch ist – etwa Uganda, Kenia (bei Transit über bestimmte Flughäfen) oder westafrikanische Länder –, müssen Sie vor der Abreise ein gültiges Gelbfieberimpfzertifikat erhalten. Tansania verlangt bei der Einreise den Nachweis dieser Impfung, auch wenn Tansania Ihr endgültiges Reiseziel ist.
Für Schweizer Reisende relevante Gelbfiebergebiete sind Angola, Benin, Burkina Faso, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Demokratische Republik Kongo, Côte d'Ivoire, Ecuador, Äquatorialguinea, Äthiopien, Gabun, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Mali, Nigeria, Senegal, Südsudan, Sudan, Uganda und Venezuela.
Gültigkeit des Gelbfieberzertifikats: lebenslanger Schutz
Seit dem 11. Juli 2016 ist das Gelbfieberimpfzertifikat (International Certificate of Vaccination or Prophylaxis, ICVP) lebenslang gültig. Eine Auffrischungsimpfung alle 10 Jahre ist nicht mehr erforderlich. Der Impfstoff muss jedoch mindestens 10 Tage vor der Ankunft in einem Gelbfiebergebiet in einem autorisierten Gelbfieberimpfzentrum verabreicht werden, damit das Zertifikat gültig ist.
Wenn eine medizinische Gegenanzeige gegen die Gelbfieberimpfung besteht, beispielsweise eine schwere Allergie, eine Immunschwäche oder ein Alter über 60 Jahre, können Sie von Ihrem Arzt eine medizinische Ausnahmebescheinigung ausstellen lassen und diese bei der tansanischen Einwanderungsbehörde vorlegen, um von der Pflicht befreit zu werden. Führen Sie stets sowohl Ihr ICVP als auch Ihren Reisepass mit.
Empfohlene Impfungen: Zeitplan und Einzelheiten
Das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin (ECTM) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfehlen für Reisen nach Tansania die folgenden Impfungen. Vereinbaren Sie mindestens 4–6 Wochen vor der Abreise einen Termin in einer Schweizer reisemedizinischen Praxis oder bei Ihrem Hausarzt, damit ausreichend Zeit für Impfserien mit mehreren Dosen und die Entwicklung des Impfschutzes bleibt.
| Impfung | Empfehlung | Zeitpunkt und Hinweise |
|---|
| Hepatitis A | Für alle Reisenden dringend empfohlen | 2 Dosen im Abstand von 6–12 Monaten; der Impfschutz entwickelt sich innerhalb von 2–4 Wochen nach der ersten Dosis. |
| Hepatitis B | Für die meisten Reisenden empfohlen | Impfserie mit 3 Dosen (0, 1, 6 Monate) oder beschleunigtes Impfschema möglich. Lassen Sie sich in der Praxis beraten. |
| Typhus | Dringend empfohlen, besonders bei Aufenthalten bei Freunden oder Verwandten sowie in ländlichen Gebieten | Injektionsimpfung (1 Dosis, 3 Jahre gültig) oder Schluckimpfung (4 Dosen, 5 Jahre gültig; muss gekühlt aufbewahrt werden). |
| Gelbfieber | Nur bei Transit über Gelbfiebergebiete erforderlich; als Gesundheitsvorsorge für alle Tansania-Reisen empfohlen | 1 Dosis; 10 Tage nach der Verabreichung gültig; Zertifikat lebenslang gültig. |
| Polio | Auffrischung für Erwachsene empfohlen, wenn die letzte Auffrischung länger zurückliegt | Eine einmalige Auffrischungsdosis des inaktivierten Polioimpfstoffs (IPV) für die gesamte Lebenszeit, sofern die Impfserie im Kindesalter abgeschlossen wurde. |
| Tetanus/Diphtherie | Impfstatus aktuell halten | Auffrischung alle 10 Jahre; prüfen Sie Ihren Schweizer Impfausweis. |
| Tollwut | Für Langzeitreisende und Personen mit direktem Kontakt zu Tieren empfohlen | Impfserie zur Präexpositionsprophylaxe (PrEP) mit 3 Dosen; in ländlichen Gebieten kann der Zugang zu Tollwutimpfstoffen eingeschränkt sein. |
| Meningokokken (ACWY) | Für bestimmte Reisende empfohlen | Je nach Reiseroute und Jahreszeit mit der reisemedizinischen Praxis abklären. |
Impfzeitpunkt: rechtzeitig planen
Das Schweizer BAG empfiehlt, 4–6 Wochen vor der Abreise eine reisemedizinische Praxis aufzusuchen. So bleibt genügend Zeit für Impfungen mit mehreren Dosen und für die Entwicklung des Impfschutzes. Einige Impfungen werden erst nach 10–14 Tagen wirksam, etwa Gelbfieber und Typhus als Injektionsimpfung, während andere einen bestimmten Abstand zwischen den Dosen erfordern. Wenn Sie eine Tansania-Safari oder ein Sansibar-Paket planen, vereinbaren Sie den Termin für die reisemedizinische Beratung, sobald Ihre Reisedaten feststehen.
Malaria: Risikogebiete, Vorbeugung und Prophylaxe
Malaria kommt in ganz Tansania vor, auch in beliebten Safari-Zielen wie Serengeti, Ngorongoro Crater und Sansibar. Plasmodium falciparum, die gefährlichste Art, ist ganzjährig endemisch; die Übertragung ist während der Regenzeiten von November bis Mai am höchsten.
Strategie zur Malariaprophylaxe
Schweizer Experten für Reisemedizin empfehlen einen dreiteiligen Ansatz:
- Schutz vor Mückenstichen: Verwenden Sie ein Insektenschutzmittel mit DEET (20–30 %), tragen Sie in der Dämmerung und im Morgengrauen lange Ärmel und lange Hosen und schlafen Sie in ländlichen Gebieten unter einem mit Insektizid behandelten Moskitonetz.
- Malariamedikamente (Chemoprophylaxe): Lassen Sie sich in Ihrer reisemedizinischen Praxis beraten, um das passende Schema für Ihre Reiseroute zu bestimmen. Häufige Optionen für Tansania sind Atovaquon-Proguanil (Malarone®), Mefloquin oder Doxycyclin. Prüfen Sie die aktuelle Empfehlung auf www.healthytravel.ch, dem offiziellen Schweizer Portal für Reisemedizin.
- Sofortige medizinische Behandlung: Wenn innerhalb von 3 Wochen nach der Abreise oder bis zu 1 Jahr später Fieber, Kopfschmerzen oder Schüttelfrost auftreten, suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe und weisen Sie Ihren Arzt auf das Malariarisiko hin.
Die Wahl des Malariamedikaments hängt von Ihrer Krankengeschichte, eventuellen Arzneimittelallergien und der Aufenthaltsdauer ab. Atovaquon-Proguanil wird für kurze Reisen von 7–14 Tagen häufig bevorzugt und erfordert keine Vorbehandlung, während Doxycyclin 1–2 Tage vor der Reise begonnen werden muss. Ihr Schweizer Hausarzt oder Spezialist für Reisemedizin verschreibt das geeignete Mittel und die richtige Dosierung.
Dengue und Chikungunya
Dengue- und Chikungunya-Viren kommen ebenfalls in Tansania vor. Diese Krankheiten werden wie Malaria durch Mücken übertragen, insbesondere tagsüber durch Aedes-Mücken. Gegen Chikungunya gibt es keine Impfung; eine Dengue-Impfung wird nur Reisenden empfohlen, bei denen eine frühere Dengue-Infektion nachgewiesen wurde. Der konsequente Schutz vor Mückenstichen ist Ihre wichtigste Vorsichtsmaßnahme.
Gesundheitsdokumente und Reiseversicherung
Erforderliche Dokumente
- International Certificate of Vaccination or Prophylaxis (ICVP): Wenn Sie gegen Gelbfieber geimpft werden, verlangen Sie das offizielle ICVP (gelbes Impfbüchlein). Es dient als Impfnachweis und muss bei der tansanischen Einwanderungsbehörde vorgelegt werden, falls dies erforderlich ist.
- Reisepass: Ihr Schweizer Reisepass muss ab dem Datum Ihrer Einreise nach Tansania noch mindestens 6 Monate gültig sein. Prüfen Sie Ihren Pass, bevor Sie Ihr Tansania-Visum beantragen.
- Medizinische Ausnahmebescheinigung (falls zutreffend): Wenn eine Gegenanzeige gegen die Gelbfieberimpfung besteht, lassen Sie sich von Ihrem Arzt ein unterschriebenes Schreiben auf Briefpapier ausstellen, in dem der medizinische Grund genannt wird. Bewahren Sie es zusammen mit Ihrem Reisepass und dem ICVP auf.
Reisekrankenversicherung
Eine umfassende Reisekrankenversicherung wird dringend empfohlen. Achten Sie darauf, dass Ihre Police Folgendes abdeckt:
- Medizinische Notfallevakuierung, besonders wichtig in abgelegenen Safari-Gebieten
- Medizinische Behandlung tropischer Krankheiten wie Malaria, Typhus und Dengue
- Zahnmedizinische Notfälle
- Rückführung in die Schweiz bei schwerer Erkrankung
- COVID-19-bedingte medizinische Kosten, falls zutreffend
Viele Schweizer Versicherungsanbieter bieten Zusatzversicherungen für Reisen an. Bestätigen Sie den Versicherungsschutz vor der Abreise. Außerhalb der größeren Städte ist das tansanische Gesundheitssystem nur eingeschränkt ausgebaut, daher ist eine Evakuierungsversicherung für Safaris besonders wichtig.
Medikamente: Was Sie einpacken sollten und Zollbestimmungen
Wichtige Medikamente aus der Schweiz
Apotheken in Tansania führen gängige Medikamente, doch Verfügbarkeit und Qualität können variieren. Packen Sie ausreichende Mengen der folgenden Mittel ein:
- Malariatabletten, die komplette verschriebene Behandlung
- Persönliche verschreibungspflichtige Medikamente, in den Originalbehältern mit Apothekenetiketten
- Breitbandantibiotikum, etwa Amoxicillin oder Ciprofloxacin, nach ärztlicher Verschreibung und mit Gebrauchsanweisung
- Mittel gegen Durchfall, etwa Loperamid oder Wismutsubsalicylat
- Antihistaminikum gegen Allergien und Insektenstiche
- Paracetamol/Ibuprofen gegen Fieber und Schmerzen
- Antazidum bei Magenbeschwerden
- Elektrolytsalze als Pulver zur oralen Rehydrierung
- Sonnencreme (LSF 50+; stärkere Marken sind in Tansania teuer)
- Insektenschutzmittel (DEET 20–30 %)
Zollerklärung
Tansania gestattet die Einfuhr von Medikamenten für den persönlichen Gebrauch, sofern sie:
- sich in originalen, beschrifteten Behältern mit Ihrem Namen befinden;
- bei kontrollierten Substanzen von einem Rezept oder ärztlichen Schreiben begleitet werden;
- in einer Menge mitgeführt werden, die der Reisedauer entspricht.
Bringen Sie keine großen Mengen an Antibiotika, Antihistaminika oder anderen Medikamenten mit, da Sie vom Zoll dazu befragt werden können. Kontrollierte Substanzen, darunter einige ADHS-Medikamente, können Beschränkungen unterliegen. Wenn Sie verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen, erkundigen Sie sich vorher bei der tansanischen Botschaft in Bern oder bei Ihrem Arzt.
Gesundheitseinrichtungen und Notfallversorgung in Tansania
Medizinische Versorgung: Was Sie erwartet
Dar es Salaam und Arusha: Moderne private Kliniken und Krankenhäuser mit ausgebildeten Ärzten, grundlegenden Laboreinrichtungen und englischsprachigem Personal. Die Einrichtungen entsprechen europäischen Standards.
Abgelegene Safari-Gebiete (Serengeti, Ngorongoro, Selous): Die medizinische Versorgung ist äußerst eingeschränkt. Die meisten Lodges verfügen über einen ausgebildeten Ersthelfer und Funkkontakt zu Flugplätzen für Notfallevakuierungen. Schwere Erkrankungen erfordern eine Evakuierung per Flugzeug nach Dar es Salaam oder Nairobi (Kenia).
Sansibar: In Stone Town gibt es private Kliniken; ländliche Gebiete und kleinere Inseln verfügen nur über einfache Gesundheitszentren.
Notfallkontakte und Evakuierung
- Schweizer Botschaft in Tansania: Die Schweizer Botschaft in Dar es Salaam leistet konsularische Unterstützung und vermittelt medizinische Einrichtungen. Sie erreichen sie über die Helpline des EDA unter +41 800 24-7-365 oder +41 58 465 33 33.
- Medizinische Evakuierung: In Tansania sind Ambulanzflugdienste tätig, etwa African Medical Rescue. Die Kosten sind sehr hoch (USD 5,000–15,000+). Stellen Sie sicher, dass Ihre Reiseversicherung dies abdeckt.
- Notrufnummer in Tansania: 112 (Polizei/Rettungsdienst); in abgelegenen Gebieten sind die Reaktionszeiten jedoch lang.
Zahnmedizinische Versorgung
Auch während einer Safari können zahnmedizinische Notfälle auftreten. In Dar es Salaam gibt es private Zahnarztpraxen, in ländlichen Gebieten jedoch nur wenige Einrichtungen. Nehmen Sie ein zahnmedizinisches Erste-Hilfe-Set mit, etwa provisorisches Füllmaterial und Schmerzmittel, und stellen Sie sicher, dass Ihre Reiseversicherung eine zahnmedizinische Notfallbehandlung abdeckt.
Checkliste zur Gesundheitsvorsorge vor der Reise für Schweizer Staatsangehörige
- ☐ Vereinbaren Sie 4–6 Wochen vor der Reise einen Termin für eine reisemedizinische Beratung bei Ihrem Hausarzt, in einer Schweizer reisemedizinischen Praxis oder auf www.healthytravel.ch.
- ☐ Prüfen Sie anhand Ihrer Flugroute die Transitbestimmungen für Gelbfieber.
- ☐ Lassen Sie sich bei Bedarf gegen Gelbfieber impfen und verlangen Sie ein ICVP.
- ☐ Vervollständigen Sie die Impfungen gegen Hepatitis A, Typhus und andere empfohlene Krankheiten.
- ☐ Lassen Sie sich Malariamedikamente verschreiben und klären Sie Dosierung und Einnahmedauer.
- ☐ Prüfen Sie die Gültigkeit Ihres Reisepasses (mindestens 6 Monate).
- ☐ Schließen Sie eine umfassende Reisekrankenversicherung mit Evakuierungsschutz ab.
- ☐ Packen Sie Medikamente in den Originalbehältern mit Etiketten ein.
- ☐ Nehmen Sie Kopien der Rezepte sowie für kontrollierte Medikamente ein ärztliches Schreiben mit.
- ☐ Speichern Sie Notfallkontakte, darunter Schweizer Botschaft, Reiseversicherer und medizinischen Evakuierungsdienst.
- ☐ Informieren Sie Ihren Reiseveranstalter oder Safari-Anbieter über Erkrankungen und Medikamente.
Wenn Sie Kosten und Anbieter von Tansania-Safaris vergleichen, können Sie mit der von Ihnen ausgewählten Lodge oder dem Reiseunternehmen die medizinische Versorgung und Evakuierungsabläufe besprechen. Seriöse Anbieter verfügen über Erfahrung im Umgang mit medizinischen Notfällen und können Sie zu den nächstgelegenen geeigneten Einrichtungen entlang Ihrer Route beraten.
Häufig gestellte Fragen
Die FAQs werden in einem separaten strukturierten Abschnitt unterhalb des Artikelinhalts angezeigt.
Überprüfung und Haftungsausschluss
Zuletzt geprüft im Juli 2026 – Informieren Sie sich vor der Reise stets bei offiziellen Stellen. Impfbestimmungen und die Verbreitung von Malaria können sich ändern. Wenden Sie sich an Ihre reisemedizinische Praxis, das Schweizer BAG (www.healthytravel.ch) oder das tansanische Gesundheitsministerium, um die neuesten Empfehlungen zu erhalten.
Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Ihr Arzt oder Spezialist für Reisemedizin sollte Ihren individuellen Gesundheitszustand, Ihre Krankengeschichte und Ihre konkrete Reiseroute beurteilen, um persönliche Empfehlungen auszusprechen. Impf- und Malariabestimmungen können je nach Reisezielen, Aufenthaltsdauer und persönlichen gesundheitlichen Faktoren variieren.
Häufig gestellte Fragen
Benötigen Schweizer Staatsangehörige für die Einreise nach Tansania eine Gelbfieberimpfung?
Nein, wenn Sie direkt von der Schweiz nach Tansania reisen. Die Schweiz gilt nicht als Gelbfiebergebiet, daher ist bei direkter Einreise kein Nachweis über eine Gelbfieberimpfung erforderlich. Wenn Ihre Reise jedoch einen Aufenthalt von mehr als 12 Stunden in einem Gelbfiebergebiet umfasst, etwa Uganda, Kenia oder westafrikanische Länder, müssen Sie bei der tansanischen Einwanderungsbehörde ein gültiges Gelbfieberzertifikat vorlegen.
Wie lange ist ein Gelbfieberimpfzertifikat gültig?
Ein Gelbfieberimpfzertifikat (ICVP) ist lebenslang gültig. Seit dem 11. Juli 2016 sind Auffrischungsimpfungen alle 10 Jahre nicht mehr erforderlich. Der Impfstoff muss jedoch mindestens 10 Tage vor der Ankunft in einem Gelbfiebergebiet verabreicht werden, damit das Zertifikat gültig ist.
Welche Impfungen empfiehlt die Schweiz für eine Reise nach Tansania?
Das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin (ECTM) empfiehlt allen Tansania-Reisenden dringend Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus sowie eine Malariaprophylaxe. Auch Hepatitis B, eine Polio-Auffrischung, Tetanus/Diphtherie und Tollwut werden empfohlen, insbesondere bei Langzeitaufenthalten oder engem Kontakt zu Tieren. Lassen Sie sich 4–6 Wochen vor der Abreise in einer Schweizer reisemedizinischen Praxis beraten.
Besteht in Tansania Malariarisiko und wie kann ich mich schützen?
Ja, Malaria kommt ganzjährig in ganz Tansania vor; während der Regenzeiten von November bis Mai ist die Übertragung am höchsten. Zur Vorbeugung gehören der Schutz vor Mückenstichen (DEET-Repellent, lange Kleidung, Moskitonetze) und vom Arzt verschriebene Malariamedikamente. Häufige Optionen sind Atovaquon-Proguanil, Mefloquin oder Doxycyclin. Prüfen Sie die aktuelle Empfehlung auf www.healthytravel.ch.
Wie früh sollte ich einen Termin für die reisemedizinische Beratung vereinbaren?
Das Schweizer BAG empfiehlt, mindestens 4–6 Wochen vor der Abreise eine reisemedizinische Praxis aufzusuchen. So bleibt Zeit, Impfserien mit mehreren Dosen, etwa gegen Hepatitis A und Hepatitis B, abzuschließen und den Aufbau des Impfschutzes abzuwarten. Einige Impfungen werden erst nach 10–14 Tagen wirksam.
Kann ich eine medizinische Ausnahmebescheinigung erhalten, wenn ich die Gelbfieberimpfung nicht bekommen darf?
Ja. Wenn eine Gegenanzeige gegen die Gelbfieberimpfung besteht, etwa eine schwere Allergie, eine Immunschwäche oder ein Alter über 60 Jahre, kann Ihr Arzt ein unterschriebenes medizinisches Attest auf Briefpapier ausstellen. Legen Sie dieses Schreiben zusammen mit Ihrem Reisepass bei der tansanischen Einwanderungsbehörde vor. Die Pflicht kann aus medizinischen Gründen aufgehoben werden.
Was sollte ich für eine Tansania-Safari in meine Reiseapotheke packen?
Packen Sie die vollständige Malariabehandlung, persönliche verschreibungspflichtige Medikamente in den Originalbehältern, ein Breitbandantibiotikum, ein Mittel gegen Durchfall, ein Antihistaminikum, Schmerzmittel (Paracetamol/Ibuprofen), ein Antazidum, Elektrolytsalze, Sonnencreme (LSF 50+) und DEET-Insektenschutzmittel ein. Nehmen Sie Kopien der Rezepte und für kontrollierte Medikamente ein ärztliches Schreiben mit.
Gibt es in abgelegenen Safari-Gebieten medizinische Einrichtungen?
In abgelegenen Safari-Gebieten wie Serengeti, Ngorongoro und Selous ist die medizinische Versorgung äußerst eingeschränkt. Die meisten Lodges haben einen ausgebildeten Ersthelfer und Funkkontakt zu Flugplätzen für Notfallevakuierungen. Schwere Erkrankungen erfordern eine Evakuierung per Flugzeug nach Dar es Salaam oder Nairobi. Stellen Sie sicher, dass Ihre Reiseversicherung die medizinische Evakuierung abdeckt (USD 5,000–15,000+).
Wie lautet die Kontaktinformation der Schweizer Botschaft in Tansania?
Die Schweizer Botschaft in Dar es Salaam leistet konsularische Unterstützung und vermittelt medizinische Einrichtungen. Sie erreichen die Helpline des EDA unter +41 800 24-7-365 (24/7, 365 Tage im Jahr) oder in Notfällen und für konsularische Dienstleistungen unter +41 58 465 33 33.
Ist eine Reisekrankenversicherung für Tansania vorgeschrieben?
Eine Reisekrankenversicherung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen, insbesondere bei Safaris in abgelegenen Gebieten. Achten Sie darauf, dass Ihre Police medizinische Notfallevakuierungen, die Behandlung tropischer Krankheiten, zahnmedizinische Notfälle und die Rückführung in die Schweiz abdeckt. Außerhalb der größeren Städte ist die medizinische Versorgung eingeschränkt und Evakuierungen sind teuer.
Darf ich meine persönlichen Medikamente nach Tansania mitnehmen?
Ja, Medikamente für den persönlichen Gebrauch sind erlaubt, wenn sie sich in originalen, beschrifteten Behältern mit Ihrem Namen befinden und von einem Rezept oder ärztlichen Schreiben begleitet werden, insbesondere bei kontrollierten Substanzen. Nehmen Sie Mengen mit, die der Reisedauer entsprechen. Wenn Sie eingeschränkt zugelassene Medikamente einnehmen, erkundigen Sie sich bei der tansanischen Botschaft.
Was soll ich tun, wenn während meines Aufenthalts in Tansania oder nach meiner Rückkehr Malariasymptome auftreten?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe und informieren Sie Ihren Arzt über das Malariarisiko. Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Gliederschmerzen können innerhalb von 3 Wochen nach der Ansteckung oder bis zu 1 Jahr später auftreten. In Tansania sollten Sie eine private Klinik in Dar es Salaam oder Arusha aufsuchen. Nach Ihrer Rückkehr in die Schweiz wenden Sie sich so schnell wie möglich an Ihren Hausarzt und nehmen Sie Ihre Reiseunterlagen mit.