Impfungen und Gesundheitsvorschriften für Zimbabwe — deutsche Reisende 2026
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Gelbfieberzertifikat nur bei Einreise aus Endemiegebieten. CDC und WHO empfehlen jedoch dringend Gelbfieber-, Hepatitis-A-, Typhus- und Routineimpfungen für alle Besucher von Zimbabwe. Planen Sie Impfungen 4–8 Wochen vor der Abreise in einer deutschen reisemedizinischen Praxis.

Schnelle Antwort: Impfanforderungen für deutsche Staatsangehörige auf Reisen nach Zimbabwe
Eine Gelbfieberimpfung ist unter bestimmten Bedingungen vorgeschrieben: Sie benötigen einen gültigen Internationalen Impf- oder Prophylaxepass (ICVP) nur, wenn Sie aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen oder dort länger als 12 Stunden im Transit sind. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist ein Gelbfieberzertifikat keine gesetzliche Einreisevoraussetzung – die Gesundheitsbehörden empfehlen die Impfung dennoch dringend. Die Anforderungen für COVID-19-Impfungen und -Tests wurden 2026 aufgehoben. Routineimpfungen (MMR, Polio, Diphtherie-Tetanus-Pertussis) müssen jedoch aktuell sein. Über Gelbfieber hinaus empfehlen CDC und WHO den meisten Reisenden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus sowie eine Malariaprophylaxe.
Planen Sie Ihre Impfungen 4–8 Wochen vor der Abreise und lassen Sie sich in einer deutschen reisemedizinischen Praxis beraten.
| Impfung | Vorgeschrieben oder empfohlen? | Hinweise |
|---|---|---|
| Gelbfieber | Unter bestimmten Bedingungen vorgeschrieben | Vorgeschrieben bei Einreise aus Endemiegebieten oder Transitaufenthalt von mehr als 12 Stunden; für alle empfohlen. |
| Hepatitis A | Empfohlen | Besonders bei Aufenthalten bei Freunden oder Verwandten sowie bei Reisen in ländliche Gebiete. |
| Typhus | Empfohlen | Für die meisten Reisenden, insbesondere bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten. |
| Malariaprophylaxe | Regional empfohlen | Für alle Regionen außer den Städten Harare und Bulawayo erforderlich. |
| Routineimpfungen (MMR, Polio, DPT) | Erforderlich | Müssen aktuell sein. |
| Tollwut | Erwägen | Bei beruflichen oder Freizeitaktivitäten mit Tierkontakt. |
| Cholera | Empfohlen | In ganz Zimbabwe verbreitet. |
Gelbfieberimpfung: Einreisebestimmungen und Anforderungen an das Zertifikat
Benötigen Sie ein Gelbfieberzertifikat?
Zimbabwe verlangt gemäß den Internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO von Reisenden ab einem Alter von 9 Monaten ein Gelbfieberimpfzertifikat, wenn sie aus Ländern mit Gelbfieber-Übertragungsrisiko einreisen oder dort im Transit waren. Deutschland gilt nicht als Gelbfieber-Endemiegebiet. Wenn Sie also ohne Zwischenstopp in einem Risikoland direkt von Deutschland nach Zimbabwe reisen, ist ein Gelbfieberzertifikat für die Einreise gesetzlich nicht erforderlich.
Bei einem Zwischenstopp oder Transit ändert sich die Lage jedoch: Wenn Sie länger als 12 Stunden an einem Flughafen in einem Gelbfieber-Endemiegebiet im Transit sind, benötigen Sie für die Einreise nach Zimbabwe einen Nachweis über die Gelbfieberimpfung. Die WHO führt eine offizielle Liste der Gelbfieber-Endemiegebiete (externer Link), zu denen große Teile Afrikas südlich der Sahara, Teile Südamerikas und Teile der Karibik gehören.
Gültigkeit des Gelbfieberzertifikats
Nach einer Gelbfieberimpfung ist Ihr Internationaler Impf- oder Prophylaxepass (ICVP) lebenslang gültig. Seit dem 11. Juli 2016 hat die WHO die Pflicht zu Auffrischungsimpfungen oder erneuten Impfungen abgeschafft – Zimbabwe erkennt diese Regel an und weist ein gültiges Zertifikat nicht wegen seines Alters zurück. Der Impfschutz tritt jedoch erst 10 Tage nach der Impfung in Kraft. Lassen Sie sich daher mindestens 10 Tage, idealerweise 4–8 Wochen, vor der Abreise impfen.
Wichtig: Nur eine autorisierte reisemedizinische Praxis kann einen gültigen ICVP ausstellen. Eine Gelbfieberimpfung, die in einer gewöhnlichen Arztpraxis oder Apotheke ohne offizielles Zertifikat verabreicht wurde, wird bei der Einreise möglicherweise nicht anerkannt. Wenden Sie sich in Deutschland an eine zertifizierte reisemedizinische Praxis oder Ihre örtliche Gesundheitsbehörde, um ein gültiges Zertifikat zu erhalten.
Was gilt bei einer medizinischen Ausnahmebescheinigung?
Wenn die Gelbfieberimpfung bei Ihnen medizinisch kontraindiziert ist (z. B. wegen einer Allergie oder Schwangerschaft), kann Ihr Arzt eine medizinische Ausnahmebescheinigung ausstellen. Beachten Sie jedoch, dass Grenzbehörden solche Bescheinigungen möglicherweise nicht anerkennen. In Gelbfieber-Risikogebieten sollten Sie tagsüber besonders sorgfältige Maßnahmen gegen Mückenstiche ergreifen. Besprechen Sie dies rechtzeitig mit Ihrer reisemedizinischen Praxis.
Empfohlene Impfungen: Zeitplan und Dosierung
Hepatitis A
Eine Hepatitis-A-Impfung wird den meisten Reisenden nach Zimbabwe empfohlen, insbesondere bei Aufenthalten bei Freunden oder Verwandten sowie in kleineren Städten und ländlichen Gebieten. Die Impfung erfolgt in 2 Dosen; die zweite Dosis wird 6–12 Monate nach der ersten verabreicht. Der Schutz beginnt 2–4 Wochen nach der ersten Dosis. Beginnen Sie daher mindestens 4–8 Wochen vor der Abreise mit der Impfserie.
Typhus
Eine Typhusimpfung wird empfohlen, insbesondere wenn Sie Streetfood essen oder ländliche Gebiete besuchen möchten. Es gibt zwei Impfoptionen: eine einmalige Injektion (Schutzdauer 2 Jahre) oder einen oralen Impfstoff (Schutzdauer 5 Jahre; muss gekühlt werden und setzt voraus, dass Sie Tabletten schlucken können). Lassen Sie sich mindestens 2–4 Wochen vor der Reise impfen.
Cholera
Cholera ist in ganz Zimbabwe verbreitet, daher wird eine Impfung empfohlen. Der Impfstoff wird normalerweise als einmalige orale Dosis oder als Bestandteil einer kombinierten Hepatitis-A-Typhus-Impfung verabreicht. Klären Sie den genauen Dosierungsplan mit Ihrer reisemedizinischen Praxis.
Tollwut (Präexpositionsprophylaxe)
Eine Tollwutimpfung vor möglichem Kontakt wird empfohlen, wenn Sie berufliche oder Freizeitaktivitäten ausüben, bei denen ein erhöhtes Risiko für den Kontakt mit möglicherweise tollwütigen Tieren besteht (z. B. Umgang mit Wildtieren, Höhlenforschung oder längere Wanderungen in abgelegenen Gebieten). Die Impfung erfolgt in 3 Dosen über 3–4 Wochen. Beginnen Sie mindestens 4 Wochen vor der Abreise, wenn Sie sich für diese Impfung entscheiden.
Routineimpfungen (müssen aktuell sein)
Stellen Sie sicher, dass Sie vollständig gegen die folgenden Krankheiten geimpft sind, da Zimbabwe keine besonderen Ausnahmen vorsieht:
- MMR (Masern, Mumps, Röteln): Zwei Dosen, normalerweise im Kindesalter verabreicht; prüfen Sie Ihre Unterlagen.
- Polio: Aufgrund der weltweit steigenden Fallzahlen wird allen erwachsenen Reisenden unabhängig vom Reiseziel eine Auffrischungsimpfung empfohlen.
- DPT (Diphtherie, Pertussis/Keuchhusten, Tetanus): Auffrischung alle 10 Jahre; überprüfen Sie, wann Sie zuletzt geimpft wurden.
- Influenza: Eine jährliche Grippeimpfung wird empfohlen, insbesondere bei Reisen im südhemisphärischen Winter (Juni–August).
- COVID-19: Seit 2026 keine Einreisevoraussetzung, der Impfstatus sollte jedoch aktuell sein.
Malaria: Risikogebiete, Prophylaxe und Vorbeugung
Wo besteht in Zimbabwe Malariarisiko?
Zimbabwe liegt in einer Zone mit mittlerem Malariarisiko, wobei sich das Risiko je nach Region deutlich unterscheidet:
- Hohes Risiko (ganzjährig): Das Zambezi-Tal (einschließlich Victoria Falls) gilt als eines der Malariarisikogebiete mit dem höchsten Risiko für Touristen weltweit. In dieser Region besteht ganzjährig Malariarisiko.
- Saisonales Risiko (November–Juni): In allen Gebieten unterhalb von 1.200 Metern Höhe erreicht die Malariaübertragung von November bis Juni (Sommer der Südhalbkugel) ihren Höhepunkt.
- Niedriges Risiko: In den Städten Harare und Bulawayo, die im zentralen Hochland auf über 1.200 Metern liegen, ist das Malariarisiko sehr niedrig. Bei Aufenthalten ausschließlich in diesen Städten ist keine Malariaprophylaxe erforderlich.
Malariaprophylaxe (Malariamedikamente)
Eine Malariaprophylaxe wird für alle Regionen von Zimbabwe außer den zentral gelegenen Städten Harare und Bulawayo empfohlen. In Zimbabwe besteht eine Chloroquinresistenz, daher ist Chloroquin allein nicht wirksam. Die CDC empfiehlt folgende Optionen:
| Medikament | Markennamen | Einnahmeschema |
|---|---|---|
| Atovaquon + Proguanil | Malarone | 1–2 Tage vor der Ankunft beginnen; während des Aufenthalts täglich einnehmen; 7 Tage nach der Abreise fortsetzen. |
| Doxycyclin | Vibramycin-D | 1–2 Tage vor der Ankunft beginnen; während des Aufenthalts täglich einnehmen; 4 Wochen nach der Abreise fortsetzen. |
| Mefloquin | Lariam | 2–3 Wochen vor der Ankunft beginnen; während des Aufenthalts wöchentlich einnehmen; 4 Wochen nach der Abreise fortsetzen. |
| Tafenoquin | Arakoda | 3 Tage vor der Ankunft beginnen; während des Aufenthalts einmal wöchentlich einnehmen; 4 Wochen nach der Abreise fortsetzen. |
Welches Medikament ist am besten? Atovaquon + Proguanil (Malarone) wird den meisten Reisenden häufig empfohlen, da es weniger Nebenwirkungen hat und praktisch einzunehmen ist (kürzere Einnahmezeit vor und nach der Reise). Alle drei Optionen sind jedoch gleichermaßen wirksam. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, welches Medikament für Ihre Krankengeschichte und Reiseroute am besten geeignet ist. Doxycyclin ist in der Schwangerschaft und bei kleinen Kindern kontraindiziert; bei Mefloquin ist eine sorgfältige psychologische Abklärung erforderlich; Tafenoquin ist neuer und setzt vor der Einnahme einen G6PD-Test voraus.
Beginn der Einnahme: Wenden Sie sich mindestens 6 Wochen vor der Abreise an Ihre reisemedizinische Praxis, damit ausreichend Zeit bleibt, die Prophylaxe nach dem richtigen Schema zu beginnen.
Schutz vor Mückenstichen
Eine Malariaprophylaxe allein bietet keinen 100-prozentigen Schutz. Kombinieren Sie sie mit folgenden Maßnahmen:
- Kleidung: Tragen Sie neutralfarbene, langärmelige Oberteile und lange Hosen, insbesondere in der Morgen- und Abenddämmerung, wenn Mücken am aktivsten sind.
- Insektenschutzmittel: Verwenden Sie ein zuverlässiges DEET-haltiges Repellent (20–30 % DEET) auf unbedeckter Haut und Kleidung.
- Unterkunft: Schlafen Sie in klimatisierten Räumen oder unter einem mit Insektizid behandelten Moskitonetz. Achten Sie darauf, dass Fenster und Türen mit Fliegengittern versehen sind.
- Zeiten: Vermeiden Sie Aktivitäten im Freien während der Hauptaktivitätszeit der Mücken (von der Abend- bis zur Morgendämmerung).
Was tun bei Fieber nach der Rückkehr?
Reisende, die mehr als eine Woche nach dem Aufenthalt in einem Malariarisikogebiet Fieber von 38 °C (100 °F) oder höher bekommen oder innerhalb eines Jahres nach der Rückkehr Symptome entwickeln, die auf Malaria hindeuten, sollten sofort ärztliche Hilfe suchen. Informieren Sie Ihren Arzt über Ihre Reise nach Zimbabwe.
Gesundheitsdokumente und Reiseversicherung
Welche Dokumente benötigen Sie?
- Internationaler Impf- oder Prophylaxepass (ICVP): Führen Sie das originale Gelbfieberzertifikat mit sich, keine Fotokopie. Bewahren Sie es zusammen mit Ihrem Reisepass auf.
- Impfnachweise: Nehmen Sie zur Information eine Kopie Ihrer Routineimpfungen (z. B. Ihren deutschen Impfpass) mit, auch wenn Zimbabwe diese für die Einreise nicht verlangt.
- Dokumentation zu verschreibungspflichtigen Medikamenten: Wenn Sie eine Malariaprophylaxe oder andere Medikamente einnehmen, führen Sie ein Schreiben Ihres Arztes mit, in dem Medikamentenname, Dosierung und medizinischer Grund angegeben sind. Dies kann helfen, falls der Zoll Fragen zu Ihren Medikamenten hat.
Reiseversicherung und medizinische Evakuierung
Die Möglichkeiten der medizinischen Notfallversorgung in Zimbabwe sind begrenzt. Gesundheitseinrichtungen außerhalb der großen Städte Harare und Bulawayo sind häufig unzureichend. Private Kliniken behandeln Patienten erst nach Bezahlung und verlangen häufig vor der Aufnahme von Notfallpatienten hohe Bargeldbeträge, selbst wenn eine Reiseversicherung besteht. Viele medizinische Einrichtungen in Zimbabwe akzeptieren Bargeld in US-Dollar statt Kredit- oder Debitkarten.
Schließen Sie eine umfassende Reisekrankenversicherung ab, die Folgendes abdeckt:
- Medizinische Evakuierung nach South Africa (die Tausende Euro kosten kann).
- Notfallbehandlung und Krankenhausaufenthalt.
- Rückführung nach Deutschland.
- Vorerkrankungen (falls zutreffend).
Stellen Sie sicher, dass Sie über zugängliche finanzielle Mittel (Bargeld und Karten) zur Deckung möglicher medizinischer Vorauszahlungen verfügen, da die Erstattung durch die Versicherung später erfolgen kann. Kontaktieren Sie Ihre Versicherung sofort, wenn Sie zur Behandlung an eine medizinische Einrichtung überwiesen werden.
Medikamentenbestimmungen und Packliste
Diese Medikamente sollten Sie mitnehmen
Nehmen Sie alle persönlichen Medikamente in ausreichender Menge in den Originalverpackungen mit. Die Etiketten müssen deutlich Ihren Namen, den Medikamentennamen, die Dosierung und den Namen des verschreibenden Arztes ausweisen. In Zimbabwe kann es insbesondere außerhalb der großen Städte zu Engpässen bei wichtigen Medikamenten kommen.
Für eine Reise nach Zimbabwe werden folgende Medikamente empfohlen:
- Malariaprophylaxe (nach ärztlicher Verordnung).
- Antibiotika gegen Reisedurchfall (z. B. Azithromycin oder Fluorchinolon; fragen Sie Ihren Arzt).
- Antihistaminikum (z. B. Cetirizin, Loratadin).
- Paracetamol oder Ibuprofen gegen Schmerzen und Fieber.
- Medikament gegen Durchfall (z. B. Loperamid).
- Medikament gegen Übelkeit (z. B. Promethazin).
- 1-prozentige Hydrocortisoncreme bei leichten Hautreizungen.
- Antazidum oder H2-Blocker gegen Sodbrennen.
- Medikament gegen Höhenkrankheit (bei Reisen in hoch gelegene Gebiete; fragen Sie Ihren Arzt).
- Alle persönlich verschriebenen Medikamente (Asthmasprays, Diabetesbedarf, Verhütungsmittel usw.).
Medizin- und Hygieneartikel für die Packliste
- Insektenschutzmittel (20–30 % DEET).
- Sonnencreme (LSF 15 oder höher).
- Aloe-vera-Gel (bei Sonnenbrand).
- Digitales Thermometer.
- Händedesinfektionsmittel.
- Wasserreinigungstabletten oder ein tragbarer Wasserfilter.
- Erste-Hilfe-Set (Pflaster, Desinfektionsmittel, Pinzette).
- Mit Insektizid behandeltes Moskitonetz (bei Aufenthalt in einfacher Unterkunft).
Zoll- und Medikamentenbestimmungen
Zimbabwe erlaubt Reisenden normalerweise, persönliche Medikamente für den eigenen Gebrauch mitzunehmen. Die Mengen müssen jedoch angemessen sein, und Sie sollten ein ärztliches Schreiben mitführen, das den medizinischen Bedarf erklärt. Einige Medikamente sind eingeschränkt. Wenn Sie kontrollierte Substanzen mitführen (z. B. bestimmte Schmerzmittel oder Psychopharmaka), lassen Sie sich von Ihrem deutschen Arzt ein Schreiben ausstellen und erwägen Sie, die Medikamente beim Zoll anzugeben. Wenden Sie sich bei Fragen zu bestimmten Medikamenten an die deutsche Botschaft in Zimbabwe oder Ihre reisemedizinische Praxis.
Gesundheitseinrichtungen und Notfalldienste in Zimbabwe
Medizinische Einrichtungen
Die Qualität der medizinischen Versorgung unterscheidet sich je nach Ort erheblich:
- Harare und Bulawayo: Private Kliniken und Krankenhäuser in diesen Städten bieten eine angemessene Versorgung, und die meisten Mitarbeiter sprechen Englisch. Öffentliche Krankenhäuser sind jedoch möglicherweise unzureichend ausgestattet.
- Außerhalb der großen Städte: Die medizinische Versorgung ist sehr eingeschränkt. In vielen ländlichen Gebieten fehlen geeignete medizinische Einrichtungen; bei schweren Erkrankungen kann eine Evakuierung nach South Africa erforderlich sein.
Das britische Außenministerium führt eine Liste medizinischer Einrichtungen in Zimbabwe (externer Link), in denen die meisten Mitarbeiter Englisch sprechen. Diese ist auch für deutsche Reisende nützlich.
Notfalldienste
Um in Zimbabwe einen Krankenwagen zu rufen, wählen Sie mit einem Mobiltelefon die Nummer 112 und bitten Sie um einen Krankenwagen. Die Möglichkeiten der medizinischen Notfallversorgung in Zimbabwe sind jedoch begrenzt, und vielerorts müssen Sie den Transport selbst vor Ort organisieren. Kontaktieren Sie Ihre Reiseversicherung sofort, wenn Sie medizinische Hilfe benötigen.
Zahnärztliche Versorgung und Apotheken
Zahnärztliche Leistungen sind in Harare und Bulawayo verfügbar, können in ländlichen Gebieten jedoch eingeschränkt sein. Apotheken in den großen Städten können viele Medikamente abgeben, doch die Verfügbarkeit ist unbeständig. Nehmen Sie alle wichtigen Medikamente mit, anstatt sich auf die Versorgung vor Ort zu verlassen.
Allgemeine Gesundheitstipps für Zimbabwe
Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene
Beachten Sie folgende Regeln, um Reisedurchfall und durch Wasser übertragene Krankheiten zu vermeiden:
- Wasser: Trinken Sie ausschließlich Wasser aus Flaschen oder abgekochtes und abgekühltes Wasser. Vermeiden Sie Eiswürfel, da sie aus unsicherem Wasser hergestellt sein können.
- Lebensmittel: Essen Sie nur gründlich durchgegarte und heiß servierte Speisen. Vermeiden Sie rohes Gemüse, Salate und nicht pasteurisierte Milchprodukte. Essen Sie Obst nur, wenn Sie es selbst schälen können.
- Streetfood: Streetfood kann köstlich sein, birgt jedoch ein höheres Risiko. Wenn Sie es essen, wählen Sie Anbieter mit hohem Durchsatz und sichtbar heißen, frisch zubereiteten Speisen.
Höhenkrankheit
Einige Gebiete von Zimbabwe liegen höher als 2.400 Meter. Wenn Sie in große Höhen aufsteigen, tun Sie dies langsam, trinken Sie ausreichend und besprechen Sie mit Ihrem Arzt Maßnahmen zur Vorbeugung der Höhenkrankheit (z. B. Acetazolamid).
Weitere durch Mücken übertragene Krankheiten
Neben Malaria besteht in Zimbabwe ein Risiko für Denguefieber, das Zika-Virus und Chikungunya. Alle werden durch Aedes-Mücken übertragen. Schützen Sie sich mit denselben Maßnahmen wie gegen Mückenstiche (Insektenschutzmittel, schützende Kleidung, Moskitonetze).
Krankheitsausbrüche
Derzeit gibt es in Zimbabwe mehrere Krankheitsausbrüche. Prüfen Sie vor der Abreise die Zimbabwe-Seite von NaTHNaC (National Travel Health Network and Centre) (externer Link) sowie die Informationen Ihrer deutschen reisemedizinischen Praxis zu den neuesten Ausbruchsmeldungen.
Planung Ihrer Zimbabwe-Reise
Bei der Planung Ihrer Safari in Zimbabwe sollten Impfungen und Gesundheitsvorsorge parallel zu Visum und Unterkunft organisiert werden. Prüfen Sie die aktuellen Visabestimmungen für deutsche Staatsangehörige und bestätigen Sie alle Einreisevoraussetzungen mindestens 8–12 Wochen vor der Abreise.
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Zeitplan für die Gesundheitsvorsorge:
- 12 Wochen vor der Abreise: Vereinbaren Sie einen Termin in einer deutschen reisemedizinischen Praxis.
- 8–10 Wochen vorher: Lassen Sie sich die erste Hepatitis-A- und Typhusimpfung geben (falls erforderlich).
- 6–8 Wochen vorher: Beginnen Sie mit der Malariaprophylaxe (falls erforderlich); erhalten Sie die zweite Hepatitis-A-Dosis und die Gelbfieberimpfung.
- 4 Wochen vorher: Prüfen Sie, ob alle Impfungen abgeschlossen sind, besorgen Sie Ihr Gelbfieberzertifikat und vervollständigen Sie Ihren Vorrat an Malariamedikamenten.
- 2–4 Wochen vorher: Schließen Sie eine Reiseversicherung ab, packen Sie Medikamente und medizinische Hilfsmittel ein und prüfen Sie aktuelle Gesundheitswarnungen.
Zuletzt geprüft im Juli 2026 – informieren Sie sich vor der Reise immer bei offiziellen Stellen. Gesundheitsanforderungen und Krankheitsrisiken können sich ändern. Wenden Sie sich näher am Abreisedatum an Ihre deutsche reisemedizinische Praxis und die NaTHNaC-Seite zu Zimbabwe, um die neuesten Empfehlungen zu erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Benötigen deutsche Staatsangehörige für Zimbabwe eine Gelbfieberimpfung?
Das hängt von Ihrer Reiseroute ab. Wenn Sie direkt von Deutschland nach Zimbabwe reisen, ohne ein Gelbfieber-Endemiegebiet zu durchqueren, ist ein Gelbfieberzertifikat für die Einreise gesetzlich nicht erforderlich. Wenn Ihre Reise jedoch einen Zwischenstopp oder Flughafentransit von mehr als 12 Stunden in einem Gelbfieber-Endemiegebiet umfasst, benötigen Sie für die Einreise nach Zimbabwe einen Nachweis über die Gelbfieberimpfung. CDC und WHO empfehlen die Gelbfieberimpfung außerdem als gesundheitliche Vorsichtsmaßnahme für alle Reisenden nach Zimbabwe, auch wenn sie nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.
Wie lange ist ein Gelbfieberzertifikat für die Einreise nach Zimbabwe gültig?
Ein Gelbfieberzertifikat ist gemäß den Internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO seit dem 11. Juli 2016 lebenslang gültig. Zimbabwe erkennt diese Regel an, weist ein gültiges Zertifikat nicht wegen seines Alters zurück und verlangt keine Auffrischungsimpfung. Der Schutz tritt 10 Tage nach der Impfung ein. Lassen Sie sich daher mindestens 10 Tage vor der Abreise impfen.
Welche Malariamedikamente werden für Zimbabwe empfohlen?
Die CDC empfiehlt Atovaquon + Proguanil (Malarone), Doxycyclin, Mefloquin oder Tafenoquin zur Malariavorbeugung in Zimbabwe. Malarone wird häufig bevorzugt, da es weniger Nebenwirkungen und eine kürzere Einnahmezeit vor und nach der Reise hat. Lassen Sie sich in Ihrer deutschen reisemedizinischen Praxis beraten, welches Medikament für Ihre Krankengeschichte und Reisedaten am besten geeignet ist, da in Zimbabwe eine Chloroquinresistenz besteht.
Benötige ich in Harare und Bulawayo eine Malariaprophylaxe?
Nein. Harare und Bulawayo liegen im zentralen Hochland von Zimbabwe auf über 1.200 Metern und weisen ein sehr niedriges Malariarisiko auf. Wenn Sie sich ausschließlich in diesen Städten aufhalten, ist keine Malariaprophylaxe erforderlich. Bei Reisen in andere Regionen, einschließlich Victoria Falls und des Zambezi-Tals, ist eine Malariaprophylaxe jedoch unerlässlich, da das Zambezi-Tal zu den Malariarisikogebieten mit dem höchsten Risiko weltweit gehört.
Wann sollte ich meine Impfungen für Zimbabwe planen?
Planen Sie Ihre Impfungen 4–8 Wochen vor der Abreise und lassen Sie sich in einer deutschen reisemedizinischen Praxis beraten. Vereinbaren Sie nach Möglichkeit bereits 12 Wochen vorher einen Termin, da manche Impfstoffe mehrere Dosen im Abstand von mehreren Wochen erfordern. Hepatitis A erfordert 2 Dosen im Abstand von 6–12 Monaten. Beginnen Sie daher frühzeitig, wenn Sie vor der Abreise den vollständigen Schutz erreichen möchten.
Welche Routineimpfungen müssen für Zimbabwe aktuell sein?
Stellen Sie sicher, dass Sie vollständig gegen MMR (Masern, Mumps, Röteln), Polio, Diphtherie-Tetanus-Pertussis (DPT) und Influenza geimpft sind. Dies sind übliche Impfungen aus der Kindheit. Prüfen Sie Ihren deutschen Impfpass, um Ihren Impfstatus zu bestätigen. Aufgrund der weltweit steigenden Fallzahlen wird allen erwachsenen Reisenden eine Polio-Auffrischungsimpfung empfohlen.
Ist eine Reiseversicherung für Zimbabwe vorgeschrieben?
Eine Reiseversicherung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen. Die medizinische Notfallversorgung in Zimbabwe ist begrenzt, und eine medizinische Evakuierung nach South Africa kann Tausende Euro kosten. Achten Sie darauf, dass Ihre Versicherung medizinische Evakuierung, dringende Krankenhausbehandlung, Rückführung nach Deutschland und Vorerkrankungen abdeckt und keine Ausschlüsse für bereits bestehende Erkrankungen enthält. Viele medizinische Einrichtungen in Zimbabwe verlangen eine Vorauszahlung in bar.
Darf ich meine verschreibungspflichtigen Medikamente nach Zimbabwe mitnehmen?
Ja. Nehmen Sie alle Medikamente jedoch in den Originalverpackungen mit. Die Etiketten müssen Ihren Namen, den Medikamentennamen, die Dosierung und den Namen Ihres Arztes ausweisen. Besonders bei kontrollierten Substanzen sollten Sie ein Schreiben Ihres deutschen Arztes mitführen, das den medizinischen Bedarf erklärt. Da es in Zimbabwe zu Medikamentenengpässen kommen kann, sollten Sie ausreichende Mengen für die gesamte Reise sowie einen zusätzlichen Vorrat für den Fall von Verzögerungen einpacken.
Was soll ich tun, wenn ich nach der Rückkehr aus Zimbabwe Fieber bekomme?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie mehr als eine Woche nach dem Aufenthalt in einem Malariarisikogebiet Fieber von 38 °C (100 °F) oder höher bekommen oder innerhalb eines Jahres nach der Rückkehr Symptome entwickeln, die auf Malaria hindeuten. Informieren Sie Ihren Arzt über Ihre Reise nach Zimbabwe, da Malaria noch Wochen oder Monate nach einer Ansteckung auftreten kann.
Gibt es in Zimbabwe Krankheitsausbrüche, über die ich Bescheid wissen sollte?
Derzeit gibt es in Zimbabwe mehrere Krankheitsausbrüche. Prüfen Sie die NaTHNaC-Seite (National Travel Health Network and Centre) zu Zimbabwe und wenden Sie sich 4–8 Wochen vor der Abreise an Ihre deutsche reisemedizinische Praxis, um die neuesten Informationen zu Ausbrüchen und aktuellen Gesundheitswarnungen zu erhalten.
Welche durch Mücken übertragenen Krankheiten gibt es in Zimbabwe außer Malaria?
In Zimbabwe besteht ein Risiko für Denguefieber, das Zika-Virus und Chikungunya. Alle diese Krankheiten werden durch Aedes-Mücken übertragen. Schützen Sie sich durch Maßnahmen gegen Mückenstiche: Verwenden Sie Insektenschutzmittel (20–30 % DEET), tragen Sie schützende Kleidung, schlafen Sie unter einem Moskitonetz und vermeiden Sie Aktivitäten im Freien während der Morgen- und Abenddämmerung, wenn Mücken am aktivsten sind.
Wie bekomme ich in Deutschland ein Gelbfieberzertifikat?
Nur eine autorisierte reisemedizinische Praxis oder eine ausgewiesene Impfberatungsstelle in Deutschland kann einen gültigen Internationalen Impf- oder Prophylaxepass (ICVP) ausstellen. Wenden Sie sich an Ihre örtliche Gesundheitsbehörde oder eine reisemedizinische Praxis, um eine zertifizierte Stelle in Ihrer Nähe zu finden. Das Zertifikat muss auf Ihren Namen ausgestellt sein und zusammen mit Ihrem Reisepass mitgeführt werden. Eine Gelbfieberimpfung aus einer gewöhnlichen Arztpraxis ohne offizielles Zertifikat wird bei der Einreise nach Zimbabwe möglicherweise nicht anerkannt.
V2Ui.sources
- Zimbabwe - Traveler view | Travelers' Health(official)
- Travel health advice for Zimbabwe – vaccines and risks
- Health - Zimbabwe travel advice(official)
- Travel Vaccines and Advice for Zimbabwe | Passport Health
- Zimbabwe Vaccinations & Travel Health Advice
- Yellow Fever in Zimbabwe | Travel Doctor Network
- Zimbabwe Health, Malaria, & Yellow Fever Vaccinations
- Vaccinations for Zimbabwe - TMB - Travel Health Clinics
- Zimbabwe travel vaccines and advise | TravelClinicNY
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