Impfungen und Gesundheitsvorschriften für Südafrika für deutsche Reisende 2026
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Gelbfieberzertifikat nur bei Einreise aus Endemiegebieten. CDC und WHO empfehlen jedoch dringend Gelbfieber-, Hepatitis-A-, Typhus- und Standardimpfungen für alle Besucher Südafrikas. Planen Sie Impfungen 4–8 Wochen vor der Abreise.

Schnelle Antwort: Impfanforderungen für deutsche Staatsangehörige bei Reisen nach Südafrika
Eine Gelbfieberimpfung ist unter bestimmten Bedingungen vorgeschrieben: Sie benötigen ein gültiges Internationales Impf- oder Prophylaxezertifikat (ICVP), wenn Sie aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen oder dort länger als 12 Stunden durchreisen. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist ein Gelbfieberzertifikat keine gesetzliche Einreisevoraussetzung – die Gesundheitsbehörden empfehlen die Impfung dennoch dringend. Die COVID-19-Impf- und Testanforderungen wurden 2026 aufgehoben. Standardimpfungen (MMR, Polio, Diphtherie-Tetanus-Pertussis) sollten jedoch aktuell sein. Neben Gelbfieber empfehlen CDC und WHO den meisten Reisenden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus sowie eine Malariaprophylaxe.
Planen Sie Ihre Impfungen 4–8 Wochen vor der Abreise und wenden Sie sich an eine deutsche reisemedizinische Praxis.
Gelbfieberimpfung: Einreisebestimmungen und Zertifikatanforderungen
Benötigen Sie ein Gelbfieberzertifikat?
Südafrika verlangt gemäß den Internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO von Reisenden ab 1 Jahr, die aus Ländern mit Gelbfieber-Übertragungsrisiko einreisen oder diese durchqueren, ein Gelbfieberimpfzertifikat. Deutschland gilt nicht als Gelbfieber-Endemiegebiet. Wenn Sie ohne Zwischenstopp in einem Risikoland direkt von Deutschland nach Südafrika reisen, ist ein Gelbfieberzertifikat daher nicht gesetzlich vorgeschrieben.
Die Situation ändert sich jedoch, wenn Ihre Reise einen Zwischenstopp oder Transit beinhaltet:
- Transit durch ein Gelbfieber-Risikoland von mehr als 12 Stunden: Ein Zertifikat ist erforderlich, auch wenn Sie den Flughafen nicht verlassen.
- Zwischenstopps in Endemiegebieten (z. B. Kenia, Uganda, Tansania, Brasilien): Sie müssen für die Einreise nach Südafrika einen Impfnachweis mitführen.
- Regionale Flüge innerhalb Afrikas: Wenn Ihre Route Zwischenstopps in anderen afrikanischen Ländern mit Gelbfieberrisiko umfasst, gilt die Anforderung.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Reiseroute diese Anforderung auslöst, klären Sie dies vor der Buchung mit Ihrer Fluggesellschaft und dem südafrikanischen Innenministerium.
Gelbfieberzertifikat: Gültigkeit und Fristen
Die Gelbfieberimpfung muss mindestens 10 Tage vor der Ankunft in Südafrika verabreicht werden; das Zertifikat gilt erst 10 Tage nach der Impfung als gültig. Nach Ausstellung durch eine zugelassene Impfstelle ist das ICVP lebenslang für die geimpfte Person gültig – eine Auffrischungsimpfung ist nicht erforderlich.
Folgen bei Nichteinhaltung: Reisenden ohne gültiges Zertifikat kann bei bestehender Verpflichtung die Einreise verweigert oder eine Quarantäne von bis zu 6 Tagen angeordnet werden. Eine von einer zugelassenen medizinischen Fachkraft unterzeichnete medizinische Befreiungsbescheinigung wird in der Regel als Alternative akzeptiert.
Wo kann man sich in Deutschland impfen lassen?
Gelbfieberimpfungen sind in Deutschland nur bei autorisierten reisemedizinischen Impfstellen (Gelbfieberimpfstellen) erhältlich. Ihre Hausarztpraxis oder das örtliche Gesundheitsamt kann Sie überweisen. Alternativ können Sie über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nach zertifizierten Impfstellen suchen. Rechnen Sie mit Kosten von €60–€100 für Impfung und Zertifikat. Bewahren Sie Ihr ICVP zusammen mit Ihrem Reisepass auf.
Empfohlene Impfungen für Südafrika (zusätzlich zu Gelbfieber)
CDC und WHO empfehlen allen Reisenden nach Südafrika, unabhängig vom Gelbfieberstatus, die folgenden Impfungen auf dem aktuellen Stand zu halten:
| Impfung | Empfehlung | Zeitpunkt vor der Reise | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Standardimpfungen | Für alle Reisenden erforderlich | Status 4–8 Wochen vorher prüfen | Diphtherie-Tetanus-Pertussis (Tdap/Td), Polio, Masern-Mumps-Röteln (MMR), Varizellen (Windpocken), Influenza |
| Hepatitis A | Für die meisten Reisenden empfohlen | 2 Dosen: 0 und 6–12 Monate | Besonders wichtig bei Aufenthalten bei Familie oder Besuchen ländlicher Gebiete |
| Hepatitis B | Empfohlen, insbesondere bei längeren Aufenthalten | 3 Dosen: 0, 1, 6 Monate | Bei längeren Reisen oder möglichem Kontakt mit dem Gesundheitswesen erwägen |
| Typhus | Für die meisten Reisenden empfohlen | Einzeldosis; 2 Wochen Vorlauf empfohlen | Besonders bei Aufenthalten bei Freunden oder Familie sowie in ländlichen Gebieten |
| COVID-19 | Alle impfberechtigten Reisenden sollten auf dem aktuellen Stand sein | Gemäß nationalem Impfplan | Einreiseanforderungen aufgehoben; CDC empfiehlt die Impfung weiterhin |
| Tollwut | Bei Abenteuerreisen oder Kontakt mit Wildtieren erwägen | 3 Dosen: 0, 7, 21–28 Tage | Besonders relevant für Safariführer oder Camping in ländlichen Gebieten |
| Meningitis (MenACWY) | Für bestimmte Reisende erwägen | Einzeldosis | Für eine individuelle Risikobewertung an Ihre reisemedizinische Praxis wenden |
| Gürtelrose (Herpes zoster) | Für Reisende ab 50 Jahren empfohlen | 2 Dosen: 0 und 2–6 Monate | Nicht in allen gesetzlichen Gesundheitsleistungen enthalten; Anspruch prüfen |
Impfzeitplan: Beginnen Sie Ihre reisemedizinische Beratung 4–8 Wochen vor der Abreise. Einige Impfungen erfordern mehrere Dosen im Abstand von mehreren Wochen. Ein frühzeitiger Beginn stellt sicher, dass Sie bei der Abreise vollständig geschützt sind.
Malariarisiko, Vorbeugung und Prophylaxe
Wo besteht in Südafrika Malariarisiko?
Das Malariarisiko in Südafrika ist geografisch begrenzt. In den meisten Landesteilen ist das Risiko gering. Reisende in die folgenden Gebiete sollten jedoch Vorsichtsmaßnahmen treffen:
- Kruger National Park und umliegende Wildreservate (insbesondere die nördlichen und östlichen Bereiche)
- Grenzregionen zu Mosambik und Simbabwe
- Lowveld-Gebiete (Regionen in niedriger Höhenlage)
- Nördliche Provinzen: Limpopo und Teile von Mpumalanga
Beliebte Safariziele wie Kruger liegen in einer Zone mit Malariaübertragung. Daher wird eine Prophylaxe empfohlen, wenn Sie in der Hochrisikosaison (September–Mai) reisen. Wenn sich Ihre Safari auf das Westkap, die Garden Route oder Kapstadt konzentriert, ist das Malariarisiko minimal.
Malariaprophylaxe: Welches Medikament?
Die Wahl des Malariamittels hängt von Ihrer Krankengeschichte, der jeweiligen Region, der Aufenthaltsdauer und Ihrer Verträglichkeit möglicher Nebenwirkungen ab. Malaria in Südafrika ist chloroquinresistent, daher ist herkömmliches Chloroquin unwirksam. Zu den häufig von deutschen reisemedizinischen Praxen verschriebenen Optionen gehören:
- Artemisinin-basierte Kombinationstherapie (ACT): Mittel der ersten Wahl zur Behandlung, üblicherweise nicht zur Prophylaxe eingesetzt
- Atovaquon-Proguanil (Malarone): Wirksam, kurze Einnahmedauer (Beginn 1–2 Tage vorher, während des Aufenthalts und 7 Tage danach)
- Doxycyclin: Option für längere Aufenthalte (Beginn 1–2 Tage vorher, während des Aufenthalts und 4 Wochen danach); nicht für Schwangere oder Kinder unter 8 Jahren geeignet
- Mefloquin: Wöchentliche Einnahme; wegen möglicher neuropsychiatrischer Nebenwirkungen seltener eingesetzt
Wenden Sie sich an eine reisemedizinische Praxis: Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bewertet Ihr individuelles Risiko und empfiehlt das geeignete Medikament. Die Prophylaxe muss vor dem Betreten eines Malariaübertragungsgebiets begonnen, während des gesamten Aufenthalts fortgesetzt und nach der Ausreise über den vorgeschriebenen Zeitraum weiter eingenommen werden.
Schutz vor Mückenstichen
Malaria wird durch Anopheles-Mücken übertragen, die von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen am aktivsten sind. CDC empfiehlt in Malariarisikogebieten das ganze Jahr über Maßnahmen zur Mückenabwehr:
- Verwenden Sie auf unbedeckter Haut und Kleidung ein Insektenschutzmittel mit DEET (20–30 %)
- Tragen Sie insbesondere abends langärmlige Oberteile und lange Hosen
- Schlafen Sie unter einem mit Insektizid behandelten Moskitonetz, auch in klimatisierten Räumen
- Halten Sie sich während der Hauptaktivitätszeit der Mücken in klimatisierten oder gut abgeschirmten Innenräumen auf
Weitere Gesundheitsrisiken und Krankheitsvorbeugung
Neben Malaria und Gelbfieber bestehen in Südafrika folgende Gesundheitsrisiken:
- Afrikanisches Zeckenbissfieber: Häufig in ländlichen Gebieten und auf Safaris; tragen Sie Schutzkleidung und verwenden Sie Repellents. Camper und Wanderer sind stärker gefährdet.
- Chikungunya, Denguefieber, Rifttalfieber: Durch Mücken übertragen; schützen Sie sich mit DEET und Schutzkleidung
- Bilharziose: Risiko in Süßwasserseen und -flüssen; vermeiden Sie das Schwimmen in unbehandeltem Wasser
- Tuberkulose (TB): Achten Sie auf aktuelle Standardimpfungen; Beschäftigte im Gesundheitswesen und Langzeitbesucher haben ein höheres Risiko
- Vogelgrippe, Hantavirus, Krim-Kongo-Hämorrhagisches Fieber: Selten; vermeiden Sie den Kontakt mit toten Vögeln und Nagetieren
- Tollwut: Bei Wildtieren verbreitet; vermeiden Sie Tierkontakt und erwägen Sie eine Impfung bei geplanten Abenteueraktivitäten
Gesundheitsdokumente und Reiseversicherung
Welche Dokumente sollten Sie mitführen?
Stellen Sie vor der Abreise aus Deutschland sicher, dass Sie Folgendes dabeihaben:
- Internationales Impf- oder Prophylaxezertifikat (ICVP): Original-Gelbfieberzertifikat (falls erforderlich) und Nachweise über weitere Impfungen
- Verschreibungspflichtige Medikamente: In der Originalverpackung mit Ihrem Namen und den Angaben der verschreibenden Person
- Reisekrankenversicherung: Versicherungsnachweis und Kontaktdaten (siehe unten)
- Medizinische Zusammenfassung: Eine kurze Notiz auf Englisch mit Angaben zu chronischen Erkrankungen, Allergien und aktuellen Medikamenten
- Reisepass: Mindestens 30 Tage über die geplante Ausreise aus Südafrika hinaus gültig, mit 2 freien Visaseiten
Reisekrankenversicherung
Eine Reisekrankenversicherung wird dringend empfohlen, ist für die Einreise jedoch nicht gesetzlich vorgeschrieben. Medizinische Einrichtungen in Städten und in der Nähe von Wildparks sind im Allgemeinen gut ausgestattet, die Behandlung muss jedoch im Voraus bezahlt werden – die meisten Einrichtungen akzeptieren nur Bargeld, Kreditkarten oder Versicherungsleistungen. Die deutsche gesetzliche Krankenversicherung übernimmt keine Behandlungskosten in Südafrika. Sie müssen eine separate Reiseversicherung abschließen.
Ihre Versicherung sollte Folgendes abdecken:
- Medizinische Evakuierung aus abgelegenen Safarigebieten
- Zahnärztliche Notfallbehandlung und Krankenhausbehandlung
- Rückführung nach Deutschland
- Reiserücktritt und Verspätungen
Medikamente und Reiseapotheke
Verschreibungspflichtige Medikamente
Führen Sie verschreibungspflichtige Medikamente stets in der Originalverpackung mit sichtbarem Etikett des Arztrezepts mit. Obwohl Südafrika im Allgemeinen kulant ist, unterliegen einige Medikamente, insbesondere Opioide und bestimmte Psychopharmaka, Beschränkungen. Informieren Sie sich vor der Reise auf der Website der südafrikanischen Arzneimittelbehörde (SAHPRA) oder des deutschen Bundesinstituts für Arzneimittel (BfArM) über mögliche Einschränkungen für Ihre Medikamente.
Rezeptfreie und empfohlene Artikel
- Malariaprophylaxe: Bringen Sie die vollständige verschriebene Einnahme mit
- Insektenschutzmittel auf DEET-Basis (20–30 %): Nicht in allen Regionen jederzeit erhältlich
- Antihistaminika: Gegen Insektenstiche und allergische Reaktionen
- Antibiotische Creme oder Salbe: Für kleinere Wunden und Infektionen
- Medikament gegen Durchfall (z. B. Loperamid): Bei Reisedurchfall
- Schmerzmittel (Paracetamol, Ibuprofen): Vor Ort erhältlich, aber bringen Sie Ihre bevorzugte Marke mit
- Sonnencreme (LSF 50+): Bei hoher UV-Belastung unverzichtbar
- Erste-Hilfe-Set: Pflaster, sterile Kompressen, Pinzette (zur Zeckenentfernung), Thermometer
- Persönliche Medikamente: Ausreichender Vorrat für den gesamten Aufenthalt plus Reserve
Gesundheitseinrichtungen und Notdienste in Südafrika
Qualität der medizinischen Versorgung
Städtische Gebiete und Wildreservate: Medizinische Einrichtungen sind weit verbreitet und im Allgemeinen von guter Qualität. Große Städte (Johannesburg, Kapstadt, Durban) verfügen über ausgezeichnete private Krankenhäuser. Auch beliebte Safariziele nahe dem Kruger National Park haben gut ausgestattete Kliniken und Krankenhäuser in der Nähe.
Ländliche Gebiete: Medizinische Einrichtungen sind begrenzt; abgelegene Safaricamps verfügen möglicherweise nur über eine grundlegende Erste-Hilfe-Ausstattung. Bei schweren Notfällen kann eine Luftrettung in eine größere Stadt erforderlich sein.
Notfallkontakte
- Notdienste (Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr): 10177 (landesweit) oder 112 (Mobiltelefon) wählen
- Deutsche Botschaft in Südafrika: +27 12 427 8900 (Pretoria); Konsulate in Kapstadt und Johannesburg
- Notfallnummer der Reiseversicherung: Führen Sie Ihre Versicherungsdaten und die 24-Stunden-Kontaktnummer jederzeit mit sich
Vor der Reise: Gesundheitscheckliste
4–8 Wochen vor der Abreise:
- ☐ Buchen Sie eine reisemedizinische Beratung
- ☐ Prüfen Sie Ihre Standardimpfungen (MMR, Tdap, Polio, Varizellen, Grippe, COVID-19)
- ☐ Organisieren Sie bei Bedarf eine Gelbfieberimpfung (mindestens 10 Tage vor der Reise)
- ☐ Lassen Sie sich gegen Hepatitis A, Typhus und weitere empfohlene Krankheiten impfen
- ☐ Lassen Sie sich ein Rezept für Malariaprophylaxe ausstellen, wenn Sie Malariarisikogebiete besuchen
- ☐ Schließen Sie eine Reisekrankenversicherung mit Deckung für medizinische Evakuierungen ab
- ☐ Stellen Sie Impfzertifikate und medizinische Unterlagen zusammen
- ☐ Prüfen Sie die Gültigkeit des Reisepasses (mindestens 30 Tage nach der Ausreise) und die freien Seiten
Safari planen: Gesundheit und praktische Vorbereitung
Wenn Sie eine Big-5-Safari in Südafrika planen, ist die gesundheitliche Vorbereitung ein wichtiger Bestandteil Ihrer Reiseplanung. Viele Safariveranstalter verlangen Nachweise über bestimmte Impfungen, insbesondere eine Gelbfieberimpfung bei Transit durch Endemiegebiete, und empfehlen für Touren im Kruger-Gebiet möglicherweise eine Malariaprophylaxe. Berücksichtigen Sie den Impfzeitplan bei der Buchung: Wenn Sie eine Gelbfieberimpfung benötigen, planen Sie diese nicht weniger als 10 Tage vor der Abreise ein.
Auf SafariFind können Sie Safaripakete vergleichen und Unterkünfte buchen. Dazu gehören Partnerlodges in Malariarisikogebieten mit medizinischer Betreuung vor Ort. Informieren Sie Ihre Lodge oder Ihren Veranstalter bei der Buchung stets über gesundheitliche Beschwerden oder Ernährungseinschränkungen.
Häufig gestellte Fragen
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Zuletzt geprüft im Juli 2026 – bestätigen Sie die Angaben vor der Reise immer bei offiziellen Stellen. Anforderungen ändern sich häufig. Informieren Sie sich vor der Abreise beim südafrikanischen Innenministerium (www.dha.gov.za), bei Ihrer reisemedizinischen Praxis und bei Ihrem Reiseversicherer über die aktuellsten Bestimmungen.
Häufig gestellte Fragen
Benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Südafrika eine Gelbfieberimpfung?
Nur wenn Sie aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen oder dort länger als 12 Stunden durchreisen. Bei direkter Reise aus Deutschland ist das Zertifikat nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird von den Gesundheitsbehörden jedoch empfohlen. Klären Sie Ihre konkrete Reiseroute mit dem südafrikanischen Innenministerium oder Ihrer Fluggesellschaft.
Wie früh vor der Reise nach Südafrika sollte ich mich impfen lassen?
Buchen Sie 4–8 Wochen vor der Abreise eine reisemedizinische Beratung. Die Gelbfieberimpfung muss mindestens 10 Tage vor der Ankunft verabreicht werden (das Zertifikat ist erst ab dem 10. Tag gültig). Andere Impfungen wie Hepatitis A erfordern zwei Dosen im Abstand von 6–12 Monaten. Eine frühzeitige Planung ist daher unerlässlich.
Besteht im Kruger National Park Malariarisiko?
Ja. Kruger liegt in einer Zone mit Malariaübertragung, insbesondere im Zeitraum September–Mai. Eine Malariaprophylaxe wird empfohlen. Lassen Sie sich von Ihrer reisemedizinischen Praxis zu dem geeigneten Medikament beraten, das von Ihrer Krankengeschichte und den konkret besuchten Gebieten abhängt.
Welches Malariamittel ist für Südafrika am besten geeignet?
Malaria in Südafrika ist chloroquinresistent. Zu den gängigen Optionen gehören Atovaquon-Proguanil (Malarone), Doxycyclin und Mefloquin. Ihre reisemedizinische Praxis empfiehlt anhand Ihres Gesundheitszustands, der Aufenthaltsdauer und Ihrer Verträglichkeit von Nebenwirkungen die beste Option.
Kann ich meine deutsche Krankenversicherung für eine Behandlung in Südafrika nutzen?
Nein. Die gesetzliche deutsche Krankenversicherung übernimmt keine Behandlungen im Ausland. Sie müssen eine separate Reisekrankenversicherung abschließen, die medizinische Evakuierungen, Krankenhausbehandlungen und Rückführung abdeckt. Die meisten medizinischen Einrichtungen in Südafrika verlangen eine Vorauszahlung.
Was ist, wenn ich gegen die Gelbfieberimpfung allergisch bin?
Bei einer nachgewiesenen Allergie kann eine zugelassene medizinische Fachkraft eine medizinische Befreiungsbescheinigung ausstellen. Legen Sie diese bei der südafrikanischen Grenzkontrolle vor. In der Regel wird Ihnen die Einreise gestattet, bei Fiebersymptomen können Sie jedoch unter Gesundheitsüberwachung gestellt werden.
Benötige ich ein Gelbfieberzertifikat, wenn ich nur Kapstadt besuche?
Nein. Kapstadt liegt nicht in einem Malaria- oder Gelbfieber-Endemiegebiet. Wenn Ihre Reise jedoch einen Zwischenstopp oder Transit durch ein Endemiegebiet umfasst, beispielsweise einen Aufenthalt in Kenia, wird das Zertifikat zur Einreise nach Südafrika erforderlich.
Wie lange ist ein Gelbfieberimpfzertifikat gültig?
Nach seiner Ausstellung ist das Internationale Impf- oder Prophylaxezertifikat (ICVP) lebenslang für die geimpfte Person gültig. Eine Auffrischungsimpfung ist nicht erforderlich.
Welche Standardimpfungen benötige ich vor einer Reise nach Südafrika?
Stellen Sie sicher, dass Sie gegen Diphtherie-Tetanus-Pertussis (Tdap/Td), Polio, Masern-Mumps-Röteln (MMR), Varizellen (Windpocken) und Influenza aktuell geimpft sind. Eine COVID-19-Impfung wird empfohlen, ist für die Einreise aber nicht mehr erforderlich.
Wird eine Hepatitis-A-Impfung für Südafrika empfohlen?
Ja. CDC und WHO empfehlen die Hepatitis-A-Impfung den meisten Reisenden, insbesondere bei Aufenthalten bei Freunden oder Familie sowie in ländlichen Gebieten. Sie erfordert zwei Dosen (0 und 6–12 Monate). Planen Sie dies entsprechend früh.
Was soll ich tun, wenn ich während meiner Safari Fieber bekomme?
Suchen Sie sofort medizinische Hilfe, insbesondere wenn Sie sich in einem Malariarisikogebiet befinden. Informieren Sie das medizinische Personal darüber, dass Sie reisen, und teilen Sie Ihren Impf- und Prophylaxestatus mit. Die meisten Safarilodges und nahe gelegenen Orte verfügen über Kliniken. Bei schweren Fällen kann eine Luftrettung in eine größere Stadt erforderlich sein.
Kann ich Malariamedikamente aus Deutschland mitbringen oder muss ich sie in Südafrika kaufen?
Bringen Sie die vollständige Einnahme Ihres Malariamedikaments aus Deutschland in der Originalverpackung mit dem Rezeptetikett mit. Malariamittel sind zwar in Südafrika erhältlich, doch kann es schwierig sein, kurzfristig das richtige Medikament zu beschaffen. Mit einem eigenen Vorrat ist der durchgängige Schutz gewährleistet.
V2Ui.sources
- South Africa - Traveler view | Travelers' Health | CDC(official)
- Yellow Fever Vaccine Requirements | CDC Yellow Book(official)
- Yellow Fever Vaccination Requirements Country List 2020 | WHO(official)
- South Africa | NaTHNaC / TravelHealthPro (UK)
- Entry Requirements - South Africa Travel Advice | GOV.UK(official)
- South Africa Travel Advisory | Travel.State.gov(official)
- Yellow Fever Entry Requirements | South Africa Tourism
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